Neuer Vorstand im Bürgerverein Weferlingen

Am 18. März fand die Jahreshauptversammlung des Bürgervereins statt. Neben der Rechenschaftslegung über das Jahr 2015 und die Vorlage des Arbeitsplanes für das Jahr 2016, fand die Neuwahl des Vorstandes des Bürgervereins statt. Die stellvertretenden Vereinsvorsitzenden Gerd Müller und Marita Bullmann hatten im Vorfeld ihre Mandatsniederlegung dem Vereinsvorsitzenden Gerald Wolters mitgeteilt. Zur Neuwahl standen dann Heiko Kloß und Stefan Radtke für die Stellvertreterposten des Bürgervereinsvorsitzenden. Heike Bernstorff und Gerald Wolters stellten sich erneut zur Wahl. Im Wahldurchgang wurden alle Kandidaten einstimmig von den anwesenden Vereinsmitgliedern gewählt. Gerd Müller, der aus gesundheitlichen Gründen nicht an der Versammlung teilnehmen konnte, wurde in Abwesenheit verabschiedet. Stellvertretent wurde der Blumenstrauß an seine Frau Helga Müller, die auch Mitglied des Bürgervereins ist, übergeben. Marita Bullmann wurde persönlich vom Vereinsvorsitzenden Gerald Wolters verabschiedet.

Verabschiedung von Marita Bullmann durch Gerald Wolters

Verabschiedung von Marita Bullmann durch Gerald Wolters

Der neue Vorstand setzt sich wie folgt zusammen: Gerald Wolters Vereinsvorsitzender, Heiko Kloß und Stefan Radtke Stellvertreter des Vereinsvorsitzenden und Heike Bernstorff Schatzmeister.

Der neue Vorstand des Bürgervereins Weferlingen

Der neue Vorstand des Bürgervereins Weferlingen

 

Antwort auf „Kein Erlass für den Bürgerverein“ Volksstimme vom 4. März 2016

 

 

Zum Artikel „Kein Erlass für den Bürgerverein“ vom 4. März 2016 erreichte die Redaktion folgender Leserbrief.

Im Artikel ging es um eine Sitzung des Hauptausschusses der Einheitsgemeinde Oebisfelde-Weferlingen.

 

