Ergebnisse des 3. Turmtreppenlaufs

 

Der 3. Turmtreppenlauf in Weferlingen ist Geschichte. Die Ergebnisse in der Kategorie in der Altersklasse bis 14 Jahre sind sensationell.

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Der Gewinner, Taro Peine ist noch keine 10 Jahre alt und flitzte in 49 Sekunden auf die oberste Plattform. Damit stellte in der Kinderkategorie einen neuen Rekord auf. Der Vorjahressieger, Leonhard Grebe lief in 50 Sekunden und unterlag mit einer Sekunde Rückstand. Er verbesserte seine Vorjahresleistung um 12 Sekunden. Lena Hartmann und Xander Wels belegten mit einer identischen Zeit von 55 Sekunden gemeinsam den dritten Platz. Insgesamt gingen 11 Kinder an den Start.DSC_0035be

Ersmals starteten Männer und Frauen in zwei Gruppen. Bei den Frauen gab es leider nur zwei Anmeldungen, die Handballfrauen hatten an diesem Nachmittag ein Spiel. Somit gingen zwei Läuferinnen an den Start. Christin Hamann lief in 53,95 Sekunden die 149 Stufen hinauf. Sie nahm bereits zum dritten Mal am Lauf Teil. Die zweite Läuferin, Melanie Fellecke, absolvierte den Lauf in 1Minute und 13 Sekunden. Die junge Mutti, die erst vor 9 Wochen ihr zweites Kind bekommen hat, erkämpfte sich den zweiten Platz in einer durchaus guten Zeit.be

Das Duell der Männer um den ersten Platz hätte spannender nicht sein können. Der Vorjahresdritte, Szolt Orozlan, startete als erster und lief in einer Traumzeit von 46,65 Sekunden die 149 Stufen nach oben. Holger Papajewski, der Sieger von 2017 und 2018, startete als zweiter. Er schaffte den Hattrick und siegte mit 46,27 Sekunden. Viel knapper hätte die Entscheidung kaum ausfallen können.ber

Bedanken wollen wir uns als Veranstalter bei der freiwilligen Feuerwehr Weferlingen. Die Kameraden sicherten im Turm die Podeste und sorgten für die notwendige Aufsicht beim Lauf.DSC_0056be

Weiterhin bedanken wir uns beim Autohaus Heinicke, speziell beim Geschäftsführer Dietmar Steffens, der durch sein Sponsoring über VW -DasWeltAuto- die Siegerprämien finanzierte.DSC_0061be

Wer einmal selbst die Stufen im Sprint oder auch nur ganz gemütlich erklimmen möchte, der ist herzlich zu unseren Öffnungszeiten eingeladen. Natürlich kann man auch im nächsten Jahr für einen neuen Rekord sorgen und sich am 4. Turmtreppenlauf beteiligen.

Anmeldungen zum Turmtreppenlauf am 1. September sind noch möglich!

Der dritte Turmtreppenlauf findet am 01.09.2019 um 14.00 Uhr statt. Durch das Sponsoring des Autohauses Heinicke, Geschäftsführer Dietmar Steffens, ist es auch wieder möglich Preisgelder auszuloben. In diesem Jahr gibt es erstmals eine Trennung zwischen Männer und Frauen ab Altersklasse 15 Jahre. Damit ist die Chancengleichheit gewahrt. Anmeldungen nehmen wir bis zum 1. September 13.30 Uhr entgegen. Im Download stehen die Formulare im Wordformat oder PDF-Format zur Verfügung. Das ausgefüllte Formular einfach mit bringen, oder den unterschriebenen Antrag als Scan an turmtreppenlauf [at] buergerverein-weferlingen . de . Für das leibliche Wohl ist mit Grillwürstchen und Kaffee/ Kuchen gesorgt. Wir freuen uns auf Eure/ Ihre Teilnahme. Der Bürgerverein Weferlingen.e.V.

149 Stufen führen zum "Gipfel" des Aussichtsturms

149 Stufen führen zum „Gipfel“ des Aussichtsturms

Sommertour mit dem Helmstedter Landrat Gerhard Radeck an der ehemaligen Grenze unterwegs

In Weferlingen stellten sich viele Radler zu einem Erinnerungsfoto auf. Bernd Hoffmann (Mitte mit rotem Shirt), Heike Berndorff (links daneben) und Gerd Müller (dahinter) vom Bürgerverein haben den Helmstedter Landrat Gerhard Radeck (mit gelbem Trikot) und seinen Haldensleben Kollege Martin Stichnoth (links daneben) sowie alle Radfahrer begrüßt.

