Das war unser Markgrafenfest 2019

Ein schöneres Wetter hätte sich der Markgraf Friedrich Christian von Kulmbach-Bayreuth für sein Kinderfest nicht wünschen können. Zu seinen Lebzeiten im 18. Jahrhundert hat er dieses Fest für die Kinder ausrichten lassen. Seit 2008 veranstaltet der Bürgerverein Weferlingen e.V. dieses Fest alle zwei Jahre wieder. In diesem Jahr gab es gleich mehrere Jubiläen zu feiern: den internationalen Kindertag 2019, das Rathaus befindet sich seit 100 Jahren im Besitz der Gemeinde Weferlingen und die Kinderfeuerwehr Weferlingen wird 5 Jahre alt.

Der Markgraf persönlich (alias Lutz Otto Westphal) sowie der Bürgermeister von Weferlingen Dirk Kuthe und der Bürgermeister der Einheitsgemeinde Stadt Oebisfelde-Weferlingen Hans Werner Kraul eröffneten das Fest und das bunte Treiben konnte beginnen.

Egal ob beim Basteln, Schminken, Kräuterraten, Entenrennen auf der Aller, Geschicklichkeit an der Kübelspritze, den Kirchturm besteigen, Luftballons fliegen lassen oder einfach auf der großen Hüpfburg toben – für die Kinder kam keine Langeweile auf. Die Großen konnten sich derweil eine kleine Ausstellung zur Geschichte des Rathauses ansehen im Rathaus oder ein kühles Getränk bzw.eine Bratwurst schmecken lassen. Das Angebot war reichlich. Rundherum war es ein gelungenes Fest.

Der Bürgerverein möchte sich hiermit bei allen Mitwirkenden recht herzlich bedanken.

Es war eine tolle Zusammenarbeit!

5 Jahre Kinderfeuerwehr

5 Jahre Kinderfeuerwehr

Übung macht den Meister

Übung macht den Meister

Die Markgrafenfamilie gibt sich die Ehre

Die Markgrafenfamilie gibt sich die Ehre!

100 Jahre Rathaus

100 Jahre Rathaus

Spaß und Spiel beim Kräuterraten

Spaß und Spiel beim Kräuterraten

Die Tanzgruppe zeigt ihr Können

die Tanzgruppe zeigt ihr Können

Entenrennen auf der Aller

Entenrennen auf der Aller

Die Hüpfburg kam mal wieder gut an

die Hüpfburg kam mal wieder gut an

Ausstellung Weferlingen in Bildern

Nach einem Filmabend zur Weferlinger Geschichte bereitet sich der Bürgerverein auf die neue Museumssaison vor.

Von Anett Roisch , Volksstimme Lokalteil

Über zahlreiche Zuschauer konnte sich Karl-Heinz Gebhard vom Filmstudio Weferlingen freuen, als in der Bibliothek und Tourist-Information einige seiner Filme an einem Abend bei Tee und Tratsch gezeigt wurden. In zwei jeweils etwa halbstündigen Filmen entführte der Hobbyfilmer die Gäste ins Weferlingen vom Ende der 1980er, Anfang der 1990er Jahre.

Filme von Karl-Heinz Gebhard

Zwei kürzere Filme beschäftigten sich mit der Jahreszeit. „Winter im Allertal“ und „Es muss doch Frühling werden“ entführten zunächst in tiefsten Winter mit dicker Schneedecke, zeigten die Aller fast zugefroren. Dann aber der Aufbruch in die wärmere Jahreszeit. Karl-Heinz Gebhard hatte die Filme teils kommentiert, aber auch viel Zeit gelassen, um einfach den Aufnahmen zu folgen.

Der Abschluss des Frühlingsfilms versetzte die Zuschauer geradezu in Erstaunen. Er erinnerte an die mehr als anderthalb Jahrhunderte dauernde Tradition des Weferlinger Männerchors. Genauer gesagt, erklang zum Schluss ein beeindruckendes Solo. Der Weferlinger Emil Buchmann hatte ein altes deutsches Volkslied gesungen, von Karl-Heinz Gebhard auf der Gitarre begleitet.

