Wird dieser Schlüssel bald seine Funktion wieder erfüllen?

Dann könnten die Besucher das Mausoleum auch wieder von innen betrachten.

Innenansicht mit dem Wappen der Kulbach- Bayreiter

Innenansicht mit dem Wappen der Kulbach- Bayreiter

Der Bürgerverein Weferlingen bemüht sich seit Jahren darum, das Mausoleum zu sanieren. Dafür werden jetzt Fördermittel beantragt.

Volksstimme vom 15.07.2016 von Anett Roisch

Der Vorstand des Bürgervereins Weferlingen hat mit Dr. Berthold Heinecke die nächsten Schritte besprochen. Der Bürgerverein hatte vor einigen Jahren einen Vertrag mit der Kirchgemeinde Weferlingen über die Nutzung, Instandsetzung und Erhaltung des Mausoleums des Markgrafen Friedrich Christian von Kulmbach-Bayreuth geschlossen. Da die Kirchgemeinde nicht in der Lage ist, das barocke Baudenkmal zu sanieren, hat sich der Bürgerverein dazu bekannt. Seither bemüht sich der Verein, seinem Ziel näher zu kommen. Ob es gelingt, das Mausoleum bis zum 250. Todestag des Markgrafen im Jahr 2019 in Grundzügen zu sanieren, hängt vor allem davon ab, ob die nötigen Mittel dafür beschafft werden können. Erste dringende Sicherungsarbeiten hat der Bürgerverein bereits auf eigene Rechnung ausführen lassen.

Dr. Berthold Heinecke (v.l.), Pfarrer Thomas Vesterling, Christine Sobczyk, Gerd Müller, Heiko Kloß und Burkhard Kleinecke sind bei der Beratung am Mausoleum in Weferlingen. Die Arbeiten sollen zeitlich eingetaktet werden können, um sich nicht gegenseitig zu behindern.

Dr. Berthold Heinecke (v.l.), Pfarrer Thomas Vesterling, Christine Sobczyk, Gerd Müller, Heiko Kloß und Burkhard Kleinecke sind bei der Beratung am Mausoleum in Weferlingen. Die Arbeiten sollen zeitlich eingetaktet werden können, um sich nicht gegenseitig zu behindern.

Dr. Berthold Heinecke, Fachmann für denkmalgeschützte Objekte, wird den Bürgerverein in seinem Vorhaben unterstützen. Bei einem Treffen vor Ort waren neben Vertretern des Bürgervereins auch Pfarrer Thomas Vesterling und Christine Sobczyk vom Gemeindekirchenrat zugegen, um nötige Arbeiten abzustimmen. Die Kirchenmauern sind bereits zum größten Teil neu verfugt, der Teil direkt über dem Mausoleum wurde jedoch bisher ausgespart. Gemeindekirchenrat und Bürgerverein wollten abstimmen, wie die Arbeiten zeitlich eingetaktet werden können, um sich nicht gegenseitig zu behindern. Eventuell ein Gerüst gemeinsam zu nutzen, um kostengünstiger zu arbeiten, wird allerdings wahrscheinlich nicht gelingen. Die Rüstung müsse für beide Vorhaben anders aufgebaut werden, erklärte Dr. Heinecke, der auch die Bauvorhaben der Kirchgemeinde betreut. Die Kirchgemeinde werde sich daher jetzt schnellstmöglich um die Verfugung der Kirchenmauer über dem Mausoleumdach bemühen, schlussfolgerte der Pfarrer. Der Bürgerverein indes konzentriert sich jetzt darauf, Anträge auf Förderung des Vorhabens zu stellen, steckte Vereinsvorsitzender Heiko Kloß die nächsten Schritte ab. Dabei müssen Fristen eingehalten werden. Um Unterstützung soll bei der Deutschen Stiftung Denkmalschutz gebeten werden, ebenso bei Lotto-Toto. Außerdem setzt der Bürgerverein, der auch Mitglied in der Lokalen Aktionsgruppe Flechtinger Höhenzug ist, darauf, auch Förderung aus dem neuen Leader-Programm zu bekommen. Die nächste bauliche Etappe ist die Erneuerung des Dachs des Mausoleums. Dabei muss allerdings auch der Übergang zum Sandstein im oberen Bereich des Bauwerks mit angefasst werden, stellte Dr. Heinecke fest.

