Abschied von Pfarrer Thomas Vesterling

Ein buntes Gemeindefest feierte die Kirchengemeinde Weferlingen am Sonntagnachmittag mit rund 150 Gästen vor und in der St.-Lamberti-Kirche. Lange saßen alle nach dem Gottesdienst noch beisammen und genossen die gemeinsame Zeit. Pfarrer Thomas Vesterling blickte in seinem letzten Gottesdienst, den er in Weferlingen hielt, auf die gemeinsame Zeit zurück. Da er an diesem Sonntag auch noch Geburtstag hatte, stimmte ein riesiger Chor in der Kirche ein Geburtstagsständchen für ihn an. Als sich das Fest dem Ende neigte, hatte Ortsbürgermeister Dirk Kuthe noch eine besondere Idee für den Abschied vom Pfarrer, der mit seiner Familie nach Den Haag geht.

bearbeitet

Dirk Kuthe (v.l.), Bürgervereins-Vorsitzender Heiko Kloß, Pfarrer Thomas Vesterling und seine Frau Claudia sowie Christine Sobczyk und Ina Knöchel vom Gemeindekirchenrat wagten auf der gemeindeeigenen Hüpfburg gemeinsam einen Sprung. Die Kinder hatten die aufgeblasene Giraffe inzwischen frei gegeben. Dirk Kuthe hatte dem Pfarrer für seine Zeit in Weferlingen gedankt. Er habe auch zur guten Zusammenarbeit im Ort beigetragen.

Quelle: Volksstimme Haldensleben, Lokalteil, Marita Bullmann

Max Peiffer Watenphul war Bauhaus-Schüler – Ausstellung in der Kirche ist dem in Weferlingen geborenen Maler gewidmet

Quelle Slider: https://peifferwatenphul.de/de/vita/kurzbiografie/

In Weferlingen erinnert vieles an den Maler Max Peiffer Watenphul: Eine Tafel an der Adler-Apotheke, seinem Geburtshaus. Eine weitere Tafel am Nachbarhaus, denn hier gibt es in einem Hofgebäude ein Fenster, das Hanna Unger, eine Schülerin des Malers gestaltet hat. Und besonders eindruckvoll eine Dauerausstellung in der evangelischen St.-Lamberti-Kirche.

Er ist ohne Zweifel „eine der wichtigen Persönlichkeiten“ von Weferlingen, wie es Rosemarie Bergk in einem Brief an das ZDF geschrieben hatte. Anlass für ihren Brief war die Dokumentation „Die Bauhaus-Revolution“, die sie im Fernsehen gesehen hatte. Und sie vermisste darin einen Hinweis auf den Maler Max Peiffer Watenphul, einen bedeutenden Bauhaus-Schüler.

DSC_0575

Rosemarie Bergk betreut seit mehreren Jahren die Ausstellung, die Max Peiffer Watenphul gewidmet ist. Archivfoto: Marita Bullmann

Vom Zuschauerservice des ZDF erhielt sie Antwort, die sie in ihrer Meinung bestätigt: „Max Peiffer Watenphul war ein bedeutender und renommierter Maler im Bauhaus-Kontext. Sicher wäre er einmal einer größeren Würdigung wert. Angesichts der Materialfülle, die es zum Thema Bauhaus gibt, mussten wir allerdings auswählen und uns konzentrieren. Wir haben verstärkt die Architektur betrachtet. Auch Maler wie Wassily Kandinsky konnten wir nicht berücksichtigen.“

Da Max Peiffer Watenphul trotz mehrfacher Hinweise auf ihn in seinem Geburtsort Weferlingen auch in der Region noch immer vielen nicht unbekannt ist, will die Volksstimme hier vor allem seinen Bezug zum Bauhaus deutlich machen.