Radfahrer aus dem Landkreis Helmstedt sahen sich am Sonntag das Heimat- und Apothekenmuseum in Weferlingen an. Sie waren auf einer Sommertour mit dem Helmstedter Landrat Gerhard Radeck an der ehemaligen Grenze unterwegs.

Rund 40 Radler aus dem Nachbarkreis Helmstedt machten am Sonntagvormittag in Weferlingen Station. Mitglieder des Bürgervereins begrüßten die Frauen und Männer. Heike Bernsdorff, Gerd Müller, Bernd Hoffmann und Bruno Schmidt berichteten von der Weferlinger Geschichte und Gegenwart, führten durch das Museum und bemühten sich, alle Fragen der Gäste zu beantworten. Auch Martin Stichnoth, Landrat aus dem Landkreis Börde, hieß die Nachbarn in Weferlingen willkommen. Die Radler waren nämlich gemeinsam mit dem Helmstedter Landrat Gerhard Radeck unterwegs.

Gerhard Radeck, der im Landkreis Helmstedt 2016 zum Landrat gewählt wurde, hatte zum dritten Mal zu einer Sommertour eingeladen. Im ersten Jahr war er mit Interessenten in zwei Etappen von Marienborn nach Räbke und von Königslutter nach Lucklum gewandert. 2018 startete die erste Radtour. Sie führte zu den verschwundenen Dörfern in den Landkreisen Helmstedt und Börde rund um den Lappwaldsee. Wegen des Kohleabbaus mussten hier Dörfer aufgegeben werden. In diesem Jahr zum 30. Jahrestag der Grenzöffnung war das Motto, das grüne Band zu erleben. Von Helmstedt aus führte die Radtour über Weferlingen und Walbeck zum Brunnental und dann zur Gedenkstätte Deutsche Teilung in Marienborn.

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Mit großem Interesse sehen sich Gäste die Sonderausstellung zum 30. Jahrestag der Grenzöffnung zwischen Weferlingen und Grasleben an.

In Weferlingen interessierten sich die Radfahrer für die Burganlage, einige bestiegen auch den „Grauen Harm“, den Aussichtsturm. Großes Interesse fand das Heimat- und Apothekenmuseum, vor allem die Ausstellung zur Öffnung der Grenze zwischen Weferlingen und Grasleben vor 30 Jahren. Da wurden nicht nur bei Birgit Struck aus Grasleben viele Erinnerungen wach. Auch für Anne Metzing, die erst seit kurzer Zeit in Rottorf am Klei wohnt, war diese knapp 40 Kilometer lange Radtour an der ehemaligen Grenze interessant.

Der Kreistag habe ihn aufgefordert, kulturelle Zusammenarbeit und Zusammenschluss mit Nachbarn anzuschieben, erzählte Gerhard Radeck. Vielleicht könne man auch mal hierüber schauen, scherzte er. Ein Zusammenschluss über Landesgrenzen hinweg würde wohl nicht zustande kommen, eine Zusammenarbeit im Tourismus über Kreis- und Landesgrenze hinweg aber wird sogar angestrebt, bekräftigte auch sein Amtskollege Martin Stichnoth. Es sei nötig, mehr aufeinander zuzugehen, stellte Stichnoth fest. Er sei vor wenigen Monaten mit dem Ministerpräsidenten im Gymnasium in Weferlingen gewesen, da hätten die Schüler auch nach mehr Buslinien nach Niedersachsen gefragt. Man müsse mehr Zuständigkeitsgrenzen abbauen, erklärte er. Man lebe in einer Region, in der sich Freundschaften und Beziehungen entwickeln. Ganz wichtig sei es ihm jetzt, das Tourismuskonzept im Kreistag weiterzubringen. Es wäre das i-Tüpfelchen, wenn zwei Landkreise was gemeinsam machen.

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Der ehrenamtliche Museumschef Gerd Müller (l.) erzählt mit dem Helmstedter Landrat Gerhard Radeck über die Burganlage.