Der Ausschuss hatte den Antrag des Bürgervereins Weferlingen auf den Erlass eines Teils der Miete zur Nutzung des Versammlungsraumes im Feuerwehrhaus in Weferlingen für die Jahresversamm-lung abgelehnt.Der Bürgerverein Weferlingen ist ein gemeinnütziger Verein mit dem Satzungszweck: Förderung der Denkmalpflege, Musik, bildender Kunst, Literatur, Brauchtum und volks-künstlerische Tätigkeiten, Erforschung und Darstellung der Heimatgeschichte, sowie Arbeiten auf dem Gebiet des Natur- und Umweltschutzes.Der aufmerksame Leser der Volksstimme ist durch unsere Öffent-keitsarbeit über unsere Projekte informiert. Ich möchte aber an dieser Stelle näher erläutern, wie die finanziellen Mittel aus den Einnahmen unserer Sponsoren und aus den Veranstaltungen des Bürgervereins verwendet werden. Eines unserer ersten großen Projekte war die Erforschung des Technischen Denkmals „Preußischer Meilenstein“, die Bergung, Restaurierung und Neuaufstellung des Denkmals auf dem Friedrichplatz in Weferlingen. Die Restaurierung des Denkmales unseres Markgrafen Friedrich Christian von Kulmbach-Bayreuth auf dem Kirchberg ist mit Kosten in Höhe von 8000 Euro realisiert worden. Diese Büste wurde einst vom früheren Bürgerverein errichtet. Weiterhin haben wir das Wirken von Maximilian Wahnschaffe, des Weferlinger Gelehrten und Entomologen des 19. Jahrhunderts erforscht, eine Rasenfläche am Gutshof neu gestaltet, um dort anlässlich seines 130. Todestages in 2014 einen Gedenkstein und zwei Bänke aufzustellen.Auch sein Grab auf dem Weferlinger Friedhof konnten wir finden, der dort befindliche sehr zerstörte Grabkreuzsockel wird aktuell fachgerecht restauriert und wir werden das historische Grab anschließend wieder herrichten. Im Weferlinger Heimat- und Apothekenmuseum ist der Dachboden ausschließlich von Vereinsmitgliedern in 350 Arbeitsstunden ausgebaut worden. Die Unterhaltung des Museums und des Burgturmes wird von unseren Vereinsmitgliedern ehrenamtlich jährlich mit etwa 600 Arbeitsstunden gewährleistet . Die bedeutende Schmetterlingssammlung von Alfred Fischer wurde auf Initiative des Bürgervereins und mit seinen finanziellen Mitteln von Mitgliedern der Entomologi-schen Gesellschaft Magdeburg aufwändig restauriert und für kommende Generationen vor dem Verfall bewahrt. Die bisherigen Ausgaben für die Erforschung der Geschichte des Mausoleums des Mark-grafen Friedrich Christian von Kulmbach-Bayreuth, die Vorbereitung zur Restaurierung, die erforderliche Notreparatur und die Erstellung eines denkmalrechtlichen Baugutachtens haben bisher Kosten in Höhe von etwa 9000 Euro verursacht. Darüber hinaus ist in 2016 die dringend notwendige Sockelsanierung geplant, um die Standfestigkeit dieses kulturhistorisch einzigartigen, äußerst wertvollen gesamten Bauwerkes zu erhalten. Für sämtliche Veranstaltungen, die wir im Feuerwehr-saal durchführen, zahlen wir Nutzungsgebühren, so für die kostenfreien Puppentheaternachmittage oder Angebote zur Eröffnung von Sonderausstellungen im Museum. Für die Lagerbox, in der Exponate aus dem Museum oder auch Weihnachtsdekoration für den jährlich stattfindenden Weih-nachtsmarkt lagern, werden jährlich 60 Euro Nutzungsgebühren fällig. Erwähnenswert ist es wei-terhin, dass unsere historische Markgrafenfamilie und unsere Kirschkönigin regelmäßig an diversen Umzügen in Nah und Fern teilnehmen und unseren Ort dabei erfolgreich repräsentieren, das ist nicht zum Nulltarif.Bei unserer Forschungsarbeit müssen regelmäßig Archive in Haldensleben, Magdeburg etc. besucht werden, die dazu notwendigen Hin- und Rückfahrten werden von den Vereinsmitgliedern privat finanziert. Unser Verein ist auch in der LAG Flechtinger Höhenzug engagiert und stellt dort ein Vorstandsmitglied. Auch dieses Engagement ist nicht kostenlos. Wie erwirtschaften wir dieses Geld? Anlässlich von Veranstaltungen, bei denen wir Getränke und Speisen verkaufen, können wir Einnahmen erzielen, aber auch hier will die Stadt ihre Gebühren. Wir geben alljährlich einen Kalender heraus, bieten Postkarten vom Mausoleum und Heimatgeschichtshefte an und vieles mehr in dieser Richtung. Sponsoring ist ein wichtiger Baustein für die Vereinsarbeit. Hier sprechen wir potenzielle Spender persönlich an. Wir machen in unserer Tageszeitung, der „Volksstimme“, oder auf unserer Homepage auf unsere jeweiligen Projekte aufmerksam und schreiben unzählige Briefe und bitten dabei um Unterstützung. Wir freuen uns dann auch besonders über einen gespendeten Euro eines nicht so gut betuchten Rentners. Die Stadträtin Sabine Bastigkeit (Die Linke) findet es lachhaft, sich um kleine Summen zu bemühen und meint, dass es das Papier nicht wert ist. Uns ist es dieses Papier aber sehr wohl wert. In diesem konkreten Fall „Spenden bitte an die Stadtverwaltung“ war das Papier nach dieser Aussprache im Stadtrat umsonst. Das kommt beim Spendensammeln, wie jeder weiß, schon mal vor… Liebe Sponsoren und Mitglieder von Vereinen, wir sollten uns unser Engagement für unsere Bürger in den einzelnen Ortsteilen von solchen Stadträten nicht nehmen lassen. Denken wir daran, dass uns die Stadträte abends die Stra-ßenbeleuchtung ausgeschaltet haben, wir aber trotzdem den Weg in unsere Vereinslokale gefunden haben.