„Das Mausoleum ist aus geschichtlichen, kulturell-künstlerischen und städtebaulichen Gründen als Baudenkmal … ins nachrichtliche Denkmalverzeichnis eingetragen. Die Eintragung besteht in Sachgesamtheit mit der Kirche“, hatte das Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt dem Bürgerverein vor zwei Jahren mitgeteilt. Weiter heißt es, das Mausoleum des Markgrafen sei ein komplexes Kulturdenkmal von hohem Rang, das in seiner Bedeutung nicht durch die Sachgesamtheit mit der Kirche geschmälert werde. Ihm komme überregionale Bedeutung zu. An der Erhaltung und Instandsetzung des Bauwerks bestehe damit ein erhöhtes öffentliches Interesse. Auf diese Einschätzung setzt der Bürgerverein beim Antrag auf Förderung. Zum Landesamt für Denkmalpflege soll erneut Kontakt aufgenommen werden, um Unterstützung für die Anträge zu erhalten.

Am Tag des offenen Denkmals, dem 11. September, wird der Bürgerverein mit einem Aktionstag erneut auf das Vorhaben aufmerksam machen. Im Heimat- und Apothekenmuseum wird eine neue Sonderausstellung von Weferlinger Hobbykünstlern eröffnet. Der Aussichtsturm kann bestiegen werden und vieles mehr.

Die Spendensammlung geht weiter. Zum Denkmaltag wird der Bürgerverein auch wieder den neuen Weferlinger Kalender präsentieren. Die Erlöse des jeweiligen Jahreskalenders werden wie viele andere Einnahmen von Aktionen für die Sanierung des Mausoleums angespart. Wer den Verein unterstützen möchte, kann Geldspenden bei der Volksbank Helmstedt, IBAN: DE94271900820798139200, BIC: GENODEF1HMS, Kennwort: Mausoleum überweisen.

Vorstandswahl des Bürgervereins Weferlingen e.V.

Nach dem Rücktritt des langjährigen Vereinsvorsitzenden Gerald Wolters fand am 10.06.2016 die Vorstandswahl des Bürgervereins statt. 27 Vereinsmitglieder hatten sich in der Touristinformation eingefunden. Gerd Müller leitete die Versammlung und erläuterte kurz die Rücktrittsgründe von Gerald Wolters. Nach Verlesung der bisherigen Aktivitäten im Zeitraum Januar bis Juni 2016 und dem Kassenbericht von Schatzmeisterin Heike Bernstorff, wurde der Vorstand einstimmig entlastet. Danach wurde Joachim Hoeft als Wahlleiter von allen Anwesenden gewählt. Er übernahm dann die Leitung der Wahl. In geheimer Abstimmung wurden in Einzelwahlgängen der Vorstandsvorsitzende, der 1. und 2. Stellvertreter und die Schatzmeisterin gewählt. Heiko Kloß stellte sich als Kandidat für den Vereinsvorsitz zur Verfügung. Stefan Radtke und Jana Eichelmann als Stellvertreter und Heike Bernstorff als Schatzmeister. Da Jana Eichelmann als Kassenprüfer für den Verein tätig war, trat sie vor ihrer Wahl zum 2. Stellvertreter von ihrem Amt zurück. Alle Kandidaten wurden mit jeweils 27 Ja- Stimmen und somit einstimmig gewählt. Am Ende der Wahl wurde Anne- Katrin Stickl als Kandidat für den Posten des Kassenprüfers gewonnen. Sie erhielt ebenfalls 27 Ja- Stimmen. Der neue Vorstand des Bürgervereins Weferlingen e.V.

