140 Jahre alt wird der Männerturnverein Weferlingen (MTV) in diesem Jahr. Guter Grund für eine Ausstellung im Heimat- und Apothekenmuseum, die gegenwärtig vorbereitet wird. Der Verein kann auf zehn Abteilungen verweisen.

140 Jahre Geschichte müssen in einen Raum passen. Das wird nicht einfach, sind sich Marco Radl, der Vorsitzende des MTV Weferlingen, und Gerd Müller, der ehrenamtliche Leiter des Heimat- und Apothekenmuseums, einig. Schon bei dem ersten Treffen, als Marco Radl den Fundus aus der Geschichte der Abteilung Fußball mitbrachte, und Gerd Müller alles dazulegte, was sich im Archiv der Bürgervereins im Museum zum Sport in Weferlingen fand, hätte der große Raum im Museum ohne Probleme gefüllt werden können. Und das Material ist erst nur ein Bruchteil.

Jetzt werden noch alle Abteilungen des Vereins Bilder und Dokumente aus ihrer Vergangenheit und Gegenwart beisteuern. Und dann gibt es ja auch noch die Sportart, die heute im Verein so nicht mehr betrieben wird, die aber in der Geschichte Bedeutung hatte und die im Namen des Vereins dokumentiert ist, das Turnen.

Heute gibt es im Verein zehn Abteilungen, das sind Fußball, Handball, Volleyball, Leichtathletik, Tischtennis, Kegeln, Tanzen, Kinderturnen, Gymnastik und Badminton. Ob die Akteure vom Kinderturnen an frühere Turntraditionen irgendwann mal anknüpfen können? Zu wünschen wäre es.

Die Ausstellungsplaner wollen selbstverständlich auch auf „Vorzeige-Weferlingerinnen“ aufmerksam machen. Auf besonders erfolgreiche Sportlerinnen, die in Weferlingen ihre sportliche Laufbahn begonnen haben. Die Leichtathletin Angela Voigt, damals hieß sie noch Schmalfeld, wurde 1976 in Montreal Olympiasiegerin im Weitsprung mit 6,79 Metern. Sie hat übrigens als Fünfkämpferin begonnen und sich dann auf den Weitsprung konzentriert. Zweite wurde sie 1973 bei den DDR-Meisterschaften und 1974 bei den Halleneuropameisterschaften.

Um bei Ausnahmesportlern zu bleiben, wäre da auch Handballerin Antje Lauenroth, die seit 2015/16 in der Bundesliga spielt, bereits 2008 mit der U20-Nationalmannschaft den Weltmeistertitel erkämpfte und mit ihrem Verein, der SG BBM Bietigheim, zweimal die Deutsche Meisterschaft gewann und 2017 ihr Debüt in der Nationalmannschaft gab. Handball und Fußball sind die stärksten Abteilungen beim MTV.

Für die Fußballer des Vereins, der damals allerdings BSG Traktor Weferlingen hieß, war der Sieg beim Bezirkspokal 1965 der bisher größte Erfolg. Damals gewann der Verein den „Goldenen Traktor“. Der Pokal, eben dieser goldene Traktor, war in den vergangenen Jahren leider abhanden gekommen. Doch in Flechtingen hatten die Weferlinger einen solchen Pokal ohne Beschilderung gesehen, den haben sie sich nun für die Ausstellung ausgeliehen.Marco gold. Traktor

Urkunde mit Mannschaftsbild und goldenem Traktor muss einen guten Platz in der Ausstellung bekommen, meint Marco Radl, der damit auch die Abteilung Fußball vertritt. Den Bezirkspokalsieg haben damals Günter Michaelis, Horst Reinisch, Dietmar Malicke, Joachim Dörge, Walter Paul, Heinz Eichelmann, Kurt Markgraf, Peter Pitterling, Peter Strube, Reiner Kraska, Horst Schild, Achim Miehe, Werner Heil und Günter Jeremias errungen. Die Namen sind auf dem Foto vermerkt. Unter vielen anderen Bildern aber stehen keine Namen. Bei Bildern jüngeren Datums ist es kein Problem, alle zu erkennen. Bei den älteren Bildern, beispielsweise bei dem Foto von 1906 allerdings dürfte das schwierig werden. Vielleicht aber entdecken künftige Besucher der Ausstellung ihre Vorfahren auf einigen Bildern.