Thomas Kempernolte vom Team Elm-Freizeit verwies auf die Erarbeitung eines Radwegenetzes, das beide Landkreise umfasst und am 5. September in Schöningen vorgestellt werden soll. Eine Strecke davon legten die Radler am Sonntag nach dem Zwischenstopp in Weferlingen noch zurück. In Walbeck war eine Mittagspause an der Badestelle geplant. Und den Abschluss des Tages bildete eine Führung in der Gedenkstätte Deutsche Teilung in Marienborn.

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Beim Besuch der Radfahrergruppe aus dem Landkreis Helmstedt im Heimat- und Apothekenmuseum Weferlingen kamen auch Bruno Schmidt vom Bürgerverein Weferlingen (r.) und der Ortsheimatpfleger Gerhard Kaminski aus Emmerstedt ins Gespräch. Der Weferlinger Bruno Schmidt kennt sich mit der Weferlinger Geschichte gut aus. Der Gast aus Emmerstedt interessierte sich auch fürs Plattdeutsche. Auch da fand er in Bruno Schmidt einen guten Gesprächspartner.

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Gerhard Radeck, Landrat im Nachbarkreis Helmstedt, hatte bei seiner Sommertour entlang der einstigen innerdeutschen Grenze für die Weferlinger auch ein Gastgeschenk mitgebracht. Als die Radfahrer von Mitgliedern des Bürgervereins in Weferlingen begrüßt wurden, überreichte er Heike Bernstorff ein Buch. Heike Bernstorff war an diesem Tag in mehreren Funktionen dabei. Als Mitglied des Ortschaftrats Weferlingen vertrat sie Ortsbürgermeister Dirk Kuthe, der leider verhindert war. Als Vereinsmitglied, und zwar Schatzmeisterin des Bürgervereins, und Leiterin der Tourist-Information erzählte sie den Gästen einiges aus der Geschichte und Gegenwart von Weferlingen. Und als Bibliothekarin nahm sie das Geschenk des Helmstedter Landrats in Empfang. Gerhard Radeck hat das aktuelle Helmstedter Kreisbuch, den 25. und 26. Jahrgang, mit „Geschichte und Geschichten aus dem Landkreis Helmstedt“ mitgebracht. Das können Interessenten jetzt natürlich in der Bibliothek ausleihen.

Quelle: Volksstimme Haldensleben, Lokalteil Oebisfelde/ Weferlingen

Vereine und weitere Akteure bereiten den nächsten Höhepunkt im Flecken Weferlingen vor

Das Miteinander der Vereine und der Zusammenhalt im Flecken Weferlingen wachsen. Viele Veranstaltungen wie der Tag des offenen Denkmals, das Markgrafenfest, der Weihnachtsmarkt und das Maibaumaufstellen sind Beleg dafür.

2009 wurde der Tag des offenen Denkmals in Weferlingen zum ersten Mal als Aktionstag mit vielen Angeboten im historischen Ortskern organisiert. Viele Höhepunkte ziehen seitdem alljährlich viele, viele Gäste aus Weferlingen und Umgebung an. Dazu gehört zum Beispiel das Oldtimertreffen, das mit den Jahren beträchtlich gewachsen ist. Auch das Entenrennen, bei dem zahlreiche gelbe Plaste-Enten in der Aller von einer Brücke bis zur nächsten schwimmen, ist eine große Attraktion. Zahlreiche Gäste beobachten das „Wettrennen“, ganz egal, ob sie selbst eine Ente ausgesetzt haben oder nur Zuschauer sind. Und die Tanzgruppen des MTV haben bisher auch in jedem Jahr am Tag des offenen Denkmals getanzt.

Der Denkmaltag lebt in Weferlingen aber nicht nur von solchen größeren Aktionen, sondern ebenso von ganz vielen kleinen. Da gibt es zahlreiche Angebote für Kinder wie für Erwachsene.

Gegenwärtig laufen in Weferlingen wieder die Vorbereitungen auf den Tag des offenen Denkmals. Bei einem Treffen von Vertretern von Vereinen und weiteren Mitgestaltern wurde unlängst Bilanz gezogen über Veranstaltungen im Flecken Weferlingen und gleichzeitig wurde beraten, was noch besser gemacht werden könnte. Festgestellt wurde dabei, dass das Miteinander und der Zusammenhalt im Ort wächst. Das gelungene Markgrafenfest am 1. Juni hat das gerade erst wieder belegt.

