Ergebnisse des 3. Turmtreppenlaufs

 

Der 3. Turmtreppenlauf in Weferlingen ist Geschichte. Die Ergebnisse in der Kategorie in der Altersklasse bis 14 Jahre sind sensationell.

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Der Gewinner, Taro Peine ist noch keine 10 Jahre alt und flitzte in 49 Sekunden auf die oberste Plattform. Damit stellte in der Kinderkategorie einen neuen Rekord auf. Der Vorjahressieger, Leonhard Grebe lief in 50 Sekunden und unterlag mit einer Sekunde Rückstand. Er verbesserte seine Vorjahresleistung um 12 Sekunden. Lena Hartmann und Xander Wels belegten mit einer identischen Zeit von 55 Sekunden gemeinsam den dritten Platz. Insgesamt gingen 11 Kinder an den Start.DSC_0035be

Ersmals starteten Männer und Frauen in zwei Gruppen. Bei den Frauen gab es leider nur zwei Anmeldungen, die Handballfrauen hatten an diesem Nachmittag ein Spiel. Somit gingen zwei Läuferinnen an den Start. Christin Hamann lief in 53,95 Sekunden die 149 Stufen hinauf. Sie nahm bereits zum dritten Mal am Lauf Teil. Die zweite Läuferin, Melanie Fellecke, absolvierte den Lauf in 1Minute und 13 Sekunden. Die junge Mutti, die erst vor 9 Wochen ihr zweites Kind bekommen hat, erkämpfte sich den zweiten Platz in einer durchaus guten Zeit.be

Das Duell der Männer um den ersten Platz hätte spannender nicht sein können. Der Vorjahresdritte, Szolt Orozlan, startete als erster und lief in einer Traumzeit von 46,65 Sekunden die 149 Stufen nach oben. Holger Papajewski, der Sieger von 2017 und 2018, startete als zweiter. Er schaffte den Hattrick und siegte mit 46,27 Sekunden. Viel knapper hätte die Entscheidung kaum ausfallen können.ber

Bedanken wollen wir uns als Veranstalter bei der freiwilligen Feuerwehr Weferlingen. Die Kameraden sicherten im Turm die Podeste und sorgten für die notwendige Aufsicht beim Lauf.DSC_0056be

Weiterhin bedanken wir uns beim Autohaus Heinicke, speziell beim Geschäftsführer Dietmar Steffens, der durch sein Sponsoring über VW -DasWeltAuto- die Siegerprämien finanzierte.DSC_0061be

Wer einmal selbst die Stufen im Sprint oder auch nur ganz gemütlich erklimmen möchte, der ist herzlich zu unseren Öffnungszeiten eingeladen. Natürlich kann man auch im nächsten Jahr für einen neuen Rekord sorgen und sich am 4. Turmtreppenlauf beteiligen.

Wie kamen die Franken nach Weferlingen?

Das Mausoleum an der evangelischen Kirche in Weferlingen ist seit einigen Monaten verhüllt. Dank des Engagements des Bürgervereins wird es mit EU-Fördermitteln saniert. Das barocke Denkmal ist Zeitzeuge für eine Episode in der Weferlinger Geschichte.

 Das Mausoleum des Markgrafen Friedrich Christian von Kulmbach-Bayreuth ist in seiner Art einzigartig für den Norden Deutschlands, dabei erinnert es nur an zehn Jahre Weferlinger Geschichte. Von 1706 bis 1716 lebte die Familie des Markgrafen Christian Heinrich von Brandenburg-Kulmbach im beschaulichen Weferlingen.

Doch wie ist die Familie aus Franken überhaupt nach Weferlingen gekommen? Christian Heinrich von Brandenburg-Kulmbach, 1661 in Bayreuth geboren, hatte 1687 die Gräfin Sophia Christiana von Wolfstein geheiratet, eine ausgesprochene Liebesheirat, nicht standesgemäß. Christian Heinrich konnte seinen Kindern keine standesgemäße Ausbildung sichern. Deshalb wandte er sich 1703 an den preußischen König Friedrich I. Dieser hatte ein Auge auf das fränkische Stammland der Hohenzollern geworfen. Er wollte auch über das Fürstentum Brandenburg-Bayreuth herrschen. Im Wege standen ihm dabei jedoch die Erbansprüche der Kulmbacher Linie, also von Christian Heinrich und seinen Söhnen.