300. Geburtstag des Markgrafen im Film

Damit klang der Abend zumindest filmisch aus. Die Frauen und Männer saßen aber noch eine Weile beisammen, um bei Tee und Keksen in Erinnerungen zu schwelgen. Karl-Heinz Gebhard erzählte von seinem Hobby. Und die Gäste nahmen gleich zwei Einladungen zu weiteren Veranstaltungen des Bürgervereins mit. So wird es demnächst einen weiteren Abend bei Tee und Tratsch geben, an dem ein Film des Filmstudios gezeigt wird. Dabei geht es dann um das große Fest zum 300. Geburtstag des Markgrafen Friedrich Christian von Kulmbach-Bayreuth, das vor zehn Jahren auf dem Burghof gefeiert wurde.

Ebenfalls einen Blick in die Weferlinger Geschichte wird es am Sonntag, 15. April, bei der Eröffnung der neuen Saison des Heimat- und Apothekenmuseums geben. „Auf den Spuren Weferlinger Künstler“ heißt die neue Sonderausstellung.

Neue Ausstellung ab 15. April

Dabei wird der Zeitraum etwa über ein gutes Jahrhundert gespannt. Die ältesten Zeichnungen sind um 1895 entstanden. Sie gehören zu den Schätzen im Weferlinger Museum. Die Zeichnungen vom Ende des 19. Jahrhunderts hat ein Amtsrichter E. Herr zu Papier gebracht. Mehr als Zeit und Name ist nicht ersichtlich.

Etwas mehr ist über den zweiten Weferlinger Künstler bekannt, der im 20. Jahrhundert Jahrzehnte als Lehrer in Weferlingen gewirkt und sich auch in der Kulturbund-Gruppe engagiert hat – Fritz Witte. Mehrere Motive seiner Zeichnungen sind sogar als Postkarten erschienen. Im Bestand des Museums befinden sich mehrere Werke von Fritz Witte.

Drei Künstler im Mittelpunkt

Nur aus privaten Beständen kann das Schaffen des dritten Künstlers in dieser Ausstellung dokumentiert werden. Dr. Rudolf Fügner hat zauberhafte Aquarelle gemalt. Ältere Weferlinger werden den Arzt sicher noch gut kennen. Seine Familie stellt Bilder mit Weferlinger Motiven zur Verfügung.

Im Bestand des Museums befinden sich noch viele andere Bilder mit Weferlinger Ansichten, so hat Bernd Hoffmann, der sich gemeinsam mit dem Museumsleiter Gerd Müller sehr um die Erkundung der Bestände kümmert, festgestellt. Die beiden Ehrenamtlichen und weitere Aktive vom Bürgerverein sind auch dabei, das Archiv zu sichten. In vielen Freizeitstunden hatten Mitglieder des Vereins den Boden ausgebaut, Regale aufgestellt und die zahlreichen Dokumente neu sortiert. Dieser Prozess ist noch nicht abgeschlossen.

An Hand dieser Schätze ist im Bürgerverein die Idee entstanden, in einer weiteren Sonderausstellung auch noch andere Bilder mit Weferlinger Motiven zu zeigen. Meist gibt es dabei aber nur ein oder zwei Bilder, die einem Maler zugeordnet werden können. Um mehr darüber zu erfahren, könnte sich der Bürgerverein an die Einwohner wenden. Ältere werden vielleicht den einen oder anderen noch kennen.

Bilder aus rund 100 Jahren

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Diese Ansicht von Weferlingen im Jahr 1894 hat der damalige Amtsrichter E. Herr gezeichnet. Sie zeigt die Ansicht des Fleckens von Süd-osten, hat der Künstler vermerkt. Zu sehen sein werden diese und weitere Zeichnungen ab 15. April im Weferlinger Heimatmuseum.

Jetzt aber werden erstmal drei Künstler in den Mittelpunkt des Interesses gerückt. Bei der Eröffnung der Ausstellung am 15. April wird es Kaffee und Kuchen geben. An dem Nachmittag kann auch der „Graue Harm“ wieder bestiegen werden. In der neuen Museumssaison wird auch die Ausstellung, die dem Weferlinger Maler Max Peiffer Watenphul in der evangelischen Kirche gewidmet ist, wieder zur selben Zeit wie das Heimat- und Apothekenmuseum geöffnet sein.

Das erste Feuerwehrauto der Freiwilligen Feuerwehr Weferlingen?