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Auch beim jüngsten Markgrafenfest Anfang Juni zog ein Entenrennen im Wasser der Aller viele kleine und große Zuschauer an. Die Kinderfeuerwehr feierte ihr 5 jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass ließen die Kinder die Enten ins Wasser. Die Feuerwehrleute Christopher Weiß und Ronny Fellecke sammelten am Ziel die Enten ein.

Jetzt geht es um den nächsten Termin. Vereine und weitere Akteure wollen am 8. September, dem Tag des offenen Denkmals, wieder gemeinsam einen Tag mit vielen Höhepunkten präsentieren. Dabei solle es auch einige neue Dinge geben. Die Organisatoren wollen in diesem Jahr zum Beispiel eine Kindermeile aufbauen, wo die Angebote für die jüngsten Gäste gebündelt werden. Am Haus der Generationen und Vereine sollen dann Anziehungspunkte vom Bastelstand bis zur gemeindeeigenen großen Hüpfburg konzentriert werden. Die Freiwillige Feuerwehr ist dabei. Mitglieder des Weferlinger Anglervereins wollen wie unlängst beim Markgrafenfest einladen, die Angel auch ohne Wasser auszuwerfen und ein Ziel anzuvisieren. Der Förderverein der Grundschule will eine Tombola vorbereiten.

Der Bürgerverein wird das Heimat- und Apothekenmuseum öffnen und hier wie an den regulären Öffnungstagen auch Kaffee und Kuchen anbieten. Kaffee trinken können die Gäste aber auch an anderen Stellen im Ort. Die evangelische Kirchgemeinde bietet wieder Kirchturmführungen an. Und es gibt viele andere Angebote.

Nicht nur am Tag des offenen Denkmals ziehen Vereine und weitere Akteure im Flecken Weferlingen an einem Strang. Ein weiteres Beispiel ist der traditionelle Weihnachtsmarkt jeweils am ersten Adventswochenende, in diesem Jahr am 30. November und 1. Dezember. Sehr gut besucht ist dabei jeweils der Sonnabend mit dem Fackelumzug und anschließendem Markt am Haus der Generationen und Vereine. Der Sonntag hat in der Regel weniger Besucher. Die Organisatoren wollen es daher in diesem Jahr am Sonntag mit einer früheren Öffnung des Marktes versuchen. Der Weihnachtsmarkt soll bereits um 11 Uhr beginnen, der Weihnachtsmann soll sich dann bereits um 15 Uhr einstellen und nicht erst um 16 Uhr.

Im nächsten Jahr könnte es im Frühjahr neben dem Aufstellen des Maibaums auch einen Tanz in den Mai geben, wurde besprochen. Der 1. Mai fällt 2020 auf einen Freitag.

Quelle: M. Bullmann, Volksstimme Haldensleben- Lokalteil

Abschied von Pfarrer Thomas Vesterling

Ein buntes Gemeindefest feierte die Kirchengemeinde Weferlingen am Sonntagnachmittag mit rund 150 Gästen vor und in der St.-Lamberti-Kirche. Lange saßen alle nach dem Gottesdienst noch beisammen und genossen die gemeinsame Zeit. Pfarrer Thomas Vesterling blickte in seinem letzten Gottesdienst, den er in Weferlingen hielt, auf die gemeinsame Zeit zurück. Da er an diesem Sonntag auch noch Geburtstag hatte, stimmte ein riesiger Chor in der Kirche ein Geburtstagsständchen für ihn an. Als sich das Fest dem Ende neigte, hatte Ortsbürgermeister Dirk Kuthe noch eine besondere Idee für den Abschied vom Pfarrer, der mit seiner Familie nach Den Haag geht.

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Dirk Kuthe (v.l.), Bürgervereins-Vorsitzender Heiko Kloß, Pfarrer Thomas Vesterling und seine Frau Claudia sowie Christine Sobczyk und Ina Knöchel vom Gemeindekirchenrat wagten auf der gemeindeeigenen Hüpfburg gemeinsam einen Sprung. Die Kinder hatten die aufgeblasene Giraffe inzwischen frei gegeben. Dirk Kuthe hatte dem Pfarrer für seine Zeit in Weferlingen gedankt. Er habe auch zur guten Zusammenarbeit im Ort beigetragen.