Als nun Christian Heinrich den preußischen König um Hilfe bat, bot ihm dieser einen standesgemäßen Lebensunterhalt und die Tilgung seiner Schulden an, wenn er und seine Söhne auf seine Erbansprüche an den fränkischen Hohenzollerlanden verzichten würden, schrieb Kastellan Harald Stark aus Kulmbach. Nach monatelangen Verhandlungen wurde der Vertrag unterzeichnet. Der preußische König sicherte Christian Heinrich und jedem seiner männlichen Erben sowie seiner Gattin jährliche Apanagen zu. Sollte es dazu kommen, dass die beiden Fürstentümer an den preußischen König fielen, sollte Christian Heinrich Abfindungen erhalten. Als Residenz sollte dem Markgrafen das Amt Wolmirstedt dienen. Dessen Einkünfte sollten die versprochenen Apanagen sichern, so berichtete der Weferlinger Chronist Nebelsieck.Dieses Schloss war jedoch in schlechtem Zustand.

Burganlage vor 1925

Burganlage/ Altes Schloss im baulichen Zustand um 1900

Erst 1705 fiel schließlich die Entscheidung, ins Schloss Weferlingen zu ziehen. Dieses Schloss war infolge der baulichen Fürsorge des Landgrafen von Hessen-Homburg in ziemlich gutem Zustand, schrieb Nebelsieck. „Es enthielt schöne fürstliche Gemächer, und der ganze große Bau mit dem alten Burgturm (,Grauer Hermann‘), der Zugbrücke, den doppelten, von der damals noch klaren Aller gespeisten, von zahlreichen Fischen belebten Wassergräben machte einen recht stattlichen Eindruck. Ein großer Garten mit 2 Lusthäusern, fruchtbaren Obstbäumen und grünen Rasenflächen, dazu der Blick auf den nahen Wald, den schönen Riesen, und auf grüne, von der plätschernden, hellen Aller durchflossene Wiesen erfreuten Auge und Herz“, so zitierte Nebelsieck aus dem Bericht eines Magdeburger Beamten.

Erst am 17. September 1706 konnte der Markgraf mit seiner Familie in Weferlingen einziehen. Im März 1707 wurde Tochter Sophia Carolina geboren. Die Geburt seines jüngsten Sohnes Christian Friedrich im Juli 1708 erlebte er allerdings nicht mehr, denn er starb bereits im Frühjahr 1708. Seine Witwe ließ sich danach das neue Schloss erbauen und zog dort ein. Sein ältester Sohn Georg Friedrich Karl, 1688 geboren, trat seine Nachfolge in Weferlingen an. Er heiratete 1709 Dorothea von Holstein-Beck. Ihre fünf Kinder wurden hier geboren.

1715 strebte Georg Friedrich Karl gemeinsam mit seinem Bruder Albrecht Wolfgang, geboren 1689, die beide nach dem Tod des Vaters nach Weferlingen gekommen waren, die Aufhebung des Vertrages mit dem König an. Inzwischen regierte König Friedrich Wilhelm I. in Preußen. Da eine gütliche Einigung misslang, reichte Georg Friedrich Carl eine Klage an den Reichshofrat ein. Daraufhin entzog der König den Brüdern das Wohnrecht in Weferlingen und sämtliche Einkünfte.

1716 zog die Familie komplett aus dem Schloss in Weferlingen aus. Die verwitwete Markgräfin blieb mit den jüngeren Kindern im Neuen Schloss in Weferlingen wohnen.

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Diese Postkarte aus dem Verlag von Friedrich Rath zeigt das Mausoleum an der St.-Lamberti-Kirche vor etwa 100 Jahren. Für die Kinder aus dem Ort war das damals sicher ein bedeutsamer Ort.

Wegen der Aufhebung des Vertrages begann ein langer Prozess. Dabei erhielten die Brüder viel Unterstützung von fränkischer Seite. Erst im Dezember 1722 kam es zu einem Vergleich. Bereits 1726 trat Georg Friedrich Karl nun als Markgraf von Kulmbach-Bayreuth die Herrschaft über die fränkischen Fürstentümer an. Nach seinem Tod trat sein 1711 in Weferlingen geborener Sohn Friedrich die Nachfolge an. Als der 1763 starb, musste sein 1708 in Weferlingen geborener Onkel Friedrich Christian die Herrschaft übernehmen. Er starb 1769. Ein Jahr vorher war das Mausoleum an der evangelischen Kirche in Weferlingen, das er sich erbauen ließ, fertig geworden. Sein Sarg steht jedoch in der Familienbegräbnisstätte im fränkischen Himmelkron.