Die Aktiven vom MTV und vom Bürgerverein hoffen, dass die Ausstellung am dritten Sonntag im April eröffnet werden kann. Seit Jahren ist es üblich, dass im Heimat- und Apothekenmuseum mit der neuen Sonderausstellung im großen Raum im Obergeschoss die neue Saison beginnt. „Wir möchten dann gern auch einen Infostand vor dem Museum aufbauen, um für unseren Verein zu werben“, sagt Marco Radl.

Kurze Saison im Heimat- und Apothekenmuseum- nur 245 Besucher

Das Heimat- und Apothekenmuseum in Weferlingen hat Winterpause, die diesjährige Saison war sehr kurz. Dennoch konnten Mitglieder des Bürgervereins 254 Besucher im Museum begrüßen.

Bernd Hoffmann hat jetzt die Ausstellung über die Markgrafen von Kulmbach-Bayreuth-Brandenburg und ihr Mausoleum in Weferlingen endgültig abgebaut. Er hatte diese Ausstellung auch maßgeblich gestaltet.02_DSC_0048

Wegen der Corona-Pandemie konnte der Bürgerverein das Heimat- und Apothekenmuseum nicht wie sonst üblich im Frühjahr mit einer neuen Ausstellung zur neuen Saison eröffnen. Erst im August war es möglich, Besuchern das Museum und eine neue Sonderausstellung zu zeigen. Die diesjährige Ausstellung hat sich den Markgrafen der sogenannten Weferlinger Linie gewidmet und vor allem der Sanierung des Mausoleums des Markgrafen Friedrich Christian von Kulmbach-Bayreuth. Denn der Bürgerverein hatte es sich vor einer Reihe von Jahren vorgenommen, das Mausoleum an der St.-Lamberti-Kirche sanieren zu lassen, da die Kirchengemeinde Weferlingen dazu nicht in der Lage war. Seither hatten die Vereinsmitglieder zielstrebig darauf hingearbeitet, das barocke Denkmal zu erhalten.

Im vergangenen Jahr konnte die Sanierung dank des Engagements des Vereins und dank Förderung aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) zur Verbesserung der Präsentation und nachhaltigen Nutzung des kulturellen Erbes im Land Sachsen-Anhalt abgeschlossen werden. Darüber gab die Ausstellung einen Überblick. Bernd Hoffmann und der Vereinsvorsitzende Heiko Kloß hatten sich während des Sanierungsprozesses ganz besonders eingesetzt, waren sowohl vor Ort als auch in ständigem Kontakt mit allen für die Fördermittel zuständigen Stellen.

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Siegerehrung der Männer mit Kirschkönigin Astrid 2020

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Alte und skurille Technik am Tag der süßen Tour

Obwohl das Museum nur wenige Tage öffnen konnte, kamen insgesamt 254 Besucher, zog Heiko Kloß Bilanz. Den Aussichtsturm erklommen in diesem Jahr 155 Besucher. Zwar war es nicht möglich, den Tag des offenen Denkmals wie in anderen Jahren mit einem Fest zu begehen, doch der Verein konnte wenigstens den Turmtreppenlauf und den Tag der Süßen Tour ausrichten.