Vereinsvorsitzender: Heiko Kloß

1. Stellvertreter: Stefan Radtke

2. Stellvertreter: Jana Eichelmann

Schatzmeister: Heike Bernstorff

 

Fahrradsternfahrt nach Behnsdorf

Am Samstag den 2. Juli fand die Aller- Elbe Spritztour nach Behnsdorf statt. Die Weferlinger starteten um 10.15 Uhr von der Allerbrücke am Steinweg.SCN_0003

Vorher wurde natürlich wieder Wasser geschöpft und den Radlern mit auf den Weg gegeben.

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Der Markgraf Friedrich- Christian (Lutz-Otto Westphal) und der Museumsleiter Gerd Müller beim Wasserschöpfen

Leicht durchnässt aber zufrieden, Fahradfahrer aus Weferlingen im Behnsdorfer Festzelt .

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Die weiteste Anreise hatte die Familie Beising, Tochter, Enkeltochter und Schwiegersohn von Vereinsmitglied Bernd Hoffmann (Bildmitte). Sie leben in Dubai und machen Urlaub in Weferlingen. Links, Nicole und Heiko Kloß und rechts deren Tochter.

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Der Informationsstand des Bürgervereins Weferlingen mit Harald Märtens, Kirschkönigin Celina und Gerd Müller. (von rechts)

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Aufstellung zum Wasser zusammengießen. Mathias Weiß, Bördekönigin Sylvia, Lindenkönigin Konni, Kirschkönigin Celina, Markgraf Friedrich Christian, Dieter Schwarz,der Wolmirstedter Vertreter und Wolfgang Schramm (von links) leerten ihre mitgebrachten Krüge voller Wasser aus ihren Heimatflüssen

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Wasser sammeln zum Angießen des neu zu pflanzenden Baumes.

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Da Behnsdorf das Dorf der Linden ist, hat Dieter Schwarz eine Lärche mitgebracht. „Linden gibt es schon genug, es müssen hier auch mal andere Bäume wachsen.“ Seine Worte lösten große Erheiterung aus.

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Das Pflanzloch ist reichlich groß…

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Jetzt wird das kleine Bäumchen angegossen.

 

Hier der Volksstimmeartikel vom 04.07.2016

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Der internationale Museumstag 2016 in Weferlingen

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Riesenblasen

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Die Enkeltochter zeigt ihrer Omi wie es geht!

Am Sonntag den 22. Mai 2016 fand die Öffnung des Heimat- und Apothekenmuseums und des Bergfrieds unter dem Motto „Museen in der Kulturlandschaft“ statt. In der historischen Apotheke konnte man Pillendrehen und Kräutersalze herstellen. Die neue Adolf Grimme Ausstellung im Obergeschoss war zu besichtigen und bei Kaffee und Kuchen wurde so mancher Plausch gehalten . Bei schönstem Wetter wurde der Blick vom Grauen Harm mit frischem Grün von blühenden Bäumen und Sträuchern belohnt. Eine besondere Attraktion war das Seifenblasen ziehen. Anne Stickl, unsere „Frau Anne“ aus der Apotheke, hat ganz liebe Menschen kennengelernt, die die Seifenblasentechnik beherrschen und dabei „Spiegelbilder“ machen. Thomas Brandes ist einer von ihnen. Er hat seine „Spiegelbilder“ auf facebook zur Verfügung gestellt.  Die Kinder, Eltern und Großeltern waren begeistert von dem Farbenzauber. Natürlich möchten wir uns bei allen Helfern, ob Vereinsmitglieder, dem Eismann, den Kuchenbäckern oder den „Seifenbläsern“ recht herzlich für den gelungenden Tag bedanken.

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Christine- unsere gute Seele im Burgladen

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Der Kuchen schmeckt lecker!