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Der Weferlinger Lutz-Otto Westphal verkörpert heute den Markgrafen Friedrich Christian von Kulmbach-Bayreuth. Seit 2008 „lebt“ die Markgrafenfamilie wieder in Weferlingen.

Im 250. Todesjahr von Friedrich Christian kann nun endlich das Mausoleum saniert werden dank Förderung aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) zur Verbesserung der Präsentation und nachhaltigen Nutzung des kulturellen Erbes im Land Sachsen-Anhalt im Rahmen von CLLD. Das Mausoleum erinnert an eine bewegte Zeit. Der Bürgerverein hatte den 300. Geburtstag des Markgrafen im Jahr 2008 zum Anlass genommen, die Familie wieder erstehen lassen. In weiteren Folgen wird über die Familie und ihre Geschichte berichtet.

Quelle: Volksstimme Haldensleben/ Lokalteil

Sommertour mit dem Helmstedter Landrat Gerhard Radeck an der ehemaligen Grenze unterwegs

In Weferlingen stellten sich viele Radler zu einem Erinnerungsfoto auf. Bernd Hoffmann (Mitte mit rotem Shirt), Heike Berndorff (links daneben) und Gerd Müller (dahinter) vom Bürgerverein haben den Helmstedter Landrat Gerhard Radeck (mit gelbem Trikot) und seinen Haldensleben Kollege Martin Stichnoth (links daneben) sowie alle Radfahrer begrüßt.

Radfahrer aus dem Landkreis Helmstedt sahen sich am Sonntag das Heimat- und Apothekenmuseum in Weferlingen an. Sie waren auf einer Sommertour mit dem Helmstedter Landrat Gerhard Radeck an der ehemaligen Grenze unterwegs.

Rund 40 Radler aus dem Nachbarkreis Helmstedt machten am Sonntagvormittag in Weferlingen Station. Mitglieder des Bürgervereins begrüßten die Frauen und Männer. Heike Bernsdorff, Gerd Müller, Bernd Hoffmann und Bruno Schmidt berichteten von der Weferlinger Geschichte und Gegenwart, führten durch das Museum und bemühten sich, alle Fragen der Gäste zu beantworten. Auch Martin Stichnoth, Landrat aus dem Landkreis Börde, hieß die Nachbarn in Weferlingen willkommen. Die Radler waren nämlich gemeinsam mit dem Helmstedter Landrat Gerhard Radeck unterwegs.

Gerhard Radeck, der im Landkreis Helmstedt 2016 zum Landrat gewählt wurde, hatte zum dritten Mal zu einer Sommertour eingeladen. Im ersten Jahr war er mit Interessenten in zwei Etappen von Marienborn nach Räbke und von Königslutter nach Lucklum gewandert. 2018 startete die erste Radtour. Sie führte zu den verschwundenen Dörfern in den Landkreisen Helmstedt und Börde rund um den Lappwaldsee. Wegen des Kohleabbaus mussten hier Dörfer aufgegeben werden. In diesem Jahr zum 30. Jahrestag der Grenzöffnung war das Motto, das grüne Band zu erleben. Von Helmstedt aus führte die Radtour über Weferlingen und Walbeck zum Brunnental und dann zur Gedenkstätte Deutsche Teilung in Marienborn.

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Mit großem Interesse sehen sich Gäste die Sonderausstellung zum 30. Jahrestag der Grenzöffnung zwischen Weferlingen und Grasleben an.

In Weferlingen interessierten sich die Radfahrer für die Burganlage, einige bestiegen auch den „Grauen Harm“, den Aussichtsturm. Großes Interesse fand das Heimat- und Apothekenmuseum, vor allem die Ausstellung zur Öffnung der Grenze zwischen Weferlingen und Grasleben vor 30 Jahren. Da wurden nicht nur bei Birgit Struck aus Grasleben viele Erinnerungen wach. Auch für Anne Metzing, die erst seit kurzer Zeit in Rottorf am Klei wohnt, war diese knapp 40 Kilometer lange Radtour an der ehemaligen Grenze interessant.

