
Sonderausstellung zum Internationalen Museumstag am 19. Mai 2019



Susann Haefke- Rook vom MDR, im Gespräch mit den Kindern, die in der Apotheke Kräutersalze hergestellt haben.

Frau „Anne“ erklärt den Kindern wie in einer alten Apotheke gearbeitet wurde.
https://www.mdr.de/mediathek/fernsehen/video-281016_zc-7748e51b_zs-1638fa4e.html

Heiko Kloß (Vorsitzender des Bürgervereins), Susann Haefke- Rook (vom MDR) und Bernd Hoffmann (Archivar des Museums) im Gespräch über die Inhalte der Fernsehsendung
Immer donnerstags läuft „Mein Verein“ bei MDR SACHSEN-ANHALT. In der neuen Reihe waren die Reporter vom MDR Sachsen- Anhalt zum Dreh in Weferlingen. In einem Kurzporträt wird der Bürgerverein Weferlingen vorgestellt. Natürlich kann man in 3 1/2 Minuten Sendezeit nicht das gesamte Profil des Vereins zeigen, aber einen kurzen Einblick in unsere Arbeit wird es geben. Schalten Sie am Donnerstag den 7. März den MDR Sachsen Anhalt Heute ein, dort erfahren Sie mehr über uns. Natürlich können Sie unsere Arbeit vor Ort begutachten. Eine Reise in den Flecken Weferlingen lohnt sich immer. Zu unserer Saisoneröffnung am 21.April 2019 zeigen wir eine Ausstellung zur 30 jährigen Grenzöffnung. Hier gibt es auch wieder Kaffee und Kuchen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Leader-Manager Wolfram Westhus (v.l.), Pfarrer Thomas Vesterling, Heiko Kloß und Bernd Hoffmann vom Bürgerverein Weferlingen, Architekt Dr. Berthold Heinecke und Ortsbürgermeister Dirk Kuthe freuen sich über die Zuwendung für die Sanierung des Mausoleums aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung. Foto: Marita Bullmann
250 Jahre nach dem Tod des Markgrafen Friedrich Christian von Kulmbach-Bayreuth kann das Mausoleum, das er sich in seinem Geburtsort Weferlingen erbauen ließ, endlich restauriert werden. Wenn auch das Mausoleum leer ist, denn der Sarg des Markgrafen steht im fränkischen Himmelkron, so ist dieses einzigartige barocke Bauwerk doch bedeutender Teil der Regionalgeschichte.
Heiko Kloß, der Vorsitzende des Bürgervereins Weferlingen, hat es endlich schwarz auf weiß. Für die Sanierung des Mausoleums des Markgrafen Friedrich Christian von Kulmbach-Bayreuth an der evangelischen Kirche erhält der Bürgerverein eine Zuwendung von 250199,94 Euro! Gewährt wird diese Förderung aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) zur Verbesserung der Präsentation und nachhaltigen Nutzung des kulturellen Erbes im Land Sachsen-Anhalt im Rahmen von CLLD, wobei es um das Kulturerbe in Sachsen-Anhalt geht. Insgesamt werden für das Vorhaben Kosten von rund 278000 Euro veranschlagt.
„Fast zwei Jahre sind seit der Antragstellung im März 2017 vergangen“, blickt Heiko Kloß zurück. Nervenaufreibende Jahre, denn die bürokratischen Hürden erwiesen sich als fast unüberschaubar. Doch der Vereinsvorstand gab nicht auf. Der Vereinsvorsitzende und die Schatzmeisterin Heike Bernstorff haben alle Anforderungen bewältigt. Bernd Hoffmann, der den Verein in der Lokalen Aktionsgruppe Flechtinger Höhenzug vertritt, hielt ständig Kontakt. Jetzt endlich kann es losgehen. Dr. Berthold Heinecke, der das Vorhaben fachlich betreut, kann die Ausschreibungen vorbereiten. Wenn alles reibungslos läuft, könnte das Vorhaben noch in diesem Jahr abgeschlossen werden, versichert er. Das hört auch Ortsbürgermeister Dirk Kuthe gern.
Sowohl der Architekt als auch der Vereinsvorstand rechnen damit, dass die Baukosten wahrscheinlich über der Summe liegen werden, die im Herbst 2016 ermittelt wurde, als der Antrag auf Förderung vorbereitet wurde. Doch der Verein hat seit Jahren eisern gespart und Spenden gesammelt, so dass zunächst abgewartet wird. Zudem hatte der Landkreis Börde dem Verein auch eine Zuwendung bewilligt, die jetzt abgerufen werden kann.