Quelle: Volksstimme Haldensleben, Lokalteil, Marita Bullmann

Max Peiffer Watenphul war Bauhaus-Schüler – Ausstellung in der Kirche ist dem in Weferlingen geborenen Maler gewidmet

Quelle Slider: https://peifferwatenphul.de/de/vita/kurzbiografie/

In Weferlingen erinnert vieles an den Maler Max Peiffer Watenphul: Eine Tafel an der Adler-Apotheke, seinem Geburtshaus. Eine weitere Tafel am Nachbarhaus, denn hier gibt es in einem Hofgebäude ein Fenster, das Hanna Unger, eine Schülerin des Malers gestaltet hat. Und besonders eindruckvoll eine Dauerausstellung in der evangelischen St.-Lamberti-Kirche.

Er ist ohne Zweifel „eine der wichtigen Persönlichkeiten“ von Weferlingen, wie es Rosemarie Bergk in einem Brief an das ZDF geschrieben hatte. Anlass für ihren Brief war die Dokumentation „Die Bauhaus-Revolution“, die sie im Fernsehen gesehen hatte. Und sie vermisste darin einen Hinweis auf den Maler Max Peiffer Watenphul, einen bedeutenden Bauhaus-Schüler.

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Rosemarie Bergk betreut seit mehreren Jahren die Ausstellung, die Max Peiffer Watenphul gewidmet ist. Archivfoto: Marita Bullmann

Vom Zuschauerservice des ZDF erhielt sie Antwort, die sie in ihrer Meinung bestätigt: „Max Peiffer Watenphul war ein bedeutender und renommierter Maler im Bauhaus-Kontext. Sicher wäre er einmal einer größeren Würdigung wert. Angesichts der Materialfülle, die es zum Thema Bauhaus gibt, mussten wir allerdings auswählen und uns konzentrieren. Wir haben verstärkt die Architektur betrachtet. Auch Maler wie Wassily Kandinsky konnten wir nicht berücksichtigen.“

Da Max Peiffer Watenphul trotz mehrfacher Hinweise auf ihn in seinem Geburtsort Weferlingen auch in der Region noch immer vielen nicht unbekannt ist, will die Volksstimme hier vor allem seinen Bezug zum Bauhaus deutlich machen.

Max Peiffer wurde am 1. September 1896 in Weferlingen als Sohn des Apothekers Karl Josef Emil Peiffer und seiner Frau Anna geboren. Leider starb sein Vater bereits 1903. Seine Mutter heiratete 1906 den Gymnasiallehrer Dr. Heinrich Watenphul. 1919 entschloss sich Max Peiffer den Doppelnamen Peiffer Watenphul zu führen.

Zur Malerei kam der junge Mann erst nach Medizin- und Jurastudium, obwohl er schon von Kindheit an gemalt hatte. Auslöser war eine Begegnung mit dem Maler Paul Klee. Durch Paul Klee kam er 1919 auch nach Weimar. Über diese Zeit schrieb seine Nichte Alessandra Pasqualucci in einer Biographie: „Max Peiffer Watenphul wird Schüler am Bauhaus Weimar. Von Walter Gropius erhält er die Erlaubnis, in allen Werkstätten zu hospitieren, er bekommt ein eigenes Atelier und besucht den Vorkurs von Johannes Itten. Bis 1923 Wohnsitz in Weimar.“