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Sichtlichen Spaß hatten auch die Eltern

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Frühling in Weferlingen

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Ein schattiges Plätzchen bei ca. 28 Grad wurde gern angenommen

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Eis geht immer!!!

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„So große Blasen kann nur ich…..“

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In der Apotheke wurde fleißig gewerckelt, wer hat so etwas schon zu Hause?

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Die Helfer und Mitglieder des Bürgervereins, aber es waren noch viel mehr im Einsatz. Vielen Dank!!!

Arbeiten am Fundament des Mausoleums haben begonnen!

Am 14. April 2016 begann die maurermäßige Instandsetzung des Sandsteinsockels unseres Mausoleums. Besonders große Schäden sind an den Postamenten, auf denen die Säulen ruhen, zu erkennen.

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Ein Mitarbeiter der Baugesellschaft Athanasiadis aus Wolfsburg legt das alte Postament frei. Auf der rechten Seite ist der Sockel schon saniert.

Um ein Abrutschen der Säulen zu vermeiden, was die weitere Restaurierung für unseren Verein unmöglich machen würde, haben wir uns entschlossen, diese Arbeiten fachgerecht durchzuführen zu lassen. Damit wird unser Mausoleum wieder auf soliden Füßen stehen. Die Baugesellschaft Athanasiadis aus Wolfsburg wurde mit den Arbeiten beauftragt.

Neuer Vorstand im Bürgerverein Weferlingen

Am 18. März fand die Jahreshauptversammlung des Bürgervereins statt. Neben der Rechenschaftslegung über das Jahr 2015 und die Vorlage des Arbeitsplanes für das Jahr 2016, fand die Neuwahl des Vorstandes des Bürgervereins statt. Die stellvertretenden Vereinsvorsitzenden Gerd Müller und Marita Bullmann hatten im Vorfeld ihre Mandatsniederlegung dem Vereinsvorsitzenden Gerald Wolters mitgeteilt. Zur Neuwahl standen dann Heiko Kloß und Stefan Radtke für die Stellvertreterposten des Bürgervereinsvorsitzenden. Heike Bernstorff und Gerald Wolters stellten sich erneut zur Wahl. Im Wahldurchgang wurden alle Kandidaten einstimmig von den anwesenden Vereinsmitgliedern gewählt. Gerd Müller, der aus gesundheitlichen Gründen nicht an der Versammlung teilnehmen konnte, wurde in Abwesenheit verabschiedet. Stellvertretent wurde der Blumenstrauß an seine Frau Helga Müller, die auch Mitglied des Bürgervereins ist, übergeben. Marita Bullmann wurde persönlich vom Vereinsvorsitzenden Gerald Wolters verabschiedet.

Verabschiedung von Marita Bullmann durch Gerald Wolters

Verabschiedung von Marita Bullmann durch Gerald Wolters

Der neue Vorstand setzt sich wie folgt zusammen: Gerald Wolters Vereinsvorsitzender, Heiko Kloß und Stefan Radtke Stellvertreter des Vereinsvorsitzenden und Heike Bernstorff Schatzmeister.

Der neue Vorstand des Bürgervereins Weferlingen

Der neue Vorstand des Bürgervereins Weferlingen

 

Antwort auf „Kein Erlass für den Bürgerverein“ Volksstimme vom 4. März 2016

Hier können Sie den vollständigen Artikel zur Sitzung des Hauptausschusses der Stadt Oebisfelde-Weferlingen nachlesen. (Volksstimme 04.03.2016)

 

Zum Artikel „Kein Erlass für den Bürgerverein“ vom 4. März 2016 erreichte die Redaktion folgender Leserbrief.

Im Artikel ging es um eine Sitzung des Hauptausschusses der Einheitsgemeinde Oebisfelde-Weferlingen.