Der Kreistag habe ihn aufgefordert, kulturelle Zusammenarbeit und Zusammenschluss mit Nachbarn anzuschieben, erzählte Gerhard Radeck. Vielleicht könne man auch mal hierüber schauen, scherzte er. Ein Zusammenschluss über Landesgrenzen hinweg würde wohl nicht zustande kommen, eine Zusammenarbeit im Tourismus über Kreis- und Landesgrenze hinweg aber wird sogar angestrebt, bekräftigte auch sein Amtskollege Martin Stichnoth. Es sei nötig, mehr aufeinander zuzugehen, stellte Stichnoth fest. Er sei vor wenigen Monaten mit dem Ministerpräsidenten im Gymnasium in Weferlingen gewesen, da hätten die Schüler auch nach mehr Buslinien nach Niedersachsen gefragt. Man müsse mehr Zuständigkeitsgrenzen abbauen, erklärte er. Man lebe in einer Region, in der sich Freundschaften und Beziehungen entwickeln. Ganz wichtig sei es ihm jetzt, das Tourismuskonzept im Kreistag weiterzubringen. Es wäre das i-Tüpfelchen, wenn zwei Landkreise was gemeinsam machen.

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Der ehrenamtliche Museumschef Gerd Müller (l.) erzählt mit dem Helmstedter Landrat Gerhard Radeck über die Burganlage.

Thomas Kempernolte vom Team Elm-Freizeit verwies auf die Erarbeitung eines Radwegenetzes, das beide Landkreise umfasst und am 5. September in Schöningen vorgestellt werden soll. Eine Strecke davon legten die Radler am Sonntag nach dem Zwischenstopp in Weferlingen noch zurück. In Walbeck war eine Mittagspause an der Badestelle geplant. Und den Abschluss des Tages bildete eine Führung in der Gedenkstätte Deutsche Teilung in Marienborn.

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Beim Besuch der Radfahrergruppe aus dem Landkreis Helmstedt im Heimat- und Apothekenmuseum Weferlingen kamen auch Bruno Schmidt vom Bürgerverein Weferlingen (r.) und der Ortsheimatpfleger Gerhard Kaminski aus Emmerstedt ins Gespräch. Der Weferlinger Bruno Schmidt kennt sich mit der Weferlinger Geschichte gut aus. Der Gast aus Emmerstedt interessierte sich auch fürs Plattdeutsche. Auch da fand er in Bruno Schmidt einen guten Gesprächspartner.

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Gerhard Radeck, Landrat im Nachbarkreis Helmstedt, hatte bei seiner Sommertour entlang der einstigen innerdeutschen Grenze für die Weferlinger auch ein Gastgeschenk mitgebracht. Als die Radfahrer von Mitgliedern des Bürgervereins in Weferlingen begrüßt wurden, überreichte er Heike Bernstorff ein Buch. Heike Bernstorff war an diesem Tag in mehreren Funktionen dabei. Als Mitglied des Ortschaftrats Weferlingen vertrat sie Ortsbürgermeister Dirk Kuthe, der leider verhindert war. Als Vereinsmitglied, und zwar Schatzmeisterin des Bürgervereins, und Leiterin der Tourist-Information erzählte sie den Gästen einiges aus der Geschichte und Gegenwart von Weferlingen. Und als Bibliothekarin nahm sie das Geschenk des Helmstedter Landrats in Empfang. Gerhard Radeck hat das aktuelle Helmstedter Kreisbuch, den 25. und 26. Jahrgang, mit „Geschichte und Geschichten aus dem Landkreis Helmstedt“ mitgebracht. Das können Interessenten jetzt natürlich in der Bibliothek ausleihen.

Quelle: Volksstimme Haldensleben, Lokalteil Oebisfelde/ Weferlingen

Abschied von Pfarrer Thomas Vesterling

Ein buntes Gemeindefest feierte die Kirchengemeinde Weferlingen am Sonntagnachmittag mit rund 150 Gästen vor und in der St.-Lamberti-Kirche. Lange saßen alle nach dem Gottesdienst noch beisammen und genossen die gemeinsame Zeit. Pfarrer Thomas Vesterling blickte in seinem letzten Gottesdienst, den er in Weferlingen hielt, auf die gemeinsame Zeit zurück. Da er an diesem Sonntag auch noch Geburtstag hatte, stimmte ein riesiger Chor in der Kirche ein Geburtstagsständchen für ihn an. Als sich das Fest dem Ende neigte, hatte Ortsbürgermeister Dirk Kuthe noch eine besondere Idee für den Abschied vom Pfarrer, der mit seiner Familie nach Den Haag geht.