2019 hatte der Bürgerverein, der Museum und Aussichtsturm ehrenamtlich betreut, im Heimat- und Apothekenmuseum 928 Besucher. Auf den Grauen Harm stiegen 523 Gäste. Die Mitglieder des Bürgervereins hoffen, dass sie 2021 auch wieder mehr für ihre Gäste da sein können, die an der regionalen Geschichte interessiert sind. Der große Raum im Obergeschoss des Museums, der den Sonderausstellungen vorbehalten bleibt, ist jetzt leer. Wann im nächsten Jahr eine neue Ausstellung präsentiert werden kann, ist jetzt noch nicht absehbar.

Quelle: Volkstimme Haldensleben, Bilder M.Bullmann, H.Kloß

Ein „Süßer Tag“ in Weferlingen

Ein „Süßer Tag „ in Weferlingen

Jedes Jahr im Oktober findet der Tag der süßen Tour statt. An vielen Orten der Magdeburger Börde steht der Tag unter dem Motto: „Süßer Tag – unterwegs auf der Zucker- und Rübenroute“. Es gibt Werks- und Museumsführungen und kulinarische Angebote für Groß und Klein. Dieser Tag im Oktober wurde vom Tourismusverband Elbe-Börde-Heide ins Leben gerufen.

Der Bürgerverein Weferlingen e.V. war ebenfalls aktiv dabei.

Am 17. Oktober 2020 wurde in der Bibliothek u. Tourist – Information eine Ausstellung zur Geschichte der Zuckerproduktion in unserer Region präsentiert und auf dem Gutshof konnte alte Landtechnik bestaunt werden.

Hiermit endet die Museumssaison für das Jahr 2020. 

Wenn das Virus es zulässt, wird der Tag der süßen Tour auch im Jahr 2021 stattfinden. Wie wir diesen Tag gestalten, steht noch nicht fest, Lassen Sie sich überraschen, sicher wird auch etwas für Sie dabei sein.

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Das war der Turmlauf 2020- neue Rekorde in allen Klassen

Gleich reihenweise purzelten die Bestzeiten beim 4. Weferlinger Turmtreppenlauf. 28 Teilnehmer traten trotz der Pandemieauflagen an und übertrafen alle Erwartungen. Erfreulich waren die Teilnahmen von Läufern, die eine beachtliche Anreise auf sich nahmen. Bei den Männern hatten Wolfram Klafke und Sven Hofmann eine über 50km lange Anreise. Durch persönliche Kontakte mit Weferlingern sind die Herren auf den Lauf aufmerksam geworden. Die Männer traten mit 8 Läufern, die Frauen mit 10 Läuferinnen, die Kinder starteten mit 6 Mädchen und 4 Jungen. Durch die Coronaauflagen konnten leider die Eltern der Kinder und die Fans der Läuferinnen und Läufer nicht im Turminneren anfeuern.Die Teilnehmer wurden von Lutz-Otto Westphal einzeln in den Burgturm zur Startlinie geführt, während die anderen draußen warten mussten. Um die Spannung und Stimmung anzufeuern, wurden die Ergebnisse sofort per Funk, durch die Kameraden der FFW, nach unten übermittelt. Vor dem Burgturm wurden dann die Ergebnisse, von Weferlingens Wehrleiter Matthäus Barnstorff, auf einer Tafel präsentiert. Zuerst durften die Mädchen starten. Hier holte sich Lena Hartmann mit 50,35 Sekunden einen hervorragenden 1. Platz. Bei den Jungen verwies Taro Peine, wie schon im Vorjahr, die Konkurrenz auf die Plätze. Mit einer Verbesserung seiner Vorjahreszeit um 4 Sekunden, schaffte er den Sieg in unglaublichen 44,75 Sekunden. Bei den Frauen traten in diesem Jahr die Handballerinnen an. Somit musste die Siegerin des Vorjahres, Christin Hamann, den Sieg an Marie Nasdala mit 51,41 Sekunden abgeben. Hier wird die Stärke von Lena Hartmann recht deutlich, denn sie hätte die Frauenkonkurrenz glatt geschlagen. Bei den Männer konnte der Vorjahressieger Holger Papajewski nur Platz 5 belegen. Nach drei Siegen in Folge gab er sehr zufrieden seinen Titel ab. Finn Gerloff siegte bei den Männern mit der bisherigen Bestzeit von 41,41 Sekunden. Nach jeweils 6 Läufen wurde kurz unterbrochen und die Starter gingen dann vom Turm runter. Dort wurden sie mit großem Jubel und Applaus empfangen. Durch den Bürgerverein wurden Gäste und Läufer mit Bratwurst vom Grill und Getränken versorgt. Die FFW hatte ihre Fahrzeuge zur Besichtigung vor die Hallen gefahren. Weferlingens Ortsbürgermeister Dirk Kuthe, der ebenfalls bei den Männern startete, bedauerte sehr, dass der Tag des offenen Denkmals aufgrund der Pandemie ausfallen musste. Dieser wäre an diesem Tag vom gesamten Dorf begangen worden.