Max Peiffer wurde am 1. September 1896 in Weferlingen als Sohn des Apothekers Karl Josef Emil Peiffer und seiner Frau Anna geboren. Leider starb sein Vater bereits 1903. Seine Mutter heiratete 1906 den Gymnasiallehrer Dr. Heinrich Watenphul. 1919 entschloss sich Max Peiffer den Doppelnamen Peiffer Watenphul zu führen.

Zur Malerei kam der junge Mann erst nach Medizin- und Jurastudium, obwohl er schon von Kindheit an gemalt hatte. Auslöser war eine Begegnung mit dem Maler Paul Klee. Durch Paul Klee kam er 1919 auch nach Weimar. Über diese Zeit schrieb seine Nichte Alessandra Pasqualucci in einer Biographie: „Max Peiffer Watenphul wird Schüler am Bauhaus Weimar. Von Walter Gropius erhält er die Erlaubnis, in allen Werkstätten zu hospitieren, er bekommt ein eigenes Atelier und besucht den Vorkurs von Johannes Itten. Bis 1923 Wohnsitz in Weimar.“

Peiffer Watenphul reiste viel, 1921 auch zum ersten Mal nach Italien, das Land, das ihn nicht wieder losließ. 1922 arbeitete er auch in der Emailwerkstatt von Maria Cyrenius in Salzburg, einer ehemaligen Mitschülerin am Bauhaus. Reisen führten ihn unter anderem nach Kuba, Mexiko, Jugoslawien, Frankreich, Marokko, Griechenland und in den Libanon. Es entstanden große Landschaftsimpressionen. Als Lehrer für allgemeinen künstlerischen Entwurf an der Folkwangschule in Essen konnte er auch das während der Bauhauszeit entstandene Interesse an der Fotografie verwirklichen, schrieb seine Nichte. Und sie berichtete, dass ihm 1933 der Carnegie „Adittional Award“ für ein Blumenstillleben verliehen wurde, „das seit seiner Beschlagnahme durch die Nationalsozialisten 1937, nachdem es als Besitz der Nationalgalerie in der Schandausstellung ,Entartete Kunst‘ in München gezeigt worden war, als verschollen gelten muss.“ Ab1941, nach mehrjährigem Italienaufenthalt, unterrichtete der Maler an der höheren Fachschule für textile Flächenkunst in Krefeld, ab 1943 an der Kunstgewerbeschule in Salzburg. 1946 zog er zu seiner Schwester nach Venedig, später nach Rom. In Venedig war auch 1948 seine erste Einzelausstellung zu sehen. Eindrücke seiner Reisen bestimmten sein künstlerisches Schaffen, er illustrierte aber auch literarische Werke. 1969 erhielt er das Große Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland. Der Maler starb kurz vor seinem 80. Geburtstag am 3. Juli 1976 in Rom.

Bei DuMont ist ein Werkverzeichnis des Malers mit 4000 Bildern in zwei Bänden erschienen, zusammengestellt von seiner Schwester und Nichte. Dazu heißt es: „Er war Italien-Enthusiast und gebildeter Weltbürger, ein von Paul Klee bezauberter Bauhausschüler, der von Rousseau und Chagall inspiriert zum ,Lyriker der Malerei und heiteren Interpreten des Unscheinbaren‘ (Neue Zürcher Zeitung) wurde. Dabei liegt die Wirkung seiner Landschaften und Stillleben in der edlen Bescheidenheit. Sein Interesse an Farbe und Licht der mediterranen Welt machte ihn zu einem Meister des Aquarells.“

Die Ausstellung in der St.-Lamberti-Kirche in Weferlingen, die 2012 eingeweiht wurde, gewährt einen kleinen Einblick in das malerische und druckgraphische Schaffen des Künstlers. Zu sehen sind 15 Reproduktionen von Gemälden, Aquarellen und Lithographen. Die Originale befinden sich im Städtischen Museum Braunschweig und in der Staatlichen Graphischen Sammlung München. Die Ausstellung ist an jedem dritten Sonntag im Monat von 14 bis 16 Uhr geöffnet.