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Dirk Kuthe (v.l.), Bürgervereins-Vorsitzender Heiko Kloß, Pfarrer Thomas Vesterling und seine Frau Claudia sowie Christine Sobczyk und Ina Knöchel vom Gemeindekirchenrat wagten auf der gemeindeeigenen Hüpfburg gemeinsam einen Sprung. Die Kinder hatten die aufgeblasene Giraffe inzwischen frei gegeben. Dirk Kuthe hatte dem Pfarrer für seine Zeit in Weferlingen gedankt. Er habe auch zur guten Zusammenarbeit im Ort beigetragen.

Quelle: Volksstimme Haldensleben, Lokalteil, Marita Bullmann

Max Peiffer Watenphul war Bauhaus-Schüler – Ausstellung in der Kirche ist dem in Weferlingen geborenen Maler gewidmet

Quelle Slider: https://peifferwatenphul.de/de/vita/kurzbiografie/

In Weferlingen erinnert vieles an den Maler Max Peiffer Watenphul: Eine Tafel an der Adler-Apotheke, seinem Geburtshaus. Eine weitere Tafel am Nachbarhaus, denn hier gibt es in einem Hofgebäude ein Fenster, das Hanna Unger, eine Schülerin des Malers gestaltet hat. Und besonders eindruckvoll eine Dauerausstellung in der evangelischen St.-Lamberti-Kirche.

Er ist ohne Zweifel „eine der wichtigen Persönlichkeiten“ von Weferlingen, wie es Rosemarie Bergk in einem Brief an das ZDF geschrieben hatte. Anlass für ihren Brief war die Dokumentation „Die Bauhaus-Revolution“, die sie im Fernsehen gesehen hatte. Und sie vermisste darin einen Hinweis auf den Maler Max Peiffer Watenphul, einen bedeutenden Bauhaus-Schüler.

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Rosemarie Bergk betreut seit mehreren Jahren die Ausstellung, die Max Peiffer Watenphul gewidmet ist. Archivfoto: Marita Bullmann

Vom Zuschauerservice des ZDF erhielt sie Antwort, die sie in ihrer Meinung bestätigt: „Max Peiffer Watenphul war ein bedeutender und renommierter Maler im Bauhaus-Kontext. Sicher wäre er einmal einer größeren Würdigung wert. Angesichts der Materialfülle, die es zum Thema Bauhaus gibt, mussten wir allerdings auswählen und uns konzentrieren. Wir haben verstärkt die Architektur betrachtet. Auch Maler wie Wassily Kandinsky konnten wir nicht berücksichtigen.“

Da Max Peiffer Watenphul trotz mehrfacher Hinweise auf ihn in seinem Geburtsort Weferlingen auch in der Region noch immer vielen nicht unbekannt ist, will die Volksstimme hier vor allem seinen Bezug zum Bauhaus deutlich machen.

Max Peiffer wurde am 1. September 1896 in Weferlingen als Sohn des Apothekers Karl Josef Emil Peiffer und seiner Frau Anna geboren. Leider starb sein Vater bereits 1903. Seine Mutter heiratete 1906 den Gymnasiallehrer Dr. Heinrich Watenphul. 1919 entschloss sich Max Peiffer den Doppelnamen Peiffer Watenphul zu führen.

Zur Malerei kam der junge Mann erst nach Medizin- und Jurastudium, obwohl er schon von Kindheit an gemalt hatte. Auslöser war eine Begegnung mit dem Maler Paul Klee. Durch Paul Klee kam er 1919 auch nach Weimar. Über diese Zeit schrieb seine Nichte Alessandra Pasqualucci in einer Biographie: „Max Peiffer Watenphul wird Schüler am Bauhaus Weimar. Von Walter Gropius erhält er die Erlaubnis, in allen Werkstätten zu hospitieren, er bekommt ein eigenes Atelier und besucht den Vorkurs von Johannes Itten. Bis 1923 Wohnsitz in Weimar.“