Die Ergebnisse:

Mädchen                                             Jungen                                            Frauen

1. (50,35) Lena Hartmann,           1. (44,75) Taro Peine,                  1. (51,41) Marie Nasdala

2. (57,,22) Margaretha Sobczyk, 2. (49,32) Leonhard Grebe,       2. (54,63) Christin Hamann

3. (66,78) Catharina Hoffmann,  3. (71,44) Constantin Sobszyk, 3. (58,22)Romy Pflügner

Männer

1. (41,41) Finn Gerloff     2. (45,41) Wolfram Klafke       3. (46,13) Sven Hofmann

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Die Männer bei der Siegerehrung, Kirschkönigin Astrid, Sven Hofmann, Finn Gerloff, Wolfram Klafke

 

Ein süsser Tag in Weferlingen

Am 17. Oktober 2020 findet in 21 Orten der Magdeburger Börde

„Ein süsser Tag – unterwegs auf der Zucker- und Rübenroute“ statt. 

Es gibt Werks- und Museumsführungen und kulinarische Angebote für 

Groß und Klein. Dieser Tag im Oktober wurde vom Tourismusverband 

Elbe-Börde-Heide ins Leben gerufen.

        – Ausstellung über die Zuckerindustrie im Landkreis Börde und Helmstedt

        – Präsentation alter und neuer Landtechnik 

       – Ausstellung „ Die Markgrafen von Kulmbach Bayreuth Brandenburg und

          ihr Mausoleum in Weferlingen“ mit Bildern von der Sanierung

        – Max Peiffer Watenphul – Ausstellung in der St. Lamberti Kirche

        – Bergfried geöffnet

        – Ponykutschfahrten

 

Für Kaffee & Kuchen, Bratwurst vom Grill u. Getränke ist gesorgt

Haben Sie vielleicht noch einen alten Traktor?

             …Kommen Sie doch einfach mit Ihrem Fahrzeug vorbei.

Natürlich können Sie an diesem Tag auch den Weferlingen Kalender kaufen, der dieses Mal den Titel trägt: „Weferlingen Ansichten in Postkarten, Fotografien und Anzeigen.“

Kalender_Weferlingen_2021_DV_k.pdf_page_01Außer an diesem Tag, ist der Kalender zu den üblichen Öffnungszeiten in der Bibliothek und Tourist-Information und im Geschäft von Heike Peters im Steinweg zum Preis von 7,00€ erhältlich.

Vielleicht schon eine Idee zu Weihnachten?

Ebenfalls in der Bibliothek sind Tassen mit Motiven von Weferlingen zum Preis von 7,50€ käuflich zu erwerben.

Die Ausstellung ist ebenfalls am 18.10.2020 von 14 – 16 Uhr zu sehen.

dann aber nur mit Kaffee & Kuchen.