Quelle: Volksstimme Haldensleben- Lokalteil, Marita Bullmann

Turmtreppenlauf am 01. September 2019

IMG-20190716-WA0000Der Turmtreppenlauf findet in diesem Jahr erstmals in 3 Läufen statt. Kinder bis 14 Jahre laufen in einer Gruppe, Frauen und Männer starten in getrennten Gruppen. Das Anmeldeformular finden die Teilnehmer im Veranstaltungskalender der Homepage. Wir wünschen Euch viel Spaß bei der Teilnahme und maximale Erfolge. Die ersten drei Läufer jeder Gruppe werden prämiert, die Gruppensieger erhalten einen Wanderpokal.

Die Restaurierung des Mausoleums ist in vollem Gange!

Mausoleum versteckt unter einer Hülle

Das Mausoleum des Markgrafen Friedrich Christian von Kulmbach-Bayreuth ist verhüllt, denn das einzigartige barocke Bauwerk wird saniert. Auch die Büste, die vor dem Mausoleum steht, ist eingehaust. Hier dient die Hülle allerdings dem Schutz. Foto: Anett Roisch

Das Mausoleum des Markgrafen Friedrich Christian von Kulmbach-Bayreuth ist verhüllt, denn das einzigartige barocke Bauwerk wird saniert. Auch die Büste, die vor dem Mausoleum steht, ist eingehaust. Hier dient die Hülle allerdings dem Schutz. Foto: Anett Roisch

Das Mausoleum des Markgrafen Friedrich Christian von Kulmbach-Bayreuth in Weferlingen wird gegenwärtig saniert.

Von Anett Roisch ›Volksstimme Haldensleben 01.07.2019

Weferlingen l Vor 250 Jahren ist Friedrich Christian von Kulmbach-Bayreuth gestorben. Der Markgraf, der von 1763 bis zu seinem Tod 1769 in Kulmbach-Bayreuth regiert hat, wünschte sich nichts sehnlicher, als in seinem Geburtsort Weferlingen beigesetzt zu werden. Leider wurde sein Wunsch nicht erfüllt, denn sein Sarg steht in der Familiengrabstätte Himmelkron in Franken. Dabei hatte sich der Markgraf extra an der evangelischen Kirche ein Mausoleum errichten lassen. In dem wollte er zur letzten Ruhe gebettet werden.

Weferlingen war der Geburtsort

Obwohl dieser Wunsch nicht in Erfüllung ging, erinnert das barocke Gebäude bis heute an ihn. Es ist zudem eins der bedeutendsten Baudenkmale seiner Art aus dieser Zeit in der Region. Vor dem Mausoleum hatte der damalige Bürgerverein ihm zur Erinnerung eine Büste aufstellen lassen, denn der Markgraf hatte mit der Gründung einer „mildtätigen Stiftung“ viel Gutes für Weferlingen und Döhren bewirkt.

Gegenwärtig allerdings ist weder von der Büste noch vom Mausoleum viel zu sehen. Beide sind verhüllt. Das Mausoleum, weil es endlich saniert wird, die Büste, damit sie bei diesen Arbeiten nicht zu Schaden kommt, denn der Bürgerverein hatte sie vor ein paar Jahren erst sanieren lassen

Mausoleum wurde 1768 vollendet

Da das 1768 vollendete Mausoleum in die Jahre gekommen ist, bemüht sich der heutige Bürgerverein seit Jahren um die Sanierung. Die Kirchengemeinde kann dieses Vorhaben nicht stemmen, deshalb hatte der Bürgerverein vor mehreren Jahren einen Vertrag mit der Kirchengemeinde geschlossen, in dem geregelt ist, dass der Verein die Sanierung anstrebt und dafür um Fördermittel wirbt.