Peiffer Watenphul reiste viel, 1921 auch zum ersten Mal nach Italien, das Land, das ihn nicht wieder losließ. 1922 arbeitete er auch in der Emailwerkstatt von Maria Cyrenius in Salzburg, einer ehemaligen Mitschülerin am Bauhaus. Reisen führten ihn unter anderem nach Kuba, Mexiko, Jugoslawien, Frankreich, Marokko, Griechenland und in den Libanon. Es entstanden große Landschaftsimpressionen. Als Lehrer für allgemeinen künstlerischen Entwurf an der Folkwangschule in Essen konnte er auch das während der Bauhauszeit entstandene Interesse an der Fotografie verwirklichen, schrieb seine Nichte. Und sie berichtete, dass ihm 1933 der Carnegie „Adittional Award“ für ein Blumenstillleben verliehen wurde, „das seit seiner Beschlagnahme durch die Nationalsozialisten 1937, nachdem es als Besitz der Nationalgalerie in der Schandausstellung ,Entartete Kunst‘ in München gezeigt worden war, als verschollen gelten muss.“ Ab1941, nach mehrjährigem Italienaufenthalt, unterrichtete der Maler an der höheren Fachschule für textile Flächenkunst in Krefeld, ab 1943 an der Kunstgewerbeschule in Salzburg. 1946 zog er zu seiner Schwester nach Venedig, später nach Rom. In Venedig war auch 1948 seine erste Einzelausstellung zu sehen. Eindrücke seiner Reisen bestimmten sein künstlerisches Schaffen, er illustrierte aber auch literarische Werke. 1969 erhielt er das Große Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland. Der Maler starb kurz vor seinem 80. Geburtstag am 3. Juli 1976 in Rom.

Bei DuMont ist ein Werkverzeichnis des Malers mit 4000 Bildern in zwei Bänden erschienen, zusammengestellt von seiner Schwester und Nichte. Dazu heißt es: „Er war Italien-Enthusiast und gebildeter Weltbürger, ein von Paul Klee bezauberter Bauhausschüler, der von Rousseau und Chagall inspiriert zum ,Lyriker der Malerei und heiteren Interpreten des Unscheinbaren‘ (Neue Zürcher Zeitung) wurde. Dabei liegt die Wirkung seiner Landschaften und Stillleben in der edlen Bescheidenheit. Sein Interesse an Farbe und Licht der mediterranen Welt machte ihn zu einem Meister des Aquarells.“

Die Ausstellung in der St.-Lamberti-Kirche in Weferlingen, die 2012 eingeweiht wurde, gewährt einen kleinen Einblick in das malerische und druckgraphische Schaffen des Künstlers. Zu sehen sind 15 Reproduktionen von Gemälden, Aquarellen und Lithographen. Die Originale befinden sich im Städtischen Museum Braunschweig und in der Staatlichen Graphischen Sammlung München. Die Ausstellung ist an jedem dritten Sonntag im Monat von 14 bis 16 Uhr geöffnet.

Quelle: Volksstimme Haldensleben- Lokalteil, Marita Bullmann

Turmtreppenlauf am 01. September 2019

IMG-20190716-WA0000Der Turmtreppenlauf findet in diesem Jahr erstmals in 3 Läufen statt. Kinder bis 14 Jahre laufen in einer Gruppe, Frauen und Männer starten in getrennten Gruppen. Das Anmeldeformular finden die Teilnehmer im Veranstaltungskalender der Homepage. Wir wünschen Euch viel Spaß bei der Teilnahme und maximale Erfolge. Die ersten drei Läufer jeder Gruppe werden prämiert, die Gruppensieger erhalten einen Wanderpokal.

Die Restaurierung des Mausoleums ist in vollem Gange!

Mausoleum versteckt unter einer Hülle

Das Mausoleum des Markgrafen Friedrich Christian von Kulmbach-Bayreuth ist verhüllt, denn das einzigartige barocke Bauwerk wird saniert. Auch die Büste, die vor dem Mausoleum steht, ist eingehaust. Hier dient die Hülle allerdings dem Schutz. Foto: Anett Roisch

Das Mausoleum des Markgrafen Friedrich Christian von Kulmbach-Bayreuth ist verhüllt, denn das einzigartige barocke Bauwerk wird saniert. Auch die Büste, die vor dem Mausoleum steht, ist eingehaust. Hier dient die Hülle allerdings dem Schutz. Foto: Anett Roisch

Das Mausoleum des Markgrafen Friedrich Christian von Kulmbach-Bayreuth in Weferlingen wird gegenwärtig saniert.