Damit endet die Saison 2020 für das Heimat- u. Apothekenmuseum

 

Wir sind traurig über den plötzlichen Tod unseres Turmwächters Harald Märtens

Plötzlich und viel zu früh ist unser langjähriges Mitglied Harald Märtens verstorben. Harald war im Verein eine aktive Stütze bei unseren Veranstaltungen. Bei der Präsentation unserer Vereinsarbeit an diversen Ständen,als Mediengestalter, als Fahrer unserer Kirschkönigin bei Umzügen und als Turmwächter des Grauen Harm. Wir sind tieftraurig und möchten unser tiefes Mitgefühl seiner Familie aussprechen. Zum Gedenken an ihn leuchtet eine Fackel bei Nacht auf dem Burgturm.

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Harald Märtens, Celina Eichelman und Gerd Müller bei der Präsentation des Vereins auf einer Tourismusbörse (von Rechts)

Die Mitglieder und der Vorstand des Bürgervereins Weferlingen

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Stand des Bürgervereins bei der Aller- Ohre- Elbe- Sarreradtour in Süplingen

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Harald Märtens überreicht einer Besucherin des Burgturms den neuen, von ihm entworfenen, Flyer über die Burg

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Markgrafenfest in Weferlingen, Kirschkönigin Celina und Kirschprinzessin Joline werden von Harald Märtens chauffiert.

Am 16. August 2020 wird die neue Ausstellung über die Markgrafenfamilie und das restaurierte Mausoleum eröffnet

-Im Bild sehen Sie das Markgräfliche Schloss in Erlangen, welches ab 1700 erbaut wurde-

Die Markgrafen von Kulmbach Bayreuth Brandenburg und ihr Mausoleum in Weferlingen- unter diesem Thema startet der Bürgerverein seine neue Ausstellung im Heimat- und Apothekenmuseum. Dargestellt wird die Geschichte der Markgrafenfamilie damals- in Wort und Bild. Viele Objekte der Ausstellung stammen aus dem bisher noch nicht veröffentlichten Fundus des Museums. Bezugnehmend auf die Restaurierung des Mausoleums 2019 finden sich viele Materialien aus der historischen Bauphase. In einer Präsentation können Sie den zeitlichen Ablauf der Restaurierung in Bildern erleben. Ebenfalls ist der Burgturm geöffnet, Kaffee und Kuchen werden gereicht.Wappen_Brandenburg_Ansbach_Kulmbach_Bayreuth

Wir möchten darauf hinweisen, dass die Öffnung nur unter Einhaltung der hygenischen Bestimmungen, sowie nach geltenden Abnstandsregeln erfolgt.

Der Bürgerverein freut sich auf Ihren Besuch!

Bildquelle: Wikipedia

Der Bürgerverein und Weferlingen haben eine neue Kirschkönigin

Astrid Becker heißt die neue Kirschkönigin für Weferlingen. Sie hat das Amt der Repräsentantin des Bürgervereins Weferlingen von Judy Nordt übernommen,die demnächst eine Ausbildung beim LK Börde als Rettungsanitäter beginnt. Da bleibt nicht mehr viel Zeit um das Amt der Kirschkönigin auszuüben. Letztmals zog sie am Sonntag zur Amtsübergabe ihr Kirschköniginnenkleid an. Die Tradition des Kirschbaumpflanzens ist mit Judy jetzt zum fünften Mal wiederholt worden. An den Allerwiesen steht jetzt „Schneiders Knorpelkirsche“ für Judys Amtszeit vom 2017-2020. Judy überreichte die Schärpe der Kirschkönigin an Astrid, so wurde symbolisch die Amtsübergabe vollzogen und Judy`s Amtszeit ist beendet.IMG_0569neu