Zu Beginn dieses Jahres erhielt der Bürgerverein die Zusage über Förderung aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) zur Verbesserung der Präsentation und nachhaltigen Nutzung des kulturellen Erbes im Land Sachsen-Anhalt im Rahmen von CLLD, wobei es um das Kulturerbe in Sachsen-Anhalt geht. In der dritten Maidekade konnte es dann endlich losgehen.

Ziel der Sanierungsarbeiten sei es, das Mausoleum im derzeitigen Zustand zu erhalten, erläutert Bernd Hoffmann, der den Verein in der Lokalen Aktionsgruppe Flechtinger Höhenzug vertritt und sich mit dem Vereinsvorsitzenden Heiko Kloß besonders um das Vorhaben kümmert.

Es geht um die Sicherheit

Es geht dabei grundsätzlich um die Sicherheit des Gebäudes, damit es wieder gefahrlos betreten werden kann. Einige unaufschiebbare Sicherungsarbeiten hatte der Verein schon in den Jahren zuvor ausführen lassen. Jetzt geht es um die komplette Dachsanierung. Dabei mussten Dachbalken an der Holzkonstruktion ersetzt werden. Und für die Arbeiten musste ein Notdach errichtet werden.

Mitglieder des Bürgervereins, darunter auch Sascha Broß, haben in einem schweißtreibenden Einsatz Bauschutt vom Dachboden geräumt. Foto: Anett Roisch

Die Vereinsmitglieder Dennis Neumann, Sascha Broß, Gerd Müller, Heiko Kloß und Bernd Hoffmann übernahmen es, den Bauschutt, der sich in den letzten Jahrhunderten auf dem Dachboden angesammelt hatte, zu entfernen. In einem mehrstündigen schweißtreibenden Wochenendeinsatz haben sie für Baufreiheit gesorgt.

Ostseite bereits gereinigt

In regelmäßigen Bauberatungen werden jeweils die nächsten Arbeitsschritte festgelegt. Dazu gehört, wie bei der Reinigung der einzelnen Bauteile verfahren werden soll, welche Materialien eingesetzt werden und viele andere Details. Die Ostseite ist inzwischen gereinigt. Derzeit geht es auch darum, mit speziellen Techniken den Sandstein zu verfestigen, damit er nicht weiter bröckelt.

Parallel zur Sanierung des Mausoleums wird der noch ausstehende Teil der Südfassade der St.-Lamberti-Kirche verfugt. Diese Arbeiten laufen auf Initiative der Kirchengemeinde, sie erfolgen jedoch jetzt, da das Gerüst für beide Vorhaben genutzt werden kann, so dass Kosten gespart werden. Im direkten Bereich des Mausoleums ist die Verfugung beendet.

Auf dem Foto ist gut zu erkennen, wie verwittert das Mausoleum teilweise ist. Im Gegensatz dazu sind bereits gereinigte Stellen zu sehen. Foto: Anett Roisch

Am Dienstag, 2. Juli, soll ein Autokran anrollen, der einige Steinelemente von der Südseite des Portals abnehmen soll. Der Kran, der Lasten von 120 Tonnen bewältigen kann, wird sieben Teile abnehmen, kündigt Bernd Hoffmann an. Die Arbeiten werden nicht ganz einfach sein, da die Kirche auf einem Hügel steht und der Kran nur von der Straße aus arbeiten kann. Der Kirchplatz an der Aller wird dafür ab 6.30 Uhr gesperrt.

Das war unser Markgrafenfest 2019

Ein schöneres Wetter hätte sich der Markgraf Friedrich Christian von Kulmbach-Bayreuth für sein Kinderfest nicht wünschen können. Zu seinen Lebzeiten im 18. Jahrhundert hat er dieses Fest für die Kinder ausrichten lassen. Seit 2008 veranstaltet der Bürgerverein Weferlingen e.V. dieses Fest alle zwei Jahre wieder. In diesem Jahr gab es gleich mehrere Jubiläen zu feiern: den internationalen Kindertag 2019, das Rathaus befindet sich seit 100 Jahren im Besitz der Gemeinde Weferlingen und die Kinderfeuerwehr Weferlingen wird 5 Jahre alt.