Peiffer Watenphul reiste viel, 1921 auch zum ersten Mal nach Italien, das Land, das ihn nicht wieder losließ. 1922 arbeitete er auch in der Emailwerkstatt von Maria Cyrenius in Salzburg, einer ehemaligen Mitschülerin am Bauhaus. Reisen führten ihn unter anderem nach Kuba, Mexiko, Jugoslawien, Frankreich, Marokko, Griechenland und in den Libanon. Es entstanden große Landschaftsimpressionen. Als Lehrer für allgemeinen künstlerischen Entwurf an der Folkwangschule in Essen konnte er auch das während der Bauhauszeit entstandene Interesse an der Fotografie verwirklichen, schrieb seine Nichte. Und sie berichtete, dass ihm 1933 der Carnegie „Adittional Award“ für ein Blumenstillleben verliehen wurde, „das seit seiner Beschlagnahme durch die Nationalsozialisten 1937, nachdem es als Besitz der Nationalgalerie in der Schandausstellung ,Entartete Kunst‘ in München gezeigt worden war, als verschollen gelten muss.“ Ab1941, nach mehrjährigem Italienaufenthalt, unterrichtete der Maler an der höheren Fachschule für textile Flächenkunst in Krefeld, ab 1943 an der Kunstgewerbeschule in Salzburg. 1946 zog er zu seiner Schwester nach Venedig, später nach Rom. In Venedig war auch 1948 seine erste Einzelausstellung zu sehen. Eindrücke seiner Reisen bestimmten sein künstlerisches Schaffen, er illustrierte aber auch literarische Werke. 1969 erhielt er das Große Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland. Der Maler starb kurz vor seinem 80. Geburtstag am 3. Juli 1976 in Rom.

Bei DuMont ist ein Werkverzeichnis des Malers mit 4000 Bildern in zwei Bänden erschienen, zusammengestellt von seiner Schwester und Nichte. Dazu heißt es: „Er war Italien-Enthusiast und gebildeter Weltbürger, ein von Paul Klee bezauberter Bauhausschüler, der von Rousseau und Chagall inspiriert zum ,Lyriker der Malerei und heiteren Interpreten des Unscheinbaren‘ (Neue Zürcher Zeitung) wurde. Dabei liegt die Wirkung seiner Landschaften und Stillleben in der edlen Bescheidenheit. Sein Interesse an Farbe und Licht der mediterranen Welt machte ihn zu einem Meister des Aquarells.“

Die Ausstellung in der St.-Lamberti-Kirche in Weferlingen, die 2012 eingeweiht wurde, gewährt einen kleinen Einblick in das malerische und druckgraphische Schaffen des Künstlers. Zu sehen sind 15 Reproduktionen von Gemälden, Aquarellen und Lithographen. Die Originale befinden sich im Städtischen Museum Braunschweig und in der Staatlichen Graphischen Sammlung München. Die Ausstellung ist an jedem dritten Sonntag im Monat von 14 bis 16 Uhr geöffnet.

Quelle: Volksstimme Haldensleben- Lokalteil, Marita Bullmann

Turmtreppenlauf am 01. September 2019

IMG-20190716-WA0000Der Turmtreppenlauf findet in diesem Jahr erstmals in 3 Läufen statt. Kinder bis 14 Jahre laufen in einer Gruppe, Frauen und Männer starten in getrennten Gruppen. Das Anmeldeformular finden die Teilnehmer im Veranstaltungskalender der Homepage. Wir wünschen Euch viel Spaß bei der Teilnahme und maximale Erfolge. Die ersten drei Läufer jeder Gruppe werden prämiert, die Gruppensieger erhalten einen Wanderpokal.

Das war unser Markgrafenfest 2019

Ein schöneres Wetter hätte sich der Markgraf Friedrich Christian von Kulmbach-Bayreuth für sein Kinderfest nicht wünschen können. Zu seinen Lebzeiten im 18. Jahrhundert hat er dieses Fest für die Kinder ausrichten lassen. Seit 2008 veranstaltet der Bürgerverein Weferlingen e.V. dieses Fest alle zwei Jahre wieder. In diesem Jahr gab es gleich mehrere Jubiläen zu feiern: den internationalen Kindertag 2019, das Rathaus befindet sich seit 100 Jahren im Besitz der Gemeinde Weferlingen und die Kinderfeuerwehr Weferlingen wird 5 Jahre alt.

Der Markgraf persönlich (alias Lutz Otto Westphal) sowie der Bürgermeister von Weferlingen Dirk Kuthe und der Bürgermeister der Einheitsgemeinde Stadt Oebisfelde-Weferlingen Hans Werner Kraul eröffneten das Fest und das bunte Treiben konnte beginnen.