Gerald Wolters ,Vorsitzender Bürgerverein Weferlingen

Nachtrag zum Benefizturnier im Juni 2015

Zur Vorstandssitzung des Bürgervereins Weferlingen am 02.03.2016 erschienen Burkhard Hering und Marco Radl vom MTV Weferlingen. Sie waren die Hauptinitiatoren des Benefizturniers zu Gunsten der Restaurierung des Markgrafenmausoleums in Weferlingen. Nach der Scheckübergabe im Juli, zum Schul- und Markgrafenfest im Juli durch Maik Hackert, wurde nun eine Collage von Fotos, der Veranstaltung im Juni, überreicht. Dieses Bild wird einen würdigen Platz im Museum erhalten.

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Übergabe einer Bildzusammenstellung vom Benefizturnier zu Gunsten unseres Museums durch Burkhard Hering und Marco Radel vom MTV an den Bürgerverein.

 

Der Weferlinger Bürgerverein hat ein Poesiealbum einer Weferlingerin mit der Originalhandschrift von Adolf Grimme entdeckt – und gekauft.

Heike Bernstorff vom Vorstand des Bürgervereins betrachtet das Poesiealbum mit dem Eintrag und den Brief von Adolf Grimme. Foto: Anett Roisch

Heike Bernstorff vom Vorstand des Bürgervereins betrachtet das Poesiealbum mit dem Eintrag und den Brief von Adolf Grimme.

Foto und Text: Anett Roisch (Volksstimme vom 29.02.2016)

Der Weferlinger Bürgerverein ist bei der Erforschung der Regionalgeschichte wieder ein gutes Stück vorangekommen, und zwar durch eine Entdeckung im Internet.

Vor vier Jahren hatte der Bürgerverein eine Sonderausstellung über den Pädagogen und Politiker Adolf Grimme (1889 – 1963) unter dem Titel „Vom Weferlinger Beamtenjungen zum preußischen Minister“ präsentiert, denn Grimmes Vater war in Weferlingen Bahnhofsvorsteher. Adolf Grimme besuchte von 1896 bis 1900 die Volksschule in Weferlingen, wechselte danach auf das Gymnasium Sangerhausen. Da sein Vater 1906 starb, verließ seine Mutter den Ort. Adolf Grimme blieb Weferlingen aber zeitlebens verbunden. Er stand weiter mit ehemaligen Mitschülern in Verbindung. So korrespondierte er zeitlebens mit Otto Krebs in Weferlingen. Das ist sogar mit Briefen belegt, die Dieter Sauerzweig in einer Zusammenfassung von Grimmes unwahrscheinlich intensiver Korrespondenz veröffentlicht hat.

Mit dem Poesiealbum einer ehemaligen Weferlinger Mitschülerin von Grimme, das der Verein im Internet fand und ersteigerte, verfügt der Verein jetzt auch über eine Originalhandschrift des Politikers. In dem Poesiealbum befindet sich eine Widmung von Adolf Grimme im Jahr 1900. „Vertrau auf Gott in fester Liebe und halte treulich sein Gebot; und wird dein Leben dir auch trübe, vertrau auf Gott in Glück und Not. Und glaubt dein Herz vor Schmerz zu brechen, vertrau auf Gott und zage nicht, und glaube fest an sein Versprechen. Der Herr verlässt die Seinen nicht.“ Unterschrieben hatte der damals Zehnjährige mit „Zur freundlichen Erinnerung an deinen Freund Adolf Grimme“.