Unendliche Geduld und Ausdauer bescheinigte Wolfram Westhus, Leader-Manager der Lokalen Aktionsgruppe Flechtinger Höhenzug, dem Vorstand des Bürgervereins Weferlingen. Für einen Verein sei es eine große Leistung ein solches Vorhaben in Angriff zu nehmen.
Der 2008 gegründete Bürgerverein, der sich in der Tradition des vor mehr als 100 Jahren entstandenen gleichnamigen Vereins sieht, hat tatsächlich seit mehreren Jahren das desolate Mausoleum im Blick. Im Gründungsjahr wurde der 300. Geburtstag des Markgrafen mit einem großen Fest gefeiert. 2011, unter dem Vorsitz von Gerald Wolters, begannen die Bemühungen des Bürgervereins um das Mausoleum. Da sich die Kirchgemeinde nicht in der Lage sah, das außergewöhnliche Denkmal zu erhalten, schloss der Bürgerverein einen Vertrag mit der Kirchgemeinde. Darin wird das Bemühen um die Sanierung des Mausoleums und auch die kulturelle Nutzung geregelt.
Der Verein gab zunächst in Abstimmung mit der Denkmalbehörde unaufschiebbare kleinere Notreparaturen und Sicherungsmaßnahmen am Mausoleum in Auftrag und ließ die Büste des Markgrafen restaurieren. Schließlich begann der Verein, nach Fördermöglichkeiten zu suchen, um das Denkmal möglichst zum 250. Todestag des Markgrafen in diesem Jahr sanieren zu lassen. Das klappt nun sogar noch fast.
Pfarrer Thomas Vesterling dankte dem Verein im Namen der Kirchgemeinde für sein Engagement: „Das ist ein Riesengeschenk für die Kirchgemeinde.“ Wenn das Mausoleum eingerüstet wird, will die Kirchgemeinde auch gleich die Kirchenfassade über dem Denkmal verfugen lassen. Ein Teil der Fassade ist bereits neu verfugt. 2020 wird die St.-Lamberti-Kirche ein Jubiläum begehen, kündigte der Pfarrer an. 1720 wurde die Kirche in Dienst genommen. Das Jubiläum könnte gemeinsam begangen werden.
Quelle: Volkstimme Lokalteil Haldensleben 31.01.2019
Von Carina Bosse, Volksstimme 03.09.2018
Weferlingen l 138 Stufen und elf Podeste wollen erst einmal bezwungen werden. 29 Starter hatten sich für den 2. Weferlinger Turmtreppenlauf auf den Grauen Harm angemeldet, allerdings waren einige davon kurzfristig nicht zum Wettkampf erschienen.
Trotzdem zeigte sich Gerd Müller vom Bürgerverein Weferlingen hochzufrieden mit der Resonanz auf die zweite Auflage des Wettkampfes, denn zahlreiche Zuschauer und Fans hatten ebenfalls den Weg auf den Gutshof genommen, um das Spektakel bei einer Grillwurst und Kaltgetränken oder Kaffee und Kuchen zu verfolgen.
In diesem Jahr gab es einige neue Regeln. Die Läufer rasten zwar immer noch einzeln die stählerne Treppenkonstruktion hinauf, doch nicht mehr in eingeteilten Achter-, sondern schon in Sechsergruppen kamen sie gemeinsam wieder hinunter.
Nach den leichten Handverletzungen eines Starters nach einem Sturz im vergangenen Jahr mussten die Starter darüber hinaus alle mit Handschuhen an den Start gehen. Dafür hatte der Bürgerverein eigens etliche Paare angeschafft.
Als erste Starterin begab sich in diesem Jahr Nicole Kottler auf den Treppenaufstieg bis zur Aussichtsplattform des Aussichtsturmes auf dem Gutshof. Als Startreihenfolge wurde die Anmeldereihenfolge genutzt.
Erik, der Enkel von Gerd Müller, gab laut und deutlich und mit einer Pfeife das Startsignal, woraufhin am Ziel die Stoppuhren in Gang gesetzt wurden. Waren sechs Läufer oben angekommen, mussten sie erst einmal hinunter, ehe die nächste Gruppe starten konnte.