Von Anett Roisch ›Volksstimme Haldensleben 01.07.2019

Weferlingen l Vor 250 Jahren ist Friedrich Christian von Kulmbach-Bayreuth gestorben. Der Markgraf, der von 1763 bis zu seinem Tod 1769 in Kulmbach-Bayreuth regiert hat, wünschte sich nichts sehnlicher, als in seinem Geburtsort Weferlingen beigesetzt zu werden. Leider wurde sein Wunsch nicht erfüllt, denn sein Sarg steht in der Familiengrabstätte Himmelkron in Franken. Dabei hatte sich der Markgraf extra an der evangelischen Kirche ein Mausoleum errichten lassen. In dem wollte er zur letzten Ruhe gebettet werden.

Weferlingen war der Geburtsort

Obwohl dieser Wunsch nicht in Erfüllung ging, erinnert das barocke Gebäude bis heute an ihn. Es ist zudem eins der bedeutendsten Baudenkmale seiner Art aus dieser Zeit in der Region. Vor dem Mausoleum hatte der damalige Bürgerverein ihm zur Erinnerung eine Büste aufstellen lassen, denn der Markgraf hatte mit der Gründung einer „mildtätigen Stiftung“ viel Gutes für Weferlingen und Döhren bewirkt.

Gegenwärtig allerdings ist weder von der Büste noch vom Mausoleum viel zu sehen. Beide sind verhüllt. Das Mausoleum, weil es endlich saniert wird, die Büste, damit sie bei diesen Arbeiten nicht zu Schaden kommt, denn der Bürgerverein hatte sie vor ein paar Jahren erst sanieren lassen

Mausoleum wurde 1768 vollendet

Da das 1768 vollendete Mausoleum in die Jahre gekommen ist, bemüht sich der heutige Bürgerverein seit Jahren um die Sanierung. Die Kirchengemeinde kann dieses Vorhaben nicht stemmen, deshalb hatte der Bürgerverein vor mehreren Jahren einen Vertrag mit der Kirchengemeinde geschlossen, in dem geregelt ist, dass der Verein die Sanierung anstrebt und dafür um Fördermittel wirbt.

Zu Beginn dieses Jahres erhielt der Bürgerverein die Zusage über Förderung aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) zur Verbesserung der Präsentation und nachhaltigen Nutzung des kulturellen Erbes im Land Sachsen-Anhalt im Rahmen von CLLD, wobei es um das Kulturerbe in Sachsen-Anhalt geht. In der dritten Maidekade konnte es dann endlich losgehen.

Ziel der Sanierungsarbeiten sei es, das Mausoleum im derzeitigen Zustand zu erhalten, erläutert Bernd Hoffmann, der den Verein in der Lokalen Aktionsgruppe Flechtinger Höhenzug vertritt und sich mit dem Vereinsvorsitzenden Heiko Kloß besonders um das Vorhaben kümmert.

Es geht um die Sicherheit

Es geht dabei grundsätzlich um die Sicherheit des Gebäudes, damit es wieder gefahrlos betreten werden kann. Einige unaufschiebbare Sicherungsarbeiten hatte der Verein schon in den Jahren zuvor ausführen lassen. Jetzt geht es um die komplette Dachsanierung. Dabei mussten Dachbalken an der Holzkonstruktion ersetzt werden. Und für die Arbeiten musste ein Notdach errichtet werden.

Mitglieder des Bürgervereins, darunter auch Sascha Broß, haben in einem schweißtreibenden Einsatz Bauschutt vom Dachboden geräumt. Foto: Anett Roisch

Die Vereinsmitglieder Dennis Neumann, Sascha Broß, Gerd Müller, Heiko Kloß und Bernd Hoffmann übernahmen es, den Bauschutt, der sich in den letzten Jahrhunderten auf dem Dachboden angesammelt hatte, zu entfernen. In einem mehrstündigen schweißtreibenden Wochenendeinsatz haben sie für Baufreiheit gesorgt.

Ostseite bereits gereinigt

In regelmäßigen Bauberatungen werden jeweils die nächsten Arbeitsschritte festgelegt. Dazu gehört, wie bei der Reinigung der einzelnen Bauteile verfahren werden soll, welche Materialien eingesetzt werden und viele andere Details. Die Ostseite ist inzwischen gereinigt. Derzeit geht es auch darum, mit speziellen Techniken den Sandstein zu verfestigen, damit er nicht weiter bröckelt.