Der Markgraf persönlich (alias Lutz Otto Westphal) sowie der Bürgermeister von Weferlingen Dirk Kuthe und der Bürgermeister der Einheitsgemeinde Stadt Oebisfelde-Weferlingen Hans Werner Kraul eröffneten das Fest und das bunte Treiben konnte beginnen.

Egal ob beim Basteln, Schminken, Kräuterraten, Entenrennen auf der Aller, Geschicklichkeit an der Kübelspritze, den Kirchturm besteigen, Luftballons fliegen lassen oder einfach auf der großen Hüpfburg toben – für die Kinder kam keine Langeweile auf. Die Großen konnten sich derweil eine kleine Ausstellung zur Geschichte des Rathauses ansehen im Rathaus oder ein kühles Getränk bzw.eine Bratwurst schmecken lassen. Das Angebot war reichlich. Rundherum war es ein gelungenes Fest.

Der Bürgerverein möchte sich hiermit bei allen Mitwirkenden recht herzlich bedanken.

Es war eine tolle Zusammenarbeit!

5 Jahre Kinderfeuerwehr

5 Jahre Kinderfeuerwehr

Übung macht den Meister

Übung macht den Meister

Die Markgrafenfamilie gibt sich die Ehre

Die Markgrafenfamilie gibt sich die Ehre!

100 Jahre Rathaus

100 Jahre Rathaus

Spaß und Spiel beim Kräuterraten

Spaß und Spiel beim Kräuterraten

Die Tanzgruppe zeigt ihr Können

die Tanzgruppe zeigt ihr Können

Entenrennen auf der Aller

Entenrennen auf der Aller

Die Hüpfburg kam mal wieder gut an

die Hüpfburg kam mal wieder gut an

Ausstellung zum Museumstag im Museum Weferlingen war sehr gut besucht

André Muhs aus Weferlingen haben es Blechspielzeuge aus DDR-Produktion angetan. Zum Museumstag stellte er sein Hobby vor.

Von Carina Bosse / VolksstimmeAR-190529382.jpg&MaxW=505&ImageVersion=default&NCS_modified=20190523000000

Weferlingen l Reparieren, Aufbauen, wieder in Schuss bringen, das ist die Leidenschaft von André Muhs. Seit Anfang des neuen Jahrtausends sammelt er mechanische Blechspielzeuge aus DDR-Produktion. In seinem Gästezimmer daheim in Weferlingen sammeln sich die Raupen und Stapler samt Zubehör. Leicht „blecht“ er schonmal mehrere 100 Euro für eine Raupe oder einen Gabelstapler, echte Raritäten eben, denn sie werden seit Jahrzehnten nicht mehr hergestellt.IMG_7687

Hoch im Kurs stehen sogar die Verpackungen. Unglaublich, dass man in Sammlerkreisen für einen leeren Originalkarton schon einmal 300 Euro hinlegen muss, um ihn zu erstehen. „Davon gibt es nur noch drei bekannte Originalkartons“, zeigt André Muhe auf einen recht unscheinbaren Kasten, einer davon in Schönebeck, einer in Weferlingen in seiner eigenen Hand. Einen Karton hat er sogar noch nie geöffnet, das Fahrzeug samt Verpackung befindet sich im absoluten Neuzustand. Dass der Inhalt stimmt, hat ein Sammlerfreund aus Dresden herausgefunden. Er ließ den Karton im Rahmen eines Tages der offenen Tür in einem Klinikum röntgen. Da es sich um Blech handelt, sind die Umrisse des Inhalts sehr gut zur erkennen. Zwei Aufnahmen hat André Muhs davon in seinem Besitz.