Am 18. November fand in den Räumlichkeiten der Freiwilligen Feuerwehr Weferlingen die Kinderweihnachtsfeier statt. Viele Leckereien wurden gebacken und Kaffee, Kuchen und Naschereien standen auf den Tischen. Die Kinder vergnügten sich bei Spielen und Plätzchenbacken. Diesen Anlass nutzte der Bürgerverein, um die Kameraden der FFW zu überraschen. Durch einen Zufall fand ein alter Fahrzeugbrief seinen Weg in das Heimat- und Apothekenmuseum. Es war der Fahrzeugbrief eines Feuerwehrfahrzeugs, welches 1938 von der FFW als Gebrauchtwagen für stattliche 250 Reichsmark erworben wurde. Heute müsste man drei Nullen anhängen und den Preis in Euro  setzen. Der Museumsleiter Gerd Müller recherchierte im Internet und fand dort den Opel P4 als Leiterwagen. Dieser war laut Brief Baujahr 1927 und hatte 16PS. Mit einem Foto und dem Originalbrief wurde ein Bilderrahmen bestückt und so der FFW übergeben. Der Wehrleiter Stefan Walther war sehr erfreut über dieses historische Dokument und platzierte es gleich im Versammlungsraum neben ebenfalls historischen, aber wesentlich jüngeren Fahrzeugmodellen. Eine Kopie des Briefs ist zum Blättern für die technisch interessierten Feuerwehrkameraden extra angehängt worden. Ob es sich hierbei um das erste Motorfahrzeug der FFW handelt kann man leider nicht sagen. Vielleicht finden sich ja durch diesen Artikel noch Personen, die noch Kenntnisse über den alten Fahrzeugbestand der FFW haben.

Stefan Walther und Gerd Müller bei der Bildübergabe (v.l)

Stefan Walther und Gerd Müller bei der Bildübergabe (v.r.)

Nora Glattzel siegt beim Entenrennen

Weferlinger Bürgerfest zum Tag des offenen Denkmals (Volksstimme Haldensleben vom 13.09.2017)
Gerade mal zwei Jahre jung und schon Pokalgewinnerin: Nora Glattzel aus Grasleben konnte ihr Glück noch gar nicht fassen, als sie den Wanderpokal und den Pokal für den Sieg beim Entenrennen 2017 in Empfang nahm. Dafür freute sich ihre Mutti umso mehr.DSC09796

147 Plasteenten waren am Sonntagnachmittag an der Amtsfahrtbrücke in das Wasser der Aller gesetzt worden, um bis zur Steinweg-Brücke zu schwimmen, und das möglichst als schnellste Ente. Die Ente mit der Nummer 400 bescherte Nora das Glück und den Sieg.

Platz 2 und damit ein Geschenk von Heike Peters ging an Zwerg Strauß, Platz 3 holte sich Alex Jensch, der damit absolut nicht gerechnet hatte und deshalb zwischenzeitlich schon nach Hause gegangen war. Zum Glück war seine Mutter Gabi noch auf dem Festgelände und konnte sein Geschenk entgegen nehmen.

Wie einer nur Erster sein kann, so kann auch nur einer Letzter sein. In diesem Jahr war das die Ente mit der Nummer 593. Sie gehört Annuk Malicke, die von Moderator Klausi alias Klaus Banse ebenfalls eine Gratulation erhielt.
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Zum Tag des offenen Denkmals, der in diesem Jahr unter dem Motto „Macht und Pracht“ ausgerichtet worden war, hatte sich der Ortskern von Weferlingen in eine einzige Festmeile verwandelt. Händler, Vereine und Bürger hatten ihre Höfe und Tore für ein buntes Programm geöffnet.
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Da gab es historische Handwerkskunst zu bestaunen, Flohmärkte zu besuchen, die so manches Schnäppchen bereit hielten, vielfältige gastronomische Angebote, Musik und das lustige Kinderschminken.
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Im Rahmenprogramm sorgten die Tanzgruppen des MTV einmal mehr für Unterhaltung und Schwung. Mit ihren Tänzen direkt an der Allerbrücke zogen sie kurzzeitig das Besucherinteresse auf diesen Fleck. Gleich nebenan lenkten die zwei- und vierrädrigen Oldtimer bei Klaus Kanitz das Interesse auf sich.
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„Wir sind zufrieden mit der Resonanz“, freute sich Bernd Hoffmann vom Bürgerverein Weferlingen über die Gäste zum Fest. Auf dem Gutshof, wo der Verein seine Stände aufgebaut, das Museum und bei bestem Fernsichtwetter den Grauen Harm geöffnet hatte, gab es ein Kommen und Gehen. Die Band „Just for Fun“ aus Wolfsburg spielte eine Mischung aus Rockmusik und Schlager und sorgte damit für gediegene Unterhaltung.