Volksstimme vom 08.03.2016

Der Ausschuss hatte den Antrag des Bürgervereins Weferlingen auf den Erlass eines Teils der Miete zur Nutzung des Versammlungsraumes im Feuerwehrhaus in Weferlingen für die Jahresversamm-lung abgelehnt.Der Bürgerverein Weferlingen ist ein gemeinnütziger Verein mit dem Satzungszweck: Förderung der Denkmalpflege, Musik, bildender Kunst, Literatur, Brauchtum und volks-künstlerische Tätigkeiten, Erforschung und Darstellung der Heimatgeschichte, sowie Arbeiten auf dem Gebiet des Natur- und Umweltschutzes.Der aufmerksame Leser der Volksstimme ist durch unsere Öffent-keitsarbeit über unsere Projekte informiert. Ich möchte aber an dieser Stelle näher erläutern, wie die finanziellen Mittel aus den Einnahmen unserer Sponsoren und aus den Veranstaltungen des Bürgervereins verwendet werden. Eines unserer ersten großen Projekte war die Erforschung des Technischen Denkmals „Preußischer Meilenstein“, die Bergung, Restaurierung und Neuaufstellung des Denkmals auf dem Friedrichplatz in Weferlingen. Die Restaurierung des Denkmales unseres Markgrafen Friedrich Christian von Kulmbach-Bayreuth auf dem Kirchberg ist mit Kosten in Höhe von 8000 Euro realisiert worden. Diese Büste wurde einst vom früheren Bürgerverein errichtet. Weiterhin haben wir das Wirken von Maximilian Wahnschaffe, des Weferlinger Gelehrten und Entomologen des 19. Jahrhunderts erforscht, eine Rasenfläche am Gutshof neu gestaltet, um dort anlässlich seines 130. Todestages in 2014 einen Gedenkstein und zwei Bänke aufzustellen.Auch sein Grab auf dem Weferlinger Friedhof konnten wir finden, der dort befindliche sehr zerstörte Grabkreuzsockel wird aktuell fachgerecht restauriert und wir werden das historische Grab anschließend wieder herrichten. Im Weferlinger Heimat- und Apothekenmuseum ist der Dachboden ausschließlich von Vereinsmitgliedern in 350 Arbeitsstunden ausgebaut worden. Die Unterhaltung des Museums und des Burgturmes wird von unseren Vereinsmitgliedern ehrenamtlich jährlich mit etwa 600 Arbeitsstunden gewährleistet . Die bedeutende Schmetterlingssammlung von Alfred Fischer wurde auf Initiative des Bürgervereins und mit seinen finanziellen Mitteln von Mitgliedern der Entomologi-schen Gesellschaft Magdeburg aufwändig restauriert und für kommende Generationen vor dem Verfall bewahrt. Die bisherigen Ausgaben für die Erforschung der Geschichte des Mausoleums des Mark-grafen Friedrich Christian von Kulmbach-Bayreuth, die Vorbereitung zur Restaurierung, die erforderliche Notreparatur und die Erstellung eines denkmalrechtlichen Baugutachtens haben bisher Kosten in Höhe von etwa 9000 Euro verursacht. Darüber hinaus ist in 2016 die dringend notwendige Sockelsanierung geplant, um die Standfestigkeit dieses kulturhistorisch einzigartigen, äußerst wertvollen gesamten Bauwerkes zu erhalten. Für sämtliche Veranstaltungen, die wir im Feuerwehr-saal durchführen, zahlen wir Nutzungsgebühren, so für die kostenfreien Puppentheaternachmittage oder Angebote zur Eröffnung von Sonderausstellungen im Museum. Für die Lagerbox, in der Exponate aus dem Museum oder auch Weihnachtsdekoration für den jährlich stattfindenden Weih-nachtsmarkt lagern, werden jährlich 60 Euro Nutzungsgebühren fällig. Erwähnenswert ist es wei-terhin, dass unsere historische Markgrafenfamilie und unsere Kirschkönigin regelmäßig an diversen Umzügen in Nah und Fern teilnehmen und unseren Ort dabei erfolgreich repräsentieren, das ist nicht zum Nulltarif.Bei unserer Forschungsarbeit müssen regelmäßig Archive in Haldensleben, Magdeburg etc. besucht werden, die dazu notwendigen Hin- und Rückfahrten werden von den Vereinsmitgliedern privat finanziert. Unser Verein ist auch in der LAG Flechtinger Höhenzug engagiert und stellt dort ein Vorstandsmitglied. Auch dieses Engagement ist nicht kostenlos. Wie erwirtschaften wir dieses Geld? Anlässlich von Veranstaltungen, bei denen wir Getränke und Speisen verkaufen, können wir Einnahmen erzielen, aber auch hier will die Stadt ihre Gebühren. Wir geben alljährlich einen Kalender heraus, bieten Postkarten vom Mausoleum und Heimatgeschichtshefte an und vieles mehr in dieser Richtung. Sponsoring ist ein wichtiger Baustein für die Vereinsarbeit. Hier sprechen wir potenzielle Spender persönlich an. Wir machen in unserer Tageszeitung, der „Volksstimme“, oder auf unserer Homepage auf unsere jeweiligen Projekte aufmerksam und schreiben unzählige Briefe und bitten dabei um Unterstützung. Wir freuen uns dann auch besonders über einen gespendeten Euro eines nicht so gut betuchten Rentners. Die Stadträtin Sabine Bastigkeit (Die Linke) findet es lachhaft, sich um kleine Summen zu bemühen und meint, dass es das Papier nicht wert ist. Uns ist es dieses Papier aber sehr wohl wert. In diesem konkreten Fall „Spenden bitte an die Stadtverwaltung“ war das Papier nach dieser Aussprache im Stadtrat umsonst. Das kommt beim Spendensammeln, wie jeder weiß, schon mal vor… Liebe Sponsoren und Mitglieder von Vereinen, wir sollten uns unser Engagement für unsere Bürger in den einzelnen Ortsteilen von solchen Stadträten nicht nehmen lassen. Denken wir daran, dass uns die Stadträte abends die Stra-ßenbeleuchtung ausgeschaltet haben, wir aber trotzdem den Weg in unsere Vereinslokale gefunden haben.