Mit Dachbodenfund fing es an

Auf dem Dachboden der elterlichen vier Wände ist er einstmals erstmals fündig geworden. Das Spielzeug wieder heil zu bekommen und in Gange zu setzen, macht ihm Freude, doch es sollte noch eine Weile dauern, bis aus diesem Spaß echte Leidenschaft wurde. Zwei Kinder, Frau, Beruf und Haus verhinderten weitere Anschaffungen, auch Zeit fehlte ihm. Seit er von Magdeburg über Helmstedt und Grasleben in Weferlingen gelandet ist, findet er mehr Zeit und Muße für sein Hobby. Heute stöbert der „Raupendoktor“ gern im Internet, wird bei ebay oder in den Kleinanzeigen fündig. Eine ganze Vitrine zum Internationalen Museumstag im Heimat- und Apothekenmuseum füllten nagelneue Original-Ersatzteile solcher Spielzeuge, auf Hochglanz poliert und sofort bereit, verbaut zu werden. Es hat sich herumgesprochen, dass er repariert, immer mal wieder gibt es Anfragen zu solchen Aktionen. „Bloß nicht nachmalen, was original vorhanden ist“, sagt André Muhs. Diesen Kardinalfehler habe er nur einmal gemacht und daraus gelernt, denn damit ist das Original hinüber.EP-190529382.jpg&MaxW=620&ImageVersion=default&NCS_modified=20190523000000&filename

Sein weitester Einkauf stammt übrigens aus den USA, genauer aus Columbus in Ohio. Erst im April hatte André Muhs das Fahrzeug, eine Raupe, von dort erhalten, „in Schnäppchen – trotz saftigen Portos und Zollgebühren.“ Aber auch in Tschechien, Polen, den Niederlanden oder Italien wurde er schon fündig, meist über das Internet. Verkauft hat André Muhs schon bis Japan. Die Blechspielzeuge wurden oft ins Ausland verkauft, um für die DDR Devisen zu beschaffen. Da sind die mechanischen Spielzeuge dann oft hängengeblieben und irgendwann irgendwo versteckt vergessen worden.

Blockbatterien aus DDR-Zeit

Es tut André Muhs regelrecht weh, wenn er im Internet sieht, dass die Raritäten zu einem Schnäppchenpreis angeboten werden. „Die Anbieter wissen oft gar nicht, welche Besonderheit sie da in ihrem Besitz haben.“ Er hat sogar schon Fahrzeuge wiedergekauft, die einmal in seinem Besitz waren und von ihm wieder auf Vordermann gebracht worden sind. Das Modell aus den USA war übrigens trotz saftigem Porto und trotz Zoll ein echtes Schnäppchen, freut er sich.IMG_7694

Ältere Modelle sind meist in einem besseren Zustand als die Spielzeuge aus den 1980er Jahren. Das liegt ganz einfach daran, sagt André Muhs, dass zur späteren Zeit minderwertige Metalle verwendet worden sind. Sie rosten viel schneller, bei älteren Modellen beobachtet er Rost häufig nur dort, wo mal Batterien ausgelaufen sind. Apropos, die typischen Blockbatterien aus DDR-Zeiten gibt es ja mittlerweile nicht mehr, aber ähnliche aus anderer Herstellung. Die ordert er meistens gleich in größeren Chargen, um den Preis ein wenig zu drücken. Ältere Modelle sind schon mit Fächern für die heute typischen runden Batterien ausgestattet.IMG_7679

Besuch des Integrationsfachdienst Magdeburg/ Stendal im Museum Weferlingen

Das Team des Integrationsfachdienstes MD/SDL machte einen Betriebsausflug nach Weferlingen. Hier wurden das Museum und der Burgturm besichtigt. Frau „Anne“, hat mit den Kollegen Kräutersalz hergestellt. Frau Antje Pachur hat uns freundlicherweise diese Fotos überlassen. Hiermit möchte sich das Team für den Aufenthalt beim Museumsteam, speziell bei Frau Anne bedanken.