Matthäus Barnstorff, Wehrleiter der FFW- Weferlingen
Auf allen Podesten sicherten Feuerwehrleute den Lauf ab. Darum schickte Gerd Müller neben dem Dank an alle Helfer ein besonderes Dankeschön an die Kameraden von Wehrleiter Matthäus Barnstorff, die sich ehrenamtlich und immer bereit erklären, den Bürgerverein bei solchen Aktionen zu unterstützen.

Kirschkönigin Judi, Zsolt Oroszhan, Rene´Henze, Holger Papajewski und Gerd Müller
Den Wanderpokal sicherte sich wie schon bei der ersten Auflage im vergangenen Jahr Holger Papajewski. Mit 46,27 Sekunden war er allerdings ein ganz kleines bisschen langsamer als 2017, als er in 45,17 Sekunden siegte. Zweiter wurde René Henze in 48,11 Sekunden vor Zsolt Oroszhan mit 50,15 Sekunden.

Christin Hamann
In diesem Jahr blieben fünf Läufer unter der 1-Minuten-Marke, wobei Christin Hamann mit 52,92 Sekunden als einzige Frau unter dieser Grenze blieb. Riesen Leistung von Christin, am Vortag lief sie beim Helmstedt Triathlon mit und belegte den 3. Platz- Glückwunsch!!!

Andrea Matthies
Das innerfamiliäre Duell der Familie Matthies entschied in diesem Jahr Andrea Matthies in 1,03 Minuten für sich. Ihr Mann Uwe, im vergangenen Jahr schneller als sie, kam auf 1,08 Minuten. Das bedeutete diePlätze 6 und 10.


Bronze an Alexis Hoffmann in 1,15 Minuten,Gold Leonard Grebe mit der super Zeit von 1,02 Minuten. Silber ging an Nele Malicke in 1,13 Minute
Bei den Kindern, insgesamt trauten sich sieben Mädchen und Jungen den Treppenlauf zu, es siegte der Schlussläufer Leonard Grebe mit der super Zeit von 1,02 Minuten. Silber ging an Nele Malicke in 1,13 Minute, Bronze an Alexis Hoffmann in 1,15 Minuten.
Von „Beinen wie Wackelpudding“ berichtete im Anschluss Sabine Müller, die sich in 1,12 Minuten Rang 12 eroberte. Und das, obwohl die aktive Handballspielerin im Training steckt. Ihre Erfahrung teilten übrigens auch andere Sportfreunde. Manche von ihnen kraxelten die letzen Stufen sogar auf allen Vieren hinauf.
Auch Ortsbürgermeister Dirk Kuthe begab sich auf den Lauf in die Höhe. Zwischendurch managte er noch einen Teil der Organisation und hielt sich an der Anmeldung auf. Mit passablen 1,15 Minuten landete Dirk Kuthe als Läufer schließlich auf Platz 13.
Das Museum ist seit kurzem um eine Attraktion reicher. Frau Barbara Boeckler überließ 7 Bilder , die von Ihrem verstorbenen Mann Frietjof Boeckler gemalt wurden, dem Bürgerverein Weferlingen e.V..