Margarete Steffens, wahrscheinlich geborene Dittmar, der das Poesiealbum gehörte, muss aber auch den ehemaligen Mitschüler nie aus den Augen verloren haben. Im Poesiealbum lag nämlich auch eine Zeitungsnotiz aus dem Jahr 1931 mit der Überschrift „Der Sohn des Kultusministers Grimme tödlich verunglückt“. Grimme hatte zwei Söhne und eine Tochter. Sein Sohn Eckard wurde von einem Lkw überfahren. Der 12-Jährige hatte sich mit einem Freund mit dem Fahrrad an einen Lastkraftwagen gehängt. Als der Lkw schleuderte, verloren die Jungen den Halt, stürzten und kamen unter die Räder des Anhängers. Eckard Grimme starb an den Verletzungen. Margarete Steffens hatte dem damaligen Kultusminister offensichtlich kondoliert, denn in Poesiealbum lag auch Grimmes Antwort: „Das menschliche Mitfühlen, das wir in diesen Tagen erfahren haben, hilft mittragen. Wir sind dankbar dafür“, schrieben Adolf und Mascha Grimme.

Belegt ist sein Besuch als damaliger preußischer Minister für Kunst und Wissenschaft 1931 in seiner alten Schule in Weferlingen, wo er völlig unerwartet erschienen war. Er unterstützte die Schule auch weiterhin. Auch an der Begründung der einstigen Aufbauschule, heute Gymnasium, hatte Grimme Anteil. „Als ich in den 20er Jahren Oberschulrat in Magdeburg war, habe ich übrigens in Erinnerung daran, dass ich, um eine höhere Schule besuchen zu können, schon sehr jung von Haus weg musste, geholfen, dass in unserem Heimatort eine Aufbauschule gegründet wurde“, schrieb er sehr viel später an seinen Freund Otto Krebs.

Der Bürgerverein plant nun, eine Vitrine zu Adolf Grimme auszugestalten. Ausgangspunkt ist das gerade erworbene Poesiealbum.

Stück für Stück wird Mausoleum saniert

Volksstimme vom 05.02.2016
Gerald Wolters zeigt an Aktionstagen wie dem Tag des offenen Denkmals öfter die Teile einer Figur, die einst auf dem Dach des Mausoleums stand. Die Figur ist nicht mehr komplett erhalten.

Gerald Wolters zeigt an Aktionstagen wie dem Tag des offenen Denkmals öfter die Teile einer Figur, die einst auf dem Dach des Mausoleums stand. Die Figur ist nicht mehr komplett erhalten.

Der Bürgerverein Weferlingen hofft, das Mausoleum des Markgrafen von Kulmbach-Bayreuth bis zu seinem 250. Todestag sanieren zu können.

Von Anett Roisch

Gerald Wolters, Vorsitzender des Bürgervereins Weferlingen setzt darauf, dass 2017 mit der grundlegenden Sanierung des Mausoleums des Markgrafen Friedrich Christian von Kulmbach-Bayreuth begonnen werden kann. Der Verein hatte vor mehreren Jahren einen Vertrag mit der evangelischen Kirchgemeinde geschlossen, in dem vereinbart wurde, dass sich der Bürgerverein um die Sanierung des Mausoleums bemüht. Die Kirchgemeinde sah sich dazu nicht in der Lage. Das Mausoleum wurde im 18. Jahrhundert direkt an die St.-Lamberti-Kirche angebaut und gehört damit auch zur Kirchgemeinde.

Das Mausoleum ist eins der bedeutendsten barocken Denkmäler seiner Art in Norddeutschland. Der Halberstädter Baumeister Bartoli hat es von 1766 bis 1768 erbaut. Der Markgraf hatte sich dieses Grabmal erbauen lassen, weil ihm offensichtlich seine Kinderjahre in Weferlingen in bester Erinnerung waren. Sein Wunsch wurde allerdings nicht respektiert, er wurde in der Familiengrabstätte in Himmelkron in Franken beigesetzt. Friedrich Christian hatte in Verbundenheit zu Weferlingen hier auch die Markgräflich Kulmbach-Bayreuthsche Stiftung begründet, die Not lindern half. Die Stiftung hat Jahrhunderte überdauert, sie wurde in den vergangenen Jahren den neuen gesetzlichen Gegebenheiten angepasst.