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Der Eismann hatte in seinem Wagen alle Hände voll zu tun, um die leckeren Erfrischungen zu zapfen.
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Heiko Kloß, Vorsitzender des Bürgervereins, berichtete von einer zu Herzen gehenden Aktion. Ein älterer Weferlinger, der nicht mehr so gut zu Fuß ist, äußerte den Wunsch, dass er gern noch einmal auf den Aussichtsturm steigen würde. Da ihm das jedoch nicht möglich war, organisierten der Bürgerverein und die Freiwillige Feuerwehr Weferlingen einen Tragestuhl und sechs starke Männer, die den Auf- und Abstieg des Herren absicherten, der angesichts dieses Bemühens sichtlich ergriffen die Aussicht vom 30-Meter-Turm genießen konnte.

Geöffnet hatte an diesem Sonntag auch die Lambertikirche. Mit einem kleinen Buffet wurden die Gäste von der Kirchengemeinde begrüßt. Im Inneren hatte Bernd Neumann 26 seiner abstrakten Kunstwerke ausgestellt, die vorrangig farbenprächtig im unterschiedlich durch die Fenster scheinenden Sonnenlicht schimmerten. „Das letzte, gleich hier am Eingang, habe ich gestern Abend um 22 Uhr fertiggestellt“, erzählte der Künstler aus Siestedt, der mittlerweile in Haldensleben zu Hause ist. Es stand auf einer Staffelei, weil es sozusagen noch fertig trocknen musste.

„Die Bilder passen so gut zu unserer Kirche, gerade zu unserem bunten Fenster“, schwärmte Kirchenälteste Christine Sobczyk über die treffende Korrespondenz zwischen Kunst und Kirche.DSC_0133

Kirschkönigin Judy Nordt und der Markgraf Friedrich Christian von Kulmbach-Bayreuth alias Lutz-Otto Westphal besuchten mit ihrer jungen Kammerzofe so viele Stände und Angebote wie möglich, um sich persönlich bei alle jenen zu bedanken, die zum Gelingen des Festes beigetragen hatten.neu

Der Bürgerverein Weferlingen bereitet eine neue Sonderausstellung vor. „Weferlingen vor 100 Jahren“ wird am 20. August eröffnet.

Gleich drei größere Veranstaltungen hat der Bürgerverein Weferlingen für die nächsten Monate vorzubereiten. Viel Kleinarbeit steckt dahinter, und immer wieder die Frage: Wer hilft mit, wer ist beim Auf- und Abbau dabei, wer betreut einen Stand beim Fest, wer backt einen Kuchen, wer kann auch mal außer der Reihe aushelfen, wenn Not am Mann ist? Zwar hat der Verein mehr als 50 Mitglieder, doch nicht alle stehen für solche Einsätze zur Verfügung. Deshalb setzt der Verein auch darauf, weitere Mitstreiter für den Heimatort zu gewinnen.

Zumindest für den nächsten Höhepunkt, den 1. Weferlinger Turmtreppenlauf, ist gesichert, dass auch dank Unterstützung von der Freiwilligen Feuerwehr genug Helfer da sein werden. Jetzt wartet der Bürgerverein noch auf Anmeldungen für diesen sportlichen Höhepunkt. Der erste Läufer, der sich dafür angemeldet hat, ist übrigens kein Weferlinger. Bis 17. August können sich Interessenten anmelden, sie können das entsprechende Formular entweder von der Internetseite des Bürgervereins runterladen oder in der Bibliothek und Tourist-Information holen.

Schau im Heimat- und Apothekenmuseum

Der Turmtreppenlauf soll verbunden werden mit der offiziellen Eröffnung einer neuen Sonderausstellung im Heimat- und Apothekenmuseum. „Weferlingen vor 100 Jahren“ wollen der ehrenamtliche Museumsleiter Gerd Müller und Bernd Hoffmann die neue Ausstellung nennen. Dazu haben sie historische Postkarten und alte Fotografien vergrößert und zusammengestellt. „Straßenzüge von der Magdeburger Straße bis zur Braunschweiger Straße sind in alten Ansichten zu sehen“, kündigt Gerd Müller an. Die Postkarten und Fotos stammen zum größten Teil aus dem Archivbestand im Museum. Wenige Exemplare wurden aus der Postkartensammlung von Horst Hartmann ergänzt. In den Vitrinen sind Anzeigen aus Zeitungen aus jener Zeit zu sehen wie auch Dokumente von Vereinen und Institutionen.bernd&gerd