Parallel zur Sanierung des Mausoleums wird der noch ausstehende Teil der Südfassade der St.-Lamberti-Kirche verfugt. Diese Arbeiten laufen auf Initiative der Kirchengemeinde, sie erfolgen jedoch jetzt, da das Gerüst für beide Vorhaben genutzt werden kann, so dass Kosten gespart werden. Im direkten Bereich des Mausoleums ist die Verfugung beendet.

Auf dem Foto ist gut zu erkennen, wie verwittert das Mausoleum teilweise ist. Im Gegensatz dazu sind bereits gereinigte Stellen zu sehen. Foto: Anett Roisch

Am Dienstag, 2. Juli, soll ein Autokran anrollen, der einige Steinelemente von der Südseite des Portals abnehmen soll. Der Kran, der Lasten von 120 Tonnen bewältigen kann, wird sieben Teile abnehmen, kündigt Bernd Hoffmann an. Die Arbeiten werden nicht ganz einfach sein, da die Kirche auf einem Hügel steht und der Kran nur von der Straße aus arbeiten kann. Der Kirchplatz an der Aller wird dafür ab 6.30 Uhr gesperrt.

Das war unser Markgrafenfest 2019

Ein schöneres Wetter hätte sich der Markgraf Friedrich Christian von Kulmbach-Bayreuth für sein Kinderfest nicht wünschen können. Zu seinen Lebzeiten im 18. Jahrhundert hat er dieses Fest für die Kinder ausrichten lassen. Seit 2008 veranstaltet der Bürgerverein Weferlingen e.V. dieses Fest alle zwei Jahre wieder. In diesem Jahr gab es gleich mehrere Jubiläen zu feiern: den internationalen Kindertag 2019, das Rathaus befindet sich seit 100 Jahren im Besitz der Gemeinde Weferlingen und die Kinderfeuerwehr Weferlingen wird 5 Jahre alt.

Der Markgraf persönlich (alias Lutz Otto Westphal) sowie der Bürgermeister von Weferlingen Dirk Kuthe und der Bürgermeister der Einheitsgemeinde Stadt Oebisfelde-Weferlingen Hans Werner Kraul eröffneten das Fest und das bunte Treiben konnte beginnen.

Egal ob beim Basteln, Schminken, Kräuterraten, Entenrennen auf der Aller, Geschicklichkeit an der Kübelspritze, den Kirchturm besteigen, Luftballons fliegen lassen oder einfach auf der großen Hüpfburg toben – für die Kinder kam keine Langeweile auf. Die Großen konnten sich derweil eine kleine Ausstellung zur Geschichte des Rathauses ansehen im Rathaus oder ein kühles Getränk bzw.eine Bratwurst schmecken lassen. Das Angebot war reichlich. Rundherum war es ein gelungenes Fest.

Der Bürgerverein möchte sich hiermit bei allen Mitwirkenden recht herzlich bedanken.

Es war eine tolle Zusammenarbeit!

5 Jahre Kinderfeuerwehr

5 Jahre Kinderfeuerwehr

Übung macht den Meister

Übung macht den Meister

Die Markgrafenfamilie gibt sich die Ehre

Die Markgrafenfamilie gibt sich die Ehre!

100 Jahre Rathaus

100 Jahre Rathaus

Spaß und Spiel beim Kräuterraten

Spaß und Spiel beim Kräuterraten

Die Tanzgruppe zeigt ihr Können

die Tanzgruppe zeigt ihr Können

Entenrennen auf der Aller

Entenrennen auf der Aller

Die Hüpfburg kam mal wieder gut an

die Hüpfburg kam mal wieder gut an

Besuch des Integrationsfachdienst Magdeburg/ Stendal im Museum Weferlingen

Das Team des Integrationsfachdienstes MD/SDL machte einen Betriebsausflug nach Weferlingen. Hier wurden das Museum und der Burgturm besichtigt. Frau „Anne“, hat mit den Kollegen Kräutersalz hergestellt. Frau Antje Pachur hat uns freundlicherweise diese Fotos überlassen. Hiermit möchte sich das Team für den Aufenthalt beim Museumsteam, speziell bei Frau Anne bedanken.

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Integrationsfachdienst Magdeburg/ Stendal

Träger „Der Weg e.V.“

Hasselbachplatz 2

39104 Magdeburg

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