Seiner Verbundenheit zu Weferlingen ist wohl auch die Inschrift auf der mit Ranken umgebenen Platte über der Tür zum Mausoleum zu erklären, die heißt: „Friedrich Christian, Prinz von Preußen, Markgraf zu Brandenburg-Kulmbach, hat sich noch bei Lebzeiten dieses Grabmal mit großen Kosten und noch größerer Frömmigkeit errichten lassen, um einst von demselben Boden, dem er entsprossen ist, aufgenommen zu werden, in heimischer Erde zu ruhen, und im Jahre 1766, nach Eintritt in sein 58. Lebensjahr, weihte er es seiner Asche. Ein frommer, glücklicher, gütiger und freigebiger Fürst ist ewigen Ruhmes wert. Wen seine Zeit bewundert, den bewundert auch die Nachwelt.“ Das Mausoleum ist ein imposantes Bauwerk, das schon von weitem auf dem Kirchberg vor dem Gotteshaus sichtbar ist. Dass sich auch viele Fremde das Denkmal ansehen, weiß kein anderer besser als Gerald Wolters. Denn er wohnt gleich nebenan.

Der Bürgerverein sammelt seit Jahren Spenden für die Sanierung des Mausoleums und trägt Erlöse von Aktionen zusammen, um die Eigenmittel zusammenzubekommen, die für dieses Vorhaben nötig sind. Dazu gehört beispielsweise alljährlich der Verkauf eines Weferlinger Kalenders, den Joachim Hoeft entwirft. Aber auch so manches Stück Kuchen wurde in alle den Jahren bereits für den guten Zweck verspeist, führt der Vereinsvorsitzende nur zwei Beispiele an.

Fast 10 000 Euro hat der Bürgerverein in den vergangenen Jahren bereits investiert, erläutert Gerald Wolters. Diese Summe ist unter anderem angefallen für ein bauliches Gutachten und für ganz dringende Sanierungsarbeiten, beispielsweise am Dach. Für das Gutachten hat der Verein einen Zuschuss aus der kreislichen Förderung für Leader-Projekte erhalten. Für die in den nächsten Jahren anstehenden Arbeiten setzt der Verein auf Förderung aus dem Leader-Programm.

Zunächst aber sind Arbeiten zur Sanierung des Fundaments geplant, die der Verein wieder allein bezahlt. Diese Arbeiten sind abhängig vom Wetter, sagt der Vereinsvorsitzende.

Die Vorbereitungen für den nächsten Schritt, der 2017 beginnen soll, laufen. „Zuerst müssen wir das Dach dicht machen, dafür hoffen wir auf Fördermittel“, erklärt Gerald Wolters. Rund 22 000 Euro sind für den Sanierungsabschnitt veranschlagt. Doch das ist längst nicht alles. Eine Figur ist bereits vor Jahren vom Dach gefallen, ob sie je wieder ersetzt werden kann, ist überaus fraglich, andere Arbeiten zur Sicherung des barocken Denkmals haben Vorrang.

Die einzelnen Schritte sollen in diesem Jahr weiter vorbereitet werden. Ziel des Vereins ist, das Mausoleum 2019 zum 250. Todestag des Markgrafen in größtenteils saniertem Zustand präsentieren zu können. Die Bewegung, das Erbe des Markgrafen aufzuarbeiten, war 2008 in Gang gekommen, als der 300. Geburtstag des Markgrafen mit einem großen Fest begangen wurde. Der Bürgerverein wurde dann auch erst aus der zuvor bestehenden Arbeitsgruppe Fachwerkstraße gegründet.

Der Markgraf Friedrich Christian hat von 1763 bis zu seinem Tod 1769 in Kulmbach-Bayreuth regiert. Vor ihm herrschten sein älterer Bruder Georg Friedrich Karl von 1726 bis 1735, dann sein Neffe Friedrich, der ebenfalls in Weferlingen geboren wurde, von 1735 bis 1763. Mit dem Tod von Friedrich Christian ging die Ära der so genannten Weferlinger Linie in der fränkischen Herrschaft zu Ende.