Gerald Wolters ,Vorsitzender Bürgerverein Weferlingen

Nachtrag zum Benefizturnier im Juni 2015

Zur Vorstandssitzung des Bürgervereins Weferlingen am 02.03.2016 erschienen Burkhard Hering und Marco Radl vom MTV Weferlingen. Sie waren die Hauptinitiatoren des Benefizturniers zu Gunsten der Restaurierung des Markgrafenmausoleums in Weferlingen. Nach der Scheckübergabe im Juli, zum Schul- und Markgrafenfest im Juli durch Maik Hackert, wurde nun eine Collage von Fotos, der Veranstaltung im Juni, überreicht. Dieses Bild wird einen würdigen Platz im Museum erhalten.

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Übergabe einer Bildzusammenstellung vom Benefizturnier zu Gunsten unseres Museums durch Burkhard Hering und Marco Radel vom MTV an den Bürgerverein.

 

Der Weferlinger Bürgerverein hat ein Poesiealbum einer Weferlingerin mit der Originalhandschrift von Adolf Grimme entdeckt – und gekauft.

Heike Bernstorff vom Vorstand des Bürgervereins betrachtet das Poesiealbum mit dem Eintrag und den Brief von Adolf Grimme. Foto: Anett Roisch

Heike Bernstorff vom Vorstand des Bürgervereins betrachtet das Poesiealbum mit dem Eintrag und den Brief von Adolf Grimme.

Foto und Text: Anett Roisch (Volksstimme vom 29.02.2016)

Der Weferlinger Bürgerverein ist bei der Erforschung der Regionalgeschichte wieder ein gutes Stück vorangekommen, und zwar durch eine Entdeckung im Internet.