„Wir haben richtige Schätze im Archiv“, erzählt Bernd Hoffmann, der den Dachboden des Gebäudes mit großem Engagement mit ausgebaut hat und sich auch um die Sichtung der Akten, Dokumente und weiterer Materialien kümmert. Nach dem Ausbau wurden auch zusätzliche Regale aufgestellt. Erst jetzt ist es möglich, die Schätze umfassend zu sichten und aufzuarbeiten. Dabei entstand im Verein die Idee, verstärkt Sonderausstellungen zur Weferlinger Geschichte vorzubereiten. „Wir können mit dem Material noch Ausstellungen zu den früheren Weferlinger Geschäften und Gaststätten machen. Besonders vom Gasthaus ,Zur Linde‘ haben wir sehr viel Material“, berichtet Gerd Müller. „Auch zu den Weferlinger Mühlen gibt es Dokumente und Fotos“, ergänzt Bernd Hoffmann. Und er zählt weitere hochinteressante Dokumente auf, die aufbereitet werden können – zu Hochwassersituationen in Weferlingen, zur Aussiedlung in den 1950er Jahren zum Beispiel. Und damit ist noch nicht Schluss.

Weitere Ausstellungen folgen

„Im nächsten Jahr werden wir davon weitere Sonderausstellungen gestalten“, kündigt Museumsleiter Gerd Müller an, der sich auch sehr um die technische Seite der jetzt konzipierten Bilderschau kümmert, das heißt Vergrößerungen und Beschriftungen. Der Vereinsvorstand hat die Erfahrung gemacht, dass die Weferlinger Geschichte immer Besucher anzieht. Viele geschichtsinteressierte Weferlinger kennen die Dauerausstellung. Wegen einer neuen Ausstellung aber kommen sie dann doch auch mal wieder. „Weißt du noch?“ oder „Kennst du den da auf dem Foto?“ wird es dann sicher wieder heißen.

„Zweimal im Monat sitzen Vereinsmitglieder an einem Sonntagnachmittag im Museum und öffnen auch den Aussichtsturm. Natürlich möchten wir, dass dann auch Besucher das Angebot annehmen“, sagt der Vereinsvorsitzende Heiko Kloß und lädt ein, doch einfach mal reinzuschauen. Museum und Turm werden ausschließlich ehrenamtlich betreut. Außerhalb dieser Öffnungszeiten an jedem ersten und dritten Sonntag im Monat jeweils von 14 bis 16 Uhr werden auch Besichtigungen ermöglicht, zum Beispiel für Klassentreffen und Familienfeiern.

Der Bürgerverein Weferlingen gratuliert Hans-Werner Kraul zu seinem neuen Amt

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Unser langjähriges Vereinsmitglied hat das Amt des Bürgermeisters der Einheitsgemeinde Oebisfelde-Weferlingen übernommen. Hans-Werner Kraul hatte die Stichwahl überzeugend gewonnen. Um das Amt in der Einheitsgemeinde antreten zu können, musste er seine Aufgabe als Ortsbürgermeister in Weferlingen aufgeben.

Stadtratsvorsitzender Thomas May überreichte Hans- Werner Kraul die Ernennungsurkunde.

Wir wünschen Hans-Werner Kraul eine erfolgreiche Amtszeit. Wir hoffen, dass sich die finanzielle Lage der Einheitsgemeinde verbessert, damit notwendige Aufgaben angepackt werden können. Dabei sollte er immer alle Orte der Einheitsgemeinde im Blick haben und auch die Vereine, in denen sich unzählige Ehrenamtliche für das gesellschaftliche Leben engagieren, nicht vergessen.

„Die Bilder von Max Peiffer Watenphul finden in der ganzen Welt Anerkennung“

 

Ein Werksverzeichnis, das einen Überblick über die Arbeiten von Max Peiffer Watenphul gibt, hat Heiko Kloß, der Vorsitzende des Bürgervereins Weferlingen, in einem Gottesdienst in der St.-Lamberti-Kirche an Christine Sobczyk vom Gemeindekirchenrat übergeben. „Die Bilder von Max Peiffer Watenphul finden in der ganzen Welt Anerkennung“, hatte Pfarrer Thomas Vesterling den 1976 in Rom verstorbenen Künstler gewürdigt.

Das Buch stammt aus dem Nachlass von Hans Georg Heise. Sein Sohn Jürgen hat es dem Bürgerverein, in dem sein Vater Mitglied war, zur Verfügung gestellt. Da in der St.-Lamberti-Kirche mit einer Dauerausstellung an den in Weferlingen geborenen Maler erinnert wird, hat Heiko Kloß das Buch an die Kirchgemeinde weitergereicht. Im Buch lag auch eine vom Künstler handgeschriebene Postkarte, die an den Apotheker Reinsch in Weferlingen gerichtet ist, den Schwiegervater von Hans Georg Heise.