Das Heimat- und Apothekenmuseum hatte Besuch aus Brasilien

Am 27.01.2016 hatten wir Besuch aus Brasilien im Museum . Die Cousine von Heike Bernstorff, Lea Caban und ihr Mann Marcelo wollten unbedingt die alte Apotheke sehen. Die Mutter von Lea Caban stammt aus Weferlingen und ist zu Besuch bei ihrem Bruder Helge Bernstorff. Durch die berufliche Tätigkeit von Heike Bernstorff, sie ist Leiterin der Bibliothek und der Touristinformation in Weferlingen, ergab sich diese Besichtigung. Die beiden Brasilianer waren sehr erstaunt, welches historisches Kleinod sich in dem kleinen Museum verbirgt. In Brasilien sind die Cabans als Lehrer tätig und werden sicher von ihrer Reise ihren Schülern berichten.

Familie Caban vor dem historischen Apothekentresen

Familie Caban vor dem historischen Apothekentresen

Termine des Bürgervereins 2016

Daten für das Museum 2016

03.04.2016 Saisoneröffnung mit Schreibmaschinenausstellung

17.04.2016 Turnusöffnung Museum

01.05.2016 Turnusöffnung Museum

22.05.2016 Turnusöffnung Museum mit Internat. Museumstag „Museen in der Kulturlandschaft“

05.06.2016 Turnusöffnung Museum

19.06.2016 Turnusöffnung Museum

03.07.2016 Turnusöffnung Museum

17.07.2016 Turnusöffnung Museum

07.08.2016 Turnusöffnung Museum

21.08.2016 Turnusöffnung Museum

04.09.2016 Turnusöffnung Museum eventuell Ausstellungswechsel „Malerei, Grafik, Skulpturen“

Weferlinger Künstler, ansonsten für den 11.09.2016

11.09.2016 Tag des offenen Denkmals

18.09.2016 Turnusöffnung Museum

02.10.2016 Turnusöffnung Museum

15.10.2016 Süße Tour

16.10.2016 Turnusöffnung Museum

Geschichte bewahren und den Ort beleben

Beitrag der Volksstimme vom 25.01.2016 von Marita Bullmann.

Der Tag des offenen Denkmals zieht in Weferlingen alljährlich viele Menschen in den Ortskern, auch zum Mausoleum des Markgrafen. Foto: privat

Der Tag des offenen Denkmals zieht in Weferlingen alljährlich viele Menschen in den Ortskern, auch zum Mausoleum des Markgrafen. Foto: privat

Der Bürgerverein Weferlingen kann in diesem Jahr zwei Jubiläen begehen, eins davon ist sein 120. Geburtstag.

Von

Weferlingen

Seinen 120. Geburtstag kann der Bürgerverein Weferlingen in diesem Jahr begehen. Der Verein wurde zwar 2008 neu ins Leben gerufen, baut aber auf den Traditionen des Vereins auf, der über Jahrzehnte das Leben im Ort maßgeblich mitbestimmte. Durch die Fusion mit dem Kulturverein 2010 wurden Traditionen aufgenommen, die vom Bürgerverein auch über den früheren Kulturbund erhalten geblieben sind.

Hervorgegangen ist der Bürgerverein aus der 2006 gegründeten Arbeitsgruppe Fachwerkstraße. Das Ziel dieser Gruppe bestand darin, den Ort zu beleben, vor allem den geschichtlich interessanten Ortskern mit vielen Fachwerkbauten. Mehrere Häuser sind hier dem Verfall preisgegeben. Einige Hausbesitzer haben ihre Häuser aber auch mit viel Liebe restauriert. Davon würden sich die Vereinsmitglieder, inzwischen sind es mehr als 50 Mitglieder, noch mehr wünschen.

Fachwerkhäuser erhalten

Seit Januar 2008 gehört Weferlingen der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Fachwerkstädte an.