Astrid Becker kam mehr durch Zufall als durch eine Wahl zum Amt der Kirschkönigin. Über ihren Lebenspartner, ein Weferlinger, kam die Braunschweigerin nach Weferlingen. Beide sind engagiert im Bürgerverein und nach dem Denkmaltag im September 2019 kam einigen Vorstandsmitgliedern der Gedanke, “ fragen kostet nichts“. Und Astrid stimmte zu, so wurde aus einer Idee die Realität. Wir wünschen Astrid eine schöne Amtszeit in Weferlingen und hoffen, dass sie so schnell wie möglich ihre Amtsgeschäfte aufnehmen kann. Zur Zeit ist der Bürgerverein in der Planung der nächsten Veranstaltungen. Da wäre der Turmtreppenlauf und der Denkmaltag im September. Offiziell ist dieser Tag bundesweit abgesagt, aber der Verein plant eine kleine Veranstaltung, bei der evtl. der Turmtreppenlauf auch stattfindet. Das hängt aber von der Genehmigung der Stadt ab. Wir werden Sie rechtzeitig über den Stand der Dinge informieren. Bleiben Sie uns gewogen, wir freuen uns immer auf Ihren Besuch.

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Quelle: Auszüge aus der Volksstimme

Orgelandacht anlässlich der Kirchweihe vor 300 Jahren und zur Restaurierung des Mausoleums- zwei Gute Gründe um Bilanz zu ziehen

Es sollte ein großes Fest werden. Doch wegen der Corona-Pandemie konnte die Kirchengemeinde Weferlingen lediglich zu einer Orgelandacht einladen, um an die Weihe der Kirche vor 300 Jahren zu erinnern und die Sanierung des Mausoleums zu würdigen.

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Christine Sobczyk (l.) und Pfarrerin Karen Simon- Malue begrüßten die Besucher in der Kirche zu diesem doppelten festlichen Anlass

„Eigentlich wollten wir heute ein großes Fest feiern“, wandte sich Christine Sobczyk, die Vorsitzende des Gemeindekirchenrats des Kirchengemeindeverbands Weferlingen, an die Frauen und Männer, die am Sonnabend in die St.-Lamberti-Kirche gekommen waren. Eigentlich sei aber die Kirche vor 300 Jahren noch gar nicht ganz fertig gewesen, dennoch wurde sie geweiht. Und eigentlich wollte der Markgraf Friedrich Christian von Kulmbach-Bayreuth in dem Mausoleum, das er sich an der Südseite der Kirche erbauen ließ, beigesetzt werden, doch sein Sarg steht in der Familiengrabstätte im fränkischen Himmelkron. Es gab viele solche „Eigentlichs“ in der Begrüßung der Gäste am frühen Abend. Eigentlich sollte an diesem Sonnabend in der Kirche auch Theater gespielt werden. Doch Corona hatte das geplante Fest zunichte gemacht.

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Kantor Johannes Kirchberg lud musikalisch zum Träumen ein

Stattdessen wurde mit einer Orgelandacht an die Weihe der Kirche vor 300 Jahren erinnert, an deren Bau die Markgrafenfamilie maßgeblichen Anteil hatte. Und gleichzeitig wurde die Sanierung des Mausoleums gewürdigt, wofür Christine Sobczyk dem Bürgerverein großen Dank aussprach. Kantor Johannes Kirchberg hatte für diesen Anlass Stücke von Komponisten ausgewählt, die vor drei Jahrhunderten gelebt haben. Er spielte das Concerto in G und in D von Christoph Wolfgang Druckenmüller und einen Choral mit 9 Variationen von Johann Gottfried Walther. „Wer wohl vor 300 Jahren bei der Weihe der Kirche dabei war? Wie es wohl gewesen ist? Da können wir uns heute nur hineinträumen“, sagte Christine Sobczyk. Und das Orgelspiel von Johannes Kirchberg verleitete tatsächlich zum Träumen.

Pfarrerin Karen Simon-Malue zitierte aus Anlass der Kirchweih eine Interpretation des Psalms 84 aus der Lutherbibel. Darin heißt es, dass die Menschen im Tempel, in Gott ein Zuhause finden: „Du schenkst mit vollen Händen, was dem Leben Sinn gibt.“ Sie wünschte der Kirche, dass sie auch in den nächsten 300 Jahren den Menschen Halt und ein Zuhause gebe.