05_IMG_7857

01_144e782a-8df1-46d9-862d-c6f9bd27de07 02_8944419e-115e-42b6-8ac2-14726155ebd8 04_cc992413-803c-4cd4-9dfc-c0ddeedfb532

Integrationsfachdienst Magdeburg/ Stendal

Träger „Der Weg e.V.“

Hasselbachplatz 2

39104 Magdeburg

Kinder- und Markgrafenfest am 1. Juni 2019

Am 1. Juni findet unser diesjähriges Markgrafenfest in Verbindung mit dem Internationalen Kindertag und zwei Jubiläen statt. Das Rathaus wird 100 Jahre alt und die Kinderfeuerwehr- Weferlingen feiert mit uns ihr fünfjähriges Bestehen. Ab 12.00 Uhr können sich die Kinder auf der Hüpfburg, dem Kinderkarussell und bei vielen Spielen vergnügen. Die Feuerwehr veranstaltet ein Entenrennen auf der Aller, versorgt die Kinder mit gesundem Obst und lässt per Wasserstrahl die Kegel purzeln. Der Hort lädt zum Basteln und Kinderschminken ein. Der Angelverein veranstaltet ein Zielpunktwerfen und das Wickingerschach, der Naturpark- Drömling informiert über das Biosphärenreservat, Ina Köhn führt kleine Zaubereien auf, die Jugendbegegnungsstätte veranstaltet Spiele und Basteln und die Tanzgruppen des MTV treten auf. Für das leibliche Wohl sorgen die Pilsfannenfreunde, der MTV, der Förderverein der Grundschule und der Bürgerverein (Getränke, Grillgut, Popcorn und Kaffee und Kuchen). Das Rathaus kann auch besichtigt werden. Die Vereine aus Weferlingen freuen sich über Euren Besuch!!!

IMG-20190503-WA0000

110 Besucher zur Saisoneröffnung mit Sonderausstellung zur 30jährigen Grenzöffnung Weferlingen-Grasleben

IMG-20190503-WA0001

Wo einst die Grenze mitten durch Deutschland lief, ist heute kaum noch erkennbar. Die Öffnung der Grenze vor 30 Jahren ist Geschichte. Doch das Jubiläum ist Anlass, die bewegte Zeit im Museum noch einmal lebendig werden zu lassen.

Wie lange dauert es, einen Kilometer Straße zu planen und zu bauen, noch dazu, wenn die Strecke gar nicht auf dem eigenen Territorium liegt? 1989 ging das in nicht mal einem Monat! Die Rede ist hier von der Straße zwischen Weferlingen und Grasleben. Jeden Tag rollen unzähligen Fahrzeuge auf der Straße zwischen Sachsen-Anhalt und Niedersachsen, und nur die Älteren können sich noch an die Öffnung der Grenze vor 30 Jahren erinnern. Wie aber konnten damals Menschen zueinander kommen, wenn es zwischen ihnen Jahrzehnte gar keine Straße mehr gab? Die Antwort findet sich im Weferlinger Heimat- und Apothekenmuseum in zwei unscheinbaren Fotosteckalben. Sie ergänzen die neue Ausstellung zum Jubiläum der Grenzöffnung auf beeindruckende Weise.

Ulrich Pettke, der Vorsitzende des Oebisfelder Heimatvereins, hatte diese Alben erhalten und sie an den Bürgerverein Weferlingen weitergegeben, berichtet der ehrenamtliche Museumsleiter Gerd Müller. Entstanden waren sie im Straßenbauamt Wolfenbüttel, jetzt laden sie ein zum Blättern.