Frietjof Boeckler, ehemaliger Zahnarzt und Maler aus Weferlingen
Im Jahr 2013 hatte das Heimat- und Apothekenmuseum eine Ausstellung mit verschiedensten Bildern von Herrn Boeckler. Viele zeigten Weferlingen um die Jahrhundertwende zum 20. Jahrhundert. Jetzt sind sieben seiner Bilder auf Dauer im Museum zu sehen.
Sie finden einen würdigen Platz im neu gestalteten Museumskaffee.
Am 26. August findet der 2. Turmtreppenlauf des Bürgervereins statt. Das Anmeldeformular können Sie sich hier herunterladen und auf dem Rechner ausfüllen, dann ausdrucken und unterschreiben. Die Rücksendung kann dann als Scan per eMail an turmtreppenlauf [at] buergerverein-weferlingen . de , oder per Post an die Touristinformation Weferlingen, Gutshof 3, 39356 Weferlingen gesendet werden. Bitte haben Sie Verständnis, dass nur unterschriebene Anmeldungen berücksichtigt werden können. Auch wir müssen dem Online- Missbrauch vorbeugen. Gestartet wird in zwei Kategorien. Kinder von 8- 14 Jahren starten in einer Klasse und ab 15 Jahren aufwärts sind dann keine Grenzen gesetzt. Mädchen/ Jungen bzw. Frauen/ Männer starten gemeinsam. Gelaufen wird einzeln, die Gruppen bestehen jeweils aus 8 Personen. Nach dem die ersten 8 Starter den Turm wieder verlassen haben, geht die nächste Gruppe an den Start. Gewertet wird nach gelaufener Zeit. Bei Zeitgleichheit erfolgt ein Stechen.
Startbedingungen:
– gültige Startmeldung, Startgebühr 1€ (vor Ort zu entrichten)
– Alkohol- und Drogenverbot
– Kinder laufen zuerst
– Teilnehmerreihenfolge nach Anmeldeeingang
– die Sieger gewährleisten, dass der Wanderpokal für den kommenden Turmtreppenlauf zur Verfügung steht
– bei Unfällen und Beschädigungen von persönlichen Gegenständen während des Laufs haftet der Bürgerverein nicht
– Anmeldeschluss ist der 23. August 2018
Die Örtlichkeiten sind abgesichert durch die Örtliche Freiwillige Feuerwehr Weferlingen
Am Sonntag den 15. April 2018 startete der Bürgerverein Weferlingen mit einer Bilderausstellung in die neue Saison.

Die Kirschkönigin Judi und der Museumsleiter Gerd Müller bei der Saisoneröffnung
Zur Saisoneröffnung ging der Museumsleiter Gerd Müller auf die geänderten Öffnungszeiten des Museums ein. Jeweils am dritten Sonntag im Monat wird das Museum von 14.00- 16.30 Uhr geöffnet haben, es wird dann auch Kaffee und Kuchen angeboten. Der Burgturm hat einen Fahnenmast bekommen. Weht Oben die Fahne, so ist auch der Burgturm an diesem Tag zu besteigen. Eine noch zu installierende Informationstafel am Turm wird die Telefonnummern unserer Burgwächter enthalten. Diese können dann auch ausserhalb der Öffnungszeiten angerufen werden und wenn es deren Zeit erlaubt, wird der Turm extra geöffnet. Der Eintritt beträgt dann 2€ pro Person.

Frau Beneze übergibt ein Aquarell von Reinhold Heine (Helmstedt) an Gerd Müller im Beisein von Heiko Kloß

Dörte Beneze aus Kassel mit dem bemalten Gänseei
Durch einen glücklichen Umstand ergab sich zur Saisoneröffnung die Übergabe eines wunderschönen Bildes des „Grauen Harm“ mit seiner Zufahrt. Frau Dörte Beneze aus Kassel hat eine schöne Kinderzeit bei ihren Großeltern, Familie Ecke, in Weferlingen verbracht. So fühlte sich die gebührtige Helmstedterin immer mit diesem Ort verbunden. Dieses Bild, von dem Frisörmeister Reinhold Heine, war immer ein Lieblingsstück von ihr. Da aber ihre Kinder und Enkel keinen Bezug zu Weferlingen haben, vermachte sie es dem Museum in Weferlingen. Frau Beneze malt auch selbst in ihrer Freizeit. Zu ihrer Spezialität gehören Miniaturen auf Eiern. So bekam das Museum als Überraschung ein handbemaltes Gänseei mit dem Motiv des geschenkten Aquarells. Wir möchten uns dafür recht herzlich bei Frau Beneze bedanken.