Vor vier Jahren hatte der Bürgerverein eine Sonderausstellung über den Pädagogen und Politiker Adolf Grimme (1889 – 1963) unter dem Titel „Vom Weferlinger Beamtenjungen zum preußischen Minister“ präsentiert, denn Grimmes Vater war in Weferlingen Bahnhofsvorsteher. Adolf Grimme besuchte von 1896 bis 1900 die Volksschule in Weferlingen, wechselte danach auf das Gymnasium Sangerhausen. Da sein Vater 1906 starb, verließ seine Mutter den Ort. Adolf Grimme blieb Weferlingen aber zeitlebens verbunden. Er stand weiter mit ehemaligen Mitschülern in Verbindung. So korrespondierte er zeitlebens mit Otto Krebs in Weferlingen. Das ist sogar mit Briefen belegt, die Dieter Sauerzweig in einer Zusammenfassung von Grimmes unwahrscheinlich intensiver Korrespondenz veröffentlicht hat.

Mit dem Poesiealbum einer ehemaligen Weferlinger Mitschülerin von Grimme, das der Verein im Internet fand und ersteigerte, verfügt der Verein jetzt auch über eine Originalhandschrift des Politikers. In dem Poesiealbum befindet sich eine Widmung von Adolf Grimme im Jahr 1900. „Vertrau auf Gott in fester Liebe und halte treulich sein Gebot; und wird dein Leben dir auch trübe, vertrau auf Gott in Glück und Not. Und glaubt dein Herz vor Schmerz zu brechen, vertrau auf Gott und zage nicht, und glaube fest an sein Versprechen. Der Herr verlässt die Seinen nicht.“ Unterschrieben hatte der damals Zehnjährige mit „Zur freundlichen Erinnerung an deinen Freund Adolf Grimme“.

Margarete Steffens, wahrscheinlich geborene Dittmar, der das Poesiealbum gehörte, muss aber auch den ehemaligen Mitschüler nie aus den Augen verloren haben. Im Poesiealbum lag nämlich auch eine Zeitungsnotiz aus dem Jahr 1931 mit der Überschrift „Der Sohn des Kultusministers Grimme tödlich verunglückt“. Grimme hatte zwei Söhne und eine Tochter. Sein Sohn Eckard wurde von einem Lkw überfahren. Der 12-Jährige hatte sich mit einem Freund mit dem Fahrrad an einen Lastkraftwagen gehängt. Als der Lkw schleuderte, verloren die Jungen den Halt, stürzten und kamen unter die Räder des Anhängers. Eckard Grimme starb an den Verletzungen. Margarete Steffens hatte dem damaligen Kultusminister offensichtlich kondoliert, denn in Poesiealbum lag auch Grimmes Antwort: „Das menschliche Mitfühlen, das wir in diesen Tagen erfahren haben, hilft mittragen. Wir sind dankbar dafür“, schrieben Adolf und Mascha Grimme.

Belegt ist sein Besuch als damaliger preußischer Minister für Kunst und Wissenschaft 1931 in seiner alten Schule in Weferlingen, wo er völlig unerwartet erschienen war. Er unterstützte die Schule auch weiterhin. Auch an der Begründung der einstigen Aufbauschule, heute Gymnasium, hatte Grimme Anteil. „Als ich in den 20er Jahren Oberschulrat in Magdeburg war, habe ich übrigens in Erinnerung daran, dass ich, um eine höhere Schule besuchen zu können, schon sehr jung von Haus weg musste, geholfen, dass in unserem Heimatort eine Aufbauschule gegründet wurde“, schrieb er sehr viel später an seinen Freund Otto Krebs.

Der Bürgerverein plant nun, eine Vitrine zu Adolf Grimme auszugestalten. Ausgangspunkt ist das gerade erworbene Poesiealbum.

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