Egal ob beim Basteln, Schminken, Kräuterraten, Entenrennen auf der Aller, Geschicklichkeit an der Kübelspritze, den Kirchturm besteigen, Luftballons fliegen lassen oder einfach auf der großen Hüpfburg toben – für die Kinder kam keine Langeweile auf. Die Großen konnten sich derweil eine kleine Ausstellung zur Geschichte des Rathauses ansehen im Rathaus oder ein kühles Getränk bzw.eine Bratwurst schmecken lassen. Das Angebot war reichlich. Rundherum war es ein gelungenes Fest.

Der Bürgerverein möchte sich hiermit bei allen Mitwirkenden recht herzlich bedanken.

Es war eine tolle Zusammenarbeit!

5 Jahre Kinderfeuerwehr

5 Jahre Kinderfeuerwehr

Übung macht den Meister

Übung macht den Meister

Die Markgrafenfamilie gibt sich die Ehre

Die Markgrafenfamilie gibt sich die Ehre!

100 Jahre Rathaus

100 Jahre Rathaus

Spaß und Spiel beim Kräuterraten

Spaß und Spiel beim Kräuterraten

Die Tanzgruppe zeigt ihr Können

die Tanzgruppe zeigt ihr Können

Entenrennen auf der Aller

Entenrennen auf der Aller

Die Hüpfburg kam mal wieder gut an

die Hüpfburg kam mal wieder gut an

Besuch des Integrationsfachdienst Magdeburg/ Stendal im Museum Weferlingen

Das Team des Integrationsfachdienstes MD/SDL machte einen Betriebsausflug nach Weferlingen. Hier wurden das Museum und der Burgturm besichtigt. Frau „Anne“, hat mit den Kollegen Kräutersalz hergestellt. Frau Antje Pachur hat uns freundlicherweise diese Fotos überlassen. Hiermit möchte sich das Team für den Aufenthalt beim Museumsteam, speziell bei Frau Anne bedanken.

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Integrationsfachdienst Magdeburg/ Stendal

Träger „Der Weg e.V.“

Hasselbachplatz 2

39104 Magdeburg

Kinder- und Markgrafenfest am 1. Juni 2019

Am 1. Juni findet unser diesjähriges Markgrafenfest in Verbindung mit dem Internationalen Kindertag und zwei Jubiläen statt. Das Rathaus wird 100 Jahre alt und die Kinderfeuerwehr- Weferlingen feiert mit uns ihr fünfjähriges Bestehen. Ab 12.00 Uhr können sich die Kinder auf der Hüpfburg, dem Kinderkarussell und bei vielen Spielen vergnügen. Die Feuerwehr veranstaltet ein Entenrennen auf der Aller, versorgt die Kinder mit gesundem Obst und lässt per Wasserstrahl die Kegel purzeln. Der Hort lädt zum Basteln und Kinderschminken ein. Der Angelverein veranstaltet ein Zielpunktwerfen und das Wickingerschach, der Naturpark- Drömling informiert über das Biosphärenreservat, Ina Köhn führt kleine Zaubereien auf, die Jugendbegegnungsstätte veranstaltet Spiele und Basteln und die Tanzgruppen des MTV treten auf. Für das leibliche Wohl sorgen die Pilsfannenfreunde, der MTV, der Förderverein der Grundschule und der Bürgerverein (Getränke, Grillgut, Popcorn und Kaffee und Kuchen). Das Rathaus kann auch besichtigt werden. Die Vereine aus Weferlingen freuen sich über Euren Besuch!!!

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Der zweite Weferlinger Turmtreppenlauf hat einen Sieger

Holger Papajewski jagte die 149 Stufen in 46,27 Sekunden hinauf.

Von Carina Bosse, Volksstimme 03.09.2018

Weferlingen l 138 Stufen und elf Podeste wollen erst einmal bezwungen werden. 29 Starter hatten sich für den 2. Weferlinger Turmtreppenlauf auf den Grauen Harm angemeldet, allerdings waren einige davon kurzfristig nicht zum Wettkampf erschienen.

23 Läufer gehen an den Start

Trotzdem zeigte sich Gerd Müller vom Bürgerverein Weferlingen hochzufrieden mit der Resonanz auf die zweite Auflage des Wettkampfes, denn zahlreiche Zuschauer und Fans hatten ebenfalls den Weg auf den Gutshof genommen, um das Spektakel bei einer Grillwurst und Kaltgetränken oder Kaffee und Kuchen zu verfolgen.