„Wir haben schon viel geschafft zur Belebung des Ortes“, sagt Gerald Wolters, Vorsitzender des Bürgervereins. Ein Postmeilenstein wurde restauriert und an einem günstigeren Platz nur wenige Meter von seinem ursprünglichen Standort wieder aufgestellt. Für den Heimatforscher und Insektenkundler Maximilian Wahnschaffe wurde ein Gedenkstein aufgestellt, sein Grab auf dem Weferlinger Friedhof wird hergerichtet.

Die Büste des Markgrafen Friedrich Christian von Kulmbach Bayreuth, die der Bürgerverein 1902 eingeweiht hatte, wurde restauriert. Die Sanierung des Mausoleums des Markgrafen an der evangelischen Kirche St. Lamberti ist die größte Aufgabe, die sich der Verein gestellt hat. Seit Jahren werden dafür Spenden gesammelt und Eigenmittel mit Aktionen erarbeitet.

Denkmale bewahren

Ein weiteres Denkmal soll noch geborgen und restauriert werden und einen neuen Standort erhalten. Dafür laufen die Vorbereitungen. Diese Zeugnisse aus früheren Zeiten müssen unbedingt bewahrt werden, meint der Vereinsvorsitzende, „sie erinnern an das Leben unserer Vorfahren und machen den Ort attraktiver.“ Nicht nur Gäste, sondern auch Einheimische bleiben beispielsweise an den Informationstafeln der Geschichtsmeile stehen, die Vereinsmitglieder an Häusern in Weferlingen und neben Gedenksteinen angebracht haben.

Auch das Heimat- und Apothekenmuseum, das der Bürgerverein betreibt, ermöglicht einen Blick in die Geschichte des Fleckens. Ein Blick vom Bergfried, dem „Grauen Hermann“, auf die waldreiche Umgebung macht deutlich, dass der Ort im Allertal ein wahres Kleinod ist. In der warmen Jahreszeit sind Museum und Aussichtsturm an zwei Sonntagen im Monat oder nach Absprache geöffnet. Höhepunkte sind der Internationale Museumstag am 22. Mai und die Süße Tour am 15. und 16. Oktober.

 

Dazu kommt der Tag des offenen Denkmals, der in diesem Jahr unter dem Motto steht „Gemeinsam Denkmale erhalten.“

Angesichts der vielen Aufgaben, die von Jahr zu Jahr wachsen, wird der Bürgerverein in diesem Jahr kürzer treten und seine Kräfte stärker konzentrieren, kündigt der Vereinsvorsitzende an.

Leute in den Ortskern holen

Ganz wichtig ist dem Bürgerverein jedoch, dass der Ortskern weiter mit Veranstaltungen belebt wird. Dazu gehört der Tag des offenen Denkmals am 11. September, an dem der Ortskern zu einer großen Festmeile wird. Doch die finanziellen Belastungen müssen auf alle Beteiligten verteilt werden, bisher habe sie der Bürgerverein allein getragen. Dieser Aktionstag, den der Bürgerverein 2009 ins Leben gerufen hat, wird sehr gut besucht.

Neues „Altes“ für das Heimat und Apothekenmuseum

Zum Jahresbeginn 2016 gab es für den Bürgerverein einige historische Technik. Dietmar Steffens, Inhaber des Autohauses Heinicke, hat die alte Villa an der Braunschweiger Straße gekauft. Diese ist fast noch im Urzustand erhalten. So ergab es sich, dass alte, noch funktionsfähige Elektrotechnik aus der Erbauungszeit der Villa, dem Museum zugeführt wurde. Auch die alte Wasserpumpe mit Transmissionsantrieb und Antriebsmotor, sowie eine uralte Holzwäschemangel konnte von den Mitgliedern des Bürgervereins geborgen werden. Alle Gegenstände wurden erstmal im Lager des Museums untergebracht.

Für die Übergabe der Technik möchte sich der Bürgerverein recht herzlich bei Herrn Steffens bedanken. Ohne die Umsicht von historisch interessierten Bürgern, wären solche historischen Kleinode verloren.

alte Mangel

Alte Holzmangel auf dem Dachboden der Villa „Fricke“

 

alte Mangel 1

Vorsichtig wird die alte Mangel zerlegt

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