Bei diesem Buch handelt es sich um das Werkverzeichnis Band I des Künstlers, erfasst sind Gemälde und Aquarelle. Seine Halbschwester Grace Watenphul Pasqualucci und seine Nichte Alessandra Pasqualucci haben dieses Buch herausgegeben. Neben Literatur- und Ausstellungsverzeichnis sind auch Anmerkungen zu Briefen und Schriften sowie ein Verzeichnis der Bildtitel der Gemälde und Aquarelle enthalten.

Max Peiffer Watenphul kam 1876 in Weferlingen zur Welt. Sein Vater war Apotheker, er starb aber bereits 1903. Seine Mutter heiratete drei Jahre später wieder und verließ mit ihrem Sohn Weferlingen. Nach verschiedenen Studien fasste Max Peiffer Watenphul 1919 den Entschluss, Maler zu werden. Er studierte unter anderem am Bauhaus in Weimar, unternahm Reisen in verschiedene Länder, die sich in seinem künstlerischen Schaffen widerspiegeln. 1937 übersiedelte er nach Italien, für den Künstler wurde es im Nationalsozialismus immer schwieriger. So wurde unter anderem ein weniger Jahre vorher vom Carnegie-Institut Pittsburgh preisgekröntes Blumenstillleben als entartete Kunst beschlagnahmt. Dennoch musste der Künstler aus finanziellen Gründen einige Zeit später nach Deutschland zurückkehren. Nach dem zweiten Weltkrieg arbeitete er in Salzburg, reiste nach Italien und in andere Länder. 1958 zog er nach Rom, wo er nach einem arbeitsreichen Schaffen kurz vor seinem 80. Geburtstag starb.

Max Peiffer Watenphul war unter anderem befreundet mit Künstlern wie Otto Dix, Paul Klee, Oskar Kokoschka, Lyonel Feininger und Wassili Kandinsky. Landschaften, Stadtansichten und Stillleben sind die Hauptthemen seiner Arbeit. Er schuf rund 800 Ölgemälde und mehr als 2700 Aquarelle, Druckgrafiken und Zeichnungen, fertigte Fotografien, Textil- und Emailarbeiten an. In der Ausstellung in der Weferlinger Kirche sind 15 Reproduktionen von Gemälden, Aquarellen und Lithographien zu sehen. Die Originale sind im Besitz des Städtischen Museums Braunschweig und der Staatlichen Graphischen Sammlung München.titel

Quelle: Volksstimme Haldensleben

Wird dieser Schlüssel bald seine Funktion wieder erfüllen?

Dann könnten die Besucher das Mausoleum auch wieder von innen betrachten.

Innenansicht mit dem Wappen der Kulbach- Bayreiter

Innenansicht mit dem Wappen der Kulbach- Bayreiter

Der Bürgerverein Weferlingen bemüht sich seit Jahren darum, das Mausoleum zu sanieren. Dafür werden jetzt Fördermittel beantragt.

Volksstimme vom 15.07.2016 von Anett Roisch

Der Vorstand des Bürgervereins Weferlingen hat mit Dr. Berthold Heinecke die nächsten Schritte besprochen. Der Bürgerverein hatte vor einigen Jahren einen Vertrag mit der Kirchgemeinde Weferlingen über die Nutzung, Instandsetzung und Erhaltung des Mausoleums des Markgrafen Friedrich Christian von Kulmbach-Bayreuth geschlossen. Da die Kirchgemeinde nicht in der Lage ist, das barocke Baudenkmal zu sanieren, hat sich der Bürgerverein dazu bekannt. Seither bemüht sich der Verein, seinem Ziel näher zu kommen. Ob es gelingt, das Mausoleum bis zum 250. Todestag des Markgrafen im Jahr 2019 in Grundzügen zu sanieren, hängt vor allem davon ab, ob die nötigen Mittel dafür beschafft werden können. Erste dringende Sicherungsarbeiten hat der Bürgerverein bereits auf eigene Rechnung ausführen lassen.

Dr. Berthold Heinecke (v.l.), Pfarrer Thomas Vesterling, Christine Sobczyk, Gerd Müller, Heiko Kloß und Burkhard Kleinecke sind bei der Beratung am Mausoleum in Weferlingen. Die Arbeiten sollen zeitlich eingetaktet werden können, um sich nicht gegenseitig zu behindern.