Totale…

Marita Bullmann gibt bei der Ausstellungseröffnung detailierte Informationen zu jedem Maler
Marita Bullmann hat in akribischer Arbeit über Wochen hinweg diese Ausstellung vorbereitet. Zu sehen sind Bilder ehemaliger Weferlinger, Amtsrichter Herr ca. 1880, Lehrer Fritz Witte ca. Mitte des vergangenen Jahrhunderts und Dr. Rudolf Fügner ca. 1960- 1980. Es sind Bleistift- und Kohlezeichnungen, Farbkreidemalerei und Aquarelle. Hauptsächlich sind es Weferlinger Ansichten, aber auch Naturbilder und Jagdmotive sind dabei.

Die Gäste hören Frau Bullmann interessiert zu, links im Vordergrund Tochter und Sohn von Dr. Rudolf Fügner

Die Gäste besichtigen die Bilder und bekommen Zusatzinformationen von den Mitgliedern des Bürgervereins

Johanna Schulz, dritte von links, im Gespräch mit Annemarie Saffert (Tochter von Dr. Fügner)
Eine weitere Überraschung wurde von Frau Johanna Schulz, geborene Schwarz, aus Magdeburg überbracht. Die gebürtige Weferlingerin lernte von 1955- 1957 in der Adlerapotheke. Damals war die Einrichtung der Apotheke jene, die jetzt im Museum zu besichtigen ist. Erst Ende der 50iger Jahre ist die Einrichtung, aus dem Jahr 1836, von einer Moderneren abgelöst worden.
Frau Schulz hat dem Museum ihr Herbarium geschenkt, welches sie aus Anlass ihrer Ausbildung anfertigen musste. Eigentlich sollte Frau Schulz nur 30 Pflanzen präparieren und dokumentieren, doch es wurden über 100 Exemplare. Damit ist das Apothekenmuseum wieder um eine Atraktion reicher. Wir werden in einem anderen Artikel später ausführlich über diese Sammlung berichten.

Das Bäumchen steht,……Celina, als scheidende Kirschkönigin mit Judi als amtierender Kirschkönigin, hat ihren Kirschbaum gepflanzt.

……ordentlich Wasser dazu und der Baum trägt bald Kirschen.
Das Kirschbaumpflanzen von unserer ehemaligen Kirschkönigin Celina bildete den Abschluss unseres ereignisreichen Tages. Traditionell pflanzt die scheidene Kirschkönigin einen Süsskirschenbaum. Im Beisein der neuen Kirschkönigin Judi wurde auf der Allerwiese, unter den Augen der Gäste, der Kirschbaum gesetzt. Damit haben wir jetzt 4 Kirschbäume von unseren ehemaligen Kirschköniginnen.