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Bernd Hoffmann berichtete über die Arbeiten am Mausoleum

Bernd Hoffmann widmete sich ganz und gar der Gegenwart. Er gab einen Einblick in die Mühen des Bürgervereins, der sich 2011 das Ziel gesetzt hatte, das 1768 fertiggestellte Mausoleum vor dem Verfall zu bewahren, denn er hat die Bautätigkeit im vergangenen Jahr begleitet.

Besonderen Dank richtete Bernd Hoffmann an Gerald Wolters, ohne den der Verein das Projekt nicht angepackt hätte. Er sei über Jahre der „aktive Unruhepol“ gewesen. Nach vielen Vorarbeiten konnte der Bürgerverein 2017 den Antrag auf Förderung für die Sanierung des Mausoleums in der Lokalen Aktionsgruppe Flechtinger Höhenzug stellen. Zu diesem Zeitpunkt verfügte der Verein dank vieler Aktionen und Sponsoren über die Eigenmittel, die für das Vorhaben nötig waren. Im Februar 2019 erhielt der Bürgerverein die Zusage von der Investitionsbank Magdeburg über eine Förderung von etwa 270000 Euro aus dem europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Mit einer Eigenfinanzierung von 30000 Euro stand damit eine Summe von 300000 Euro zu Buche. Der Landkreis Börde sicherte zudem noch eine Förderung von maximal 30000 Euro zu.

Bernd Hoffmann dankte allen an diesem Vorhaben beteiligten Partnern von den Sponsoren über die Baufirmen bis zum Landesamt für Denkmalpflege, der Kirchengemeinde und dem Kirchenamt Magdeburg, denn ohne Zwischenfinanzierung wäre das Objekt nicht realisierbar gewesen. Eindringlich schilderte Bernd Hoffmann den maroden Zustand des Mausoleums. Das Dach war kaputt, es habe durchgeregnet, einige Balken waren verfault, auf dem Boden lag jede Menge Müll. Das Bauwerk war mit Metallteilen geankert, die nicht mehr hielten, berichtete er. „Wir konnten das Mausoleum vor dem Verfall retten, aber wir sind noch nicht fertig“, erklärte er. Als nächste Aufgaben zählte er die Verglasung, die Restaurierung der Gitter, den Innenanstrich, Elektroarbeiten und die Sanierung der Figur auf, die in Einzelteilen im Mausoleum liegt. „Auch dabei brauchen wir Ihre Hilfe“, wandte er sich an die Zuhörer.

Zugleich blickte Bernd Hoffmann noch weiter zurück als 300 Jahre. Vor dem Bau der St.-Lamberti-Kirche habe gleich daneben eine kleinere Kirche gestanden, die unter anderem die Grabeskirche der Familie von Friedrich II. von Hessen-Homburg war, der Landgraf von Hessen-Homburg lebte mit seiner Familie 1662 bis 1701 in Weferlingen. Bekannt wurde er als der Landgraf mit dem silbernen Bein, da er eine Beinprothese trug. Mit Heinrich von Kleists Drama „Prinz Friedrich von Homburg“ hat er allerdings nicht viel gemein.

Der Bürgerverein, der 2008 wieder gegründet wurde und in dem Jahr den 300. Geburtstag von Friedrich Christian von Kulmbach-Bayreuth mit einem großen Fest feierte, hat die Markgrafenfamilie wieder aufleben lassen. Jetzt will er sich auch mit der Geschichte des „Prinzen von Homburg“ beschäftigen und dieses Stück Weferlinger Geschichte aufarbeiten. Dafür bat Bernd Hoffmann auch um Unterstützung.

Quelle: Volksstimme HDL/ Lokalseite