Dr. Berthold Heinecke (v.l.), Pfarrer Thomas Vesterling, Christine Sobczyk, Gerd Müller, Heiko Kloß und Burkhard Kleinecke sind bei der Beratung am Mausoleum in Weferlingen. Die Arbeiten sollen zeitlich eingetaktet werden können, um sich nicht gegenseitig zu behindern.

Dr. Berthold Heinecke, Fachmann für denkmalgeschützte Objekte, wird den Bürgerverein in seinem Vorhaben unterstützen. Bei einem Treffen vor Ort waren neben Vertretern des Bürgervereins auch Pfarrer Thomas Vesterling und Christine Sobczyk vom Gemeindekirchenrat zugegen, um nötige Arbeiten abzustimmen. Die Kirchenmauern sind bereits zum größten Teil neu verfugt, der Teil direkt über dem Mausoleum wurde jedoch bisher ausgespart. Gemeindekirchenrat und Bürgerverein wollten abstimmen, wie die Arbeiten zeitlich eingetaktet werden können, um sich nicht gegenseitig zu behindern. Eventuell ein Gerüst gemeinsam zu nutzen, um kostengünstiger zu arbeiten, wird allerdings wahrscheinlich nicht gelingen. Die Rüstung müsse für beide Vorhaben anders aufgebaut werden, erklärte Dr. Heinecke, der auch die Bauvorhaben der Kirchgemeinde betreut. Die Kirchgemeinde werde sich daher jetzt schnellstmöglich um die Verfugung der Kirchenmauer über dem Mausoleumdach bemühen, schlussfolgerte der Pfarrer. Der Bürgerverein indes konzentriert sich jetzt darauf, Anträge auf Förderung des Vorhabens zu stellen, steckte Vereinsvorsitzender Heiko Kloß die nächsten Schritte ab. Dabei müssen Fristen eingehalten werden. Um Unterstützung soll bei der Deutschen Stiftung Denkmalschutz gebeten werden, ebenso bei Lotto-Toto. Außerdem setzt der Bürgerverein, der auch Mitglied in der Lokalen Aktionsgruppe Flechtinger Höhenzug ist, darauf, auch Förderung aus dem neuen Leader-Programm zu bekommen. Die nächste bauliche Etappe ist die Erneuerung des Dachs des Mausoleums. Dabei muss allerdings auch der Übergang zum Sandstein im oberen Bereich des Bauwerks mit angefasst werden, stellte Dr. Heinecke fest.

„Das Mausoleum ist aus geschichtlichen, kulturell-künstlerischen und städtebaulichen Gründen als Baudenkmal … ins nachrichtliche Denkmalverzeichnis eingetragen. Die Eintragung besteht in Sachgesamtheit mit der Kirche“, hatte das Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt dem Bürgerverein vor zwei Jahren mitgeteilt. Weiter heißt es, das Mausoleum des Markgrafen sei ein komplexes Kulturdenkmal von hohem Rang, das in seiner Bedeutung nicht durch die Sachgesamtheit mit der Kirche geschmälert werde. Ihm komme überregionale Bedeutung zu. An der Erhaltung und Instandsetzung des Bauwerks bestehe damit ein erhöhtes öffentliches Interesse. Auf diese Einschätzung setzt der Bürgerverein beim Antrag auf Förderung. Zum Landesamt für Denkmalpflege soll erneut Kontakt aufgenommen werden, um Unterstützung für die Anträge zu erhalten.

Am Tag des offenen Denkmals, dem 11. September, wird der Bürgerverein mit einem Aktionstag erneut auf das Vorhaben aufmerksam machen. Im Heimat- und Apothekenmuseum wird eine neue Sonderausstellung von Weferlinger Hobbykünstlern eröffnet. Der Aussichtsturm kann bestiegen werden und vieles mehr.

Die Spendensammlung geht weiter. Zum Denkmaltag wird der Bürgerverein auch wieder den neuen Weferlinger Kalender präsentieren. Die Erlöse des jeweiligen Jahreskalenders werden wie viele andere Einnahmen von Aktionen für die Sanierung des Mausoleums angespart. Wer den Verein unterstützen möchte, kann Geldspenden bei der Volksbank Helmstedt, IBAN: DE94271900820798139200, BIC: GENODEF1HMS, Kennwort: Mausoleum überweisen.