In diesem Jahr gab es einige neue Regeln. Die Läufer rasten zwar immer noch einzeln die stählerne Treppenkonstruktion hinauf, doch nicht mehr in eingeteilten Achter-, sondern schon in Sechsergruppen kamen sie gemeinsam wieder hinunter.

Einige neue Regeln

Nach den leichten Handverletzungen eines Starters nach einem Sturz im vergangenen Jahr mussten die Starter darüber hinaus alle mit Handschuhen an den Start gehen. Dafür hatte der Bürgerverein eigens etliche Paare angeschafft.

Als erste Starterin begab sich in diesem Jahr Nicole Kottler auf den Treppenaufstieg bis zur Aussichtsplattform des Aussichtsturmes auf dem Gutshof. Als Startreihenfolge wurde die Anmeldereihenfolge genutzt.

Erik, der Enkel von Gerd Müller, gab laut und deutlich und mit einer Pfeife das Startsignal, woraufhin am Ziel die Stoppuhren in Gang gesetzt wurden. Waren sechs Läufer oben angekommen, mussten sie erst einmal hinunter, ehe die nächste Gruppe starten konnte.

Feuerwehrleute sichern Lauf ab

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Matthäus Barnstorff, Wehrleiter der FFW- Weferlingen

Auf allen Podesten sicherten Feuerwehrleute den Lauf ab. Darum schickte Gerd Müller neben dem Dank an alle Helfer ein besonderes Dankeschön an die Kameraden von Wehrleiter Matthäus Barnstorff, die sich ehrenamtlich und immer bereit erklären, den Bürgerverein bei solchen Aktionen zu unterstützen.

Gleicher Sieger wie 2017

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Kirschkönigin Judi, Zsolt Oroszhan, Rene´Henze, Holger Papajewski und Gerd Müller

Den Wanderpokal sicherte sich wie schon bei der ersten Auflage im vergangenen Jahr Holger Papajewski. Mit 46,27 Sekunden war er allerdings ein ganz kleines bisschen langsamer als 2017, als er in 45,17 Sekunden siegte. Zweiter wurde René Henze in 48,11 Sekunden vor Zsolt Oroszhan mit 50,15 Sekunden.

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Christin Hamann

In diesem Jahr blieben fünf Läufer unter der 1-Minuten-Marke, wobei Christin Hamann mit 52,92 Sekunden als einzige Frau unter dieser Grenze blieb. Riesen Leistung von Christin, am Vortag lief sie beim Helmstedt Triathlon mit und belegte den 3. Platz- Glückwunsch!!!

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Uwe Matthies

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Andrea Matthies

Das innerfamiliäre Duell der Familie Matthies entschied in diesem Jahr Andrea Matthies in 1,03 Minuten für sich. Ihr Mann Uwe, im vergangenen Jahr schneller als sie, kam auf 1,08 Minuten. Das bedeutete diePlätze 6 und 10.

Sieben Kinder mit dabei

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Bronze an Alexis Hoffmann in 1,15 Minuten,Gold Leonard Grebe mit der super Zeit von 1,02 Minuten. Silber ging an Nele Malicke in 1,13 Minute

Bei den Kindern, insgesamt trauten sich sieben Mädchen und Jungen den Treppenlauf zu, es siegte der Schlussläufer Leonard Grebe mit der super Zeit von 1,02 Minuten. Silber ging an Nele Malicke in 1,13 Minute, Bronze an Alexis Hoffmann in 1,15 Minuten.

Von „Beinen wie Wackelpudding“ berichtete im Anschluss Sabine Müller, die sich in 1,12 Minuten Rang 12 eroberte. Und das, obwohl die aktive Handballspielerin im Training steckt. Ihre Erfahrung teilten übrigens auch andere Sportfreunde. Manche von ihnen kraxelten die letzen Stufen sogar auf allen Vieren hinauf.DSC_0910

Auch Ortsbürgermeister Dirk Kuthe begab sich auf den Lauf in die Höhe. Zwischendurch managte er noch einen Teil der Organisation und hielt sich an der Anmeldung auf. Mit passablen 1,15 Minuten landete Dirk Kuthe als Läufer schließlich auf Platz 13.DSC_0928