Die erste Nachricht verweist darauf, dass der Grasleber Samtgemeindedirektor Gerd Stötzel am Mittwoch, 15. November 1989, gegen 7.30 Uhr das Straßenbauamt Wolfenbüttel anrief und berichtete: „Auf der DDR-Seite beginnen heute die vorbereitenden Arbeiten zur Öffnung der Grenze. Bitte veranlassen Sie die erforderlichen Bauarbeiten auf unserer Seite.“

02_DSC_0088

Unverzüglich wurde auf niedersächsischer Seite die alte Pflasterstraße freigeschoben, so dass sie gut passierbar war. Am Sonnabend, 18. November, um 6 Uhr wurde dann die Grenze für Fußgänger, Radfahrer und Motorradfahrer geöffnet. Bilder zeigen, dass es auf der DDR-Seite nicht mal einen ordentlichen Feldweg gab. Deshalb lud das Straßenbauamt Wolfenbüttel den damaligen Weferlinger Bürgermeister Michael Rigo am 27. November um 10 Uhr zu einem Termin an der Grenzstelle ein. Er hatte sich an das Straßenbauamt in Niedersachsen gewandt und um Hilfe bei der Instandsetzung der Strecke von der Grenzsäule bis zum Bahnübergang in Weferlingen auf Höhe der BHG gebeten, da die Gemeinde Weferlingen dazu nicht in der Lage sei. Gleich am Nachmittag wurde die etwa einen Kilometer lange alte Fahrbahn vermessungstechnisch aufgenommen und die neue Linienführung in Nachtarbeit festgelegt. Am nächsten Tag gegen 10 Uhr war die nördliche Fahrbahnkante abgesteckt.

„Nach straßenbautechnischer Abstimmung mit Vertretern der Straßenbaukollegen des Bezirkes Magdeburg (BDS), Ausarbeitung eines Leistungsverzeichnisses und nach Abgabe eines Angebots der Firma Jürs Bau begannen am Freitag, 1. 12. 1989, die Straßenbauarbeiten“, heißt es auf einer Notiz im Album. Entsprechende Fotos folgen. Dann die nächste Notiz: „Am 21. 12. 1989 sind die Straßenbauarbeiten so weit abgeschlossen, dass die förmliche Zwischenabnahme erfolgen kann und ab nächsten Tag Kfz-Verkehr freigegeben werden kann.“03_DSC_0091

Ältere werden sich vielleicht noch daran erinnern, dass einen Tag vor Weihnachten nicht nur viele DDR-Bürger auf dieser Straße gen Niedersachsen fuhren, sondern auch viele Niedersachsen den Nachbarn hinter der nun offenen Grenze einen Besuch abstatteten.

Erinnerungen an diese Zeit zeigt die neue Sonderausstellung im Heimat- und Apothekenmuseum, die jeden dritten Sonntag im Monat ab 14 Uhr zu sehen ist. Sonderführungen sind nach Absprache möglich. Unter 039061 98903, oder heimat-apothekenmuseum [at] buergerverein-weferlingen . de. Mehrere Exponate gehen auch noch Jahrzehnte weiter in der Weferlinger Grenzgeschichte zurück. Gerd Müller hat die Ausstellung mit Bernd Hoffmann zusammengestellt. Natürlich lädt das Museum dann auch wieder zu Kaffee und Kuchen ein, und der Aussichtsturm „Grauer Harm“ kann bestiegen werden.

Frühjahrsputz 2019

Sonnabend, 06. April,

               9 Uhr – 13 Uhr

 

(Bei Regen oder Schnee findet die Aktion am  13.04. statt)

      Treffpunkt: Weferlingen, Gutshof

 

Aufruf an die Bürger und Bürgerinnen sowie Vereine….

….. Schmutz und Unrat im Ort sollen beseitigt werden. Dafür werden fleißige Helfer mit guter Laune gesucht.

Bitte Harke, Schaufel, Besen, Astschere, Arbeitshandschuhe u.ä. mitbringen.

Nach getaner Arbeit gibt es ein gemütliches

Beisammensein.

               

                  Der Ortschaftsrat von Weferlingen.

Marquee Powered By Know How Media.