Der Weferlinger Bürgerverein hat ein Poesiealbum einer Weferlingerin mit der Originalhandschrift von Adolf Grimme entdeckt – und gekauft.

Heike Bernstorff vom Vorstand des Bürgervereins betrachtet das Poesiealbum mit dem Eintrag und den Brief von Adolf Grimme. Foto: Anett Roisch

Heike Bernstorff vom Vorstand des Bürgervereins betrachtet das Poesiealbum mit dem Eintrag und den Brief von Adolf Grimme.

Foto und Text: Anett Roisch (Volksstimme vom 29.02.2016)

Der Weferlinger Bürgerverein ist bei der Erforschung der Regionalgeschichte wieder ein gutes Stück vorangekommen, und zwar durch eine Entdeckung im Internet.

Vor vier Jahren hatte der Bürgerverein eine Sonderausstellung über den Pädagogen und Politiker Adolf Grimme (1889 – 1963) unter dem Titel „Vom Weferlinger Beamtenjungen zum preußischen Minister“ präsentiert, denn Grimmes Vater war in Weferlingen Bahnhofsvorsteher. Adolf Grimme besuchte von 1896 bis 1900 die Volksschule in Weferlingen, wechselte danach auf das Gymnasium Sangerhausen. Da sein Vater 1906 starb, verließ seine Mutter den Ort. Adolf Grimme blieb Weferlingen aber zeitlebens verbunden. Er stand weiter mit ehemaligen Mitschülern in Verbindung. So korrespondierte er zeitlebens mit Otto Krebs in Weferlingen. Das ist sogar mit Briefen belegt, die Dieter Sauerzweig in einer Zusammenfassung von Grimmes unwahrscheinlich intensiver Korrespondenz veröffentlicht hat.

Mit dem Poesiealbum einer ehemaligen Weferlinger Mitschülerin von Grimme, das der Verein im Internet fand und ersteigerte, verfügt der Verein jetzt auch über eine Originalhandschrift des Politikers. In dem Poesiealbum befindet sich eine Widmung von Adolf Grimme im Jahr 1900. „Vertrau auf Gott in fester Liebe und halte treulich sein Gebot; und wird dein Leben dir auch trübe, vertrau auf Gott in Glück und Not. Und glaubt dein Herz vor Schmerz zu brechen, vertrau auf Gott und zage nicht, und glaube fest an sein Versprechen. Der Herr verlässt die Seinen nicht.“ Unterschrieben hatte der damals Zehnjährige mit „Zur freundlichen Erinnerung an deinen Freund Adolf Grimme“.

Margarete Steffens, wahrscheinlich geborene Dittmar, der das Poesiealbum gehörte, muss aber auch den ehemaligen Mitschüler nie aus den Augen verloren haben. Im Poesiealbum lag nämlich auch eine Zeitungsnotiz aus dem Jahr 1931 mit der Überschrift „Der Sohn des Kultusministers Grimme tödlich verunglückt“. Grimme hatte zwei Söhne und eine Tochter. Sein Sohn Eckard wurde von einem Lkw überfahren. Der 12-Jährige hatte sich mit einem Freund mit dem Fahrrad an einen Lastkraftwagen gehängt. Als der Lkw schleuderte, verloren die Jungen den Halt, stürzten und kamen unter die Räder des Anhängers. Eckard Grimme starb an den Verletzungen. Margarete Steffens hatte dem damaligen Kultusminister offensichtlich kondoliert, denn in Poesiealbum lag auch Grimmes Antwort: „Das menschliche Mitfühlen, das wir in diesen Tagen erfahren haben, hilft mittragen. Wir sind dankbar dafür“, schrieben Adolf und Mascha Grimme.

Belegt ist sein Besuch als damaliger preußischer Minister für Kunst und Wissenschaft 1931 in seiner alten Schule in Weferlingen, wo er völlig unerwartet erschienen war. Er unterstützte die Schule auch weiterhin. Auch an der Begründung der einstigen Aufbauschule, heute Gymnasium, hatte Grimme Anteil. „Als ich in den 20er Jahren Oberschulrat in Magdeburg war, habe ich übrigens in Erinnerung daran, dass ich, um eine höhere Schule besuchen zu können, schon sehr jung von Haus weg musste, geholfen, dass in unserem Heimatort eine Aufbauschule gegründet wurde“, schrieb er sehr viel später an seinen Freund Otto Krebs.

Der Bürgerverein plant nun, eine Vitrine zu Adolf Grimme auszugestalten. Ausgangspunkt ist das gerade erworbene Poesiealbum.

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