Aquarell von Frisörmeister Reinhold Heine aus Helmstedt
Von Anett Roisch , Volksstimme Lokalteil
Zwei kürzere Filme beschäftigten sich mit der Jahreszeit. „Winter im Allertal“ und „Es muss doch Frühling werden“ entführten zunächst in tiefsten Winter mit dicker Schneedecke, zeigten die Aller fast zugefroren. Dann aber der Aufbruch in die wärmere Jahreszeit. Karl-Heinz Gebhard hatte die Filme teils kommentiert, aber auch viel Zeit gelassen, um einfach den Aufnahmen zu folgen.
Der Abschluss des Frühlingsfilms versetzte die Zuschauer geradezu in Erstaunen. Er erinnerte an die mehr als anderthalb Jahrhunderte dauernde Tradition des Weferlinger Männerchors. Genauer gesagt, erklang zum Schluss ein beeindruckendes Solo. Der Weferlinger Emil Buchmann hatte ein altes deutsches Volkslied gesungen, von Karl-Heinz Gebhard auf der Gitarre begleitet.
Damit klang der Abend zumindest filmisch aus. Die Frauen und Männer saßen aber noch eine Weile beisammen, um bei Tee und Keksen in Erinnerungen zu schwelgen. Karl-Heinz Gebhard erzählte von seinem Hobby. Und die Gäste nahmen gleich zwei Einladungen zu weiteren Veranstaltungen des Bürgervereins mit. So wird es demnächst einen weiteren Abend bei Tee und Tratsch geben, an dem ein Film des Filmstudios gezeigt wird. Dabei geht es dann um das große Fest zum 300. Geburtstag des Markgrafen Friedrich Christian von Kulmbach-Bayreuth, das vor zehn Jahren auf dem Burghof gefeiert wurde.
Ebenfalls einen Blick in die Weferlinger Geschichte wird es am Sonntag, 15. April, bei der Eröffnung der neuen Saison des Heimat- und Apothekenmuseums geben. „Auf den Spuren Weferlinger Künstler“ heißt die neue Sonderausstellung.
Dabei wird der Zeitraum etwa über ein gutes Jahrhundert gespannt. Die ältesten Zeichnungen sind um 1895 entstanden. Sie gehören zu den Schätzen im Weferlinger Museum. Die Zeichnungen vom Ende des 19. Jahrhunderts hat ein Amtsrichter E. Herr zu Papier gebracht. Mehr als Zeit und Name ist nicht ersichtlich.
Etwas mehr ist über den zweiten Weferlinger Künstler bekannt, der im 20. Jahrhundert Jahrzehnte als Lehrer in Weferlingen gewirkt und sich auch in der Kulturbund-Gruppe engagiert hat – Fritz Witte. Mehrere Motive seiner Zeichnungen sind sogar als Postkarten erschienen. Im Bestand des Museums befinden sich mehrere Werke von Fritz Witte.
Nur aus privaten Beständen kann das Schaffen des dritten Künstlers in dieser Ausstellung dokumentiert werden. Dr. Rudolf Fügner hat zauberhafte Aquarelle gemalt. Ältere Weferlinger werden den Arzt sicher noch gut kennen. Seine Familie stellt Bilder mit Weferlinger Motiven zur Verfügung.
Im Bestand des Museums befinden sich noch viele andere Bilder mit Weferlinger Ansichten, so hat Bernd Hoffmann, der sich gemeinsam mit dem Museumsleiter Gerd Müller sehr um die Erkundung der Bestände kümmert, festgestellt. Die beiden Ehrenamtlichen und weitere Aktive vom Bürgerverein sind auch dabei, das Archiv zu sichten. In vielen Freizeitstunden hatten Mitglieder des Vereins den Boden ausgebaut, Regale aufgestellt und die zahlreichen Dokumente neu sortiert. Dieser Prozess ist noch nicht abgeschlossen.
An Hand dieser Schätze ist im Bürgerverein die Idee entstanden, in einer weiteren Sonderausstellung auch noch andere Bilder mit Weferlinger Motiven zu zeigen. Meist gibt es dabei aber nur ein oder zwei Bilder, die einem Maler zugeordnet werden können. Um mehr darüber zu erfahren, könnte sich der Bürgerverein an die Einwohner wenden. Ältere werden vielleicht den einen oder anderen noch kennen.

Diese Ansicht von Weferlingen im Jahr 1894 hat der damalige Amtsrichter E. Herr gezeichnet. Sie zeigt die Ansicht des Fleckens von Süd-osten, hat der Künstler vermerkt. Zu sehen sein werden diese und weitere Zeichnungen ab 15. April im Weferlinger Heimatmuseum.
Jetzt aber werden erstmal drei Künstler in den Mittelpunkt des Interesses gerückt. Bei der Eröffnung der Ausstellung am 15. April wird es Kaffee und Kuchen geben. An dem Nachmittag kann auch der „Graue Harm“ wieder bestiegen werden. In der neuen Museumssaison wird auch die Ausstellung, die dem Weferlinger Maler Max Peiffer Watenphul in der evangelischen Kirche gewidmet ist, wieder zur selben Zeit wie das Heimat- und Apothekenmuseum geöffnet sein.