Ausstellung Weferlingen in Bildern

Nach einem Filmabend zur Weferlinger Geschichte bereitet sich der Bürgerverein auf die neue Museumssaison vor.

Von Anett Roisch , Volksstimme Lokalteil

Über zahlreiche Zuschauer konnte sich Karl-Heinz Gebhard vom Filmstudio Weferlingen freuen, als in der Bibliothek und Tourist-Information einige seiner Filme an einem Abend bei Tee und Tratsch gezeigt wurden. In zwei jeweils etwa halbstündigen Filmen entführte der Hobbyfilmer die Gäste ins Weferlingen vom Ende der 1980er, Anfang der 1990er Jahre.

Filme von Karl-Heinz Gebhard

Zwei kürzere Filme beschäftigten sich mit der Jahreszeit. „Winter im Allertal“ und „Es muss doch Frühling werden“ entführten zunächst in tiefsten Winter mit dicker Schneedecke, zeigten die Aller fast zugefroren. Dann aber der Aufbruch in die wärmere Jahreszeit. Karl-Heinz Gebhard hatte die Filme teils kommentiert, aber auch viel Zeit gelassen, um einfach den Aufnahmen zu folgen.

Der Abschluss des Frühlingsfilms versetzte die Zuschauer geradezu in Erstaunen. Er erinnerte an die mehr als anderthalb Jahrhunderte dauernde Tradition des Weferlinger Männerchors. Genauer gesagt, erklang zum Schluss ein beeindruckendes Solo. Der Weferlinger Emil Buchmann hatte ein altes deutsches Volkslied gesungen, von Karl-Heinz Gebhard auf der Gitarre begleitet.

300. Geburtstag des Markgrafen im Film

Damit klang der Abend zumindest filmisch aus. Die Frauen und Männer saßen aber noch eine Weile beisammen, um bei Tee und Keksen in Erinnerungen zu schwelgen. Karl-Heinz Gebhard erzählte von seinem Hobby. Und die Gäste nahmen gleich zwei Einladungen zu weiteren Veranstaltungen des Bürgervereins mit. So wird es demnächst einen weiteren Abend bei Tee und Tratsch geben, an dem ein Film des Filmstudios gezeigt wird. Dabei geht es dann um das große Fest zum 300. Geburtstag des Markgrafen Friedrich Christian von Kulmbach-Bayreuth, das vor zehn Jahren auf dem Burghof gefeiert wurde.

Ebenfalls einen Blick in die Weferlinger Geschichte wird es am Sonntag, 15. April, bei der Eröffnung der neuen Saison des Heimat- und Apothekenmuseums geben. „Auf den Spuren Weferlinger Künstler“ heißt die neue Sonderausstellung.

Neue Ausstellung ab 15. April

Dabei wird der Zeitraum etwa über ein gutes Jahrhundert gespannt. Die ältesten Zeichnungen sind um 1895 entstanden. Sie gehören zu den Schätzen im Weferlinger Museum. Die Zeichnungen vom Ende des 19. Jahrhunderts hat ein Amtsrichter E. Herr zu Papier gebracht. Mehr als Zeit und Name ist nicht ersichtlich.

Etwas mehr ist über den zweiten Weferlinger Künstler bekannt, der im 20. Jahrhundert Jahrzehnte als Lehrer in Weferlingen gewirkt und sich auch in der Kulturbund-Gruppe engagiert hat – Fritz Witte. Mehrere Motive seiner Zeichnungen sind sogar als Postkarten erschienen. Im Bestand des Museums befinden sich mehrere Werke von Fritz Witte.

Drei Künstler im Mittelpunkt

Nur aus privaten Beständen kann das Schaffen des dritten Künstlers in dieser Ausstellung dokumentiert werden. Dr. Rudolf Fügner hat zauberhafte Aquarelle gemalt. Ältere Weferlinger werden den Arzt sicher noch gut kennen. Seine Familie stellt Bilder mit Weferlinger Motiven zur Verfügung.

Im Bestand des Museums befinden sich noch viele andere Bilder mit Weferlinger Ansichten, so hat Bernd Hoffmann, der sich gemeinsam mit dem Museumsleiter Gerd Müller sehr um die Erkundung der Bestände kümmert, festgestellt. Die beiden Ehrenamtlichen und weitere Aktive vom Bürgerverein sind auch dabei, das Archiv zu sichten. In vielen Freizeitstunden hatten Mitglieder des Vereins den Boden ausgebaut, Regale aufgestellt und die zahlreichen Dokumente neu sortiert. Dieser Prozess ist noch nicht abgeschlossen.

An Hand dieser Schätze ist im Bürgerverein die Idee entstanden, in einer weiteren Sonderausstellung auch noch andere Bilder mit Weferlinger Motiven zu zeigen. Meist gibt es dabei aber nur ein oder zwei Bilder, die einem Maler zugeordnet werden können. Um mehr darüber zu erfahren, könnte sich der Bürgerverein an die Einwohner wenden. Ältere werden vielleicht den einen oder anderen noch kennen.

Bilder aus rund 100 Jahren

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Diese Ansicht von Weferlingen im Jahr 1894 hat der damalige Amtsrichter E. Herr gezeichnet. Sie zeigt die Ansicht des Fleckens von Süd-osten, hat der Künstler vermerkt. Zu sehen sein werden diese und weitere Zeichnungen ab 15. April im Weferlinger Heimatmuseum.

Jetzt aber werden erstmal drei Künstler in den Mittelpunkt des Interesses gerückt. Bei der Eröffnung der Ausstellung am 15. April wird es Kaffee und Kuchen geben. An dem Nachmittag kann auch der „Graue Harm“ wieder bestiegen werden. In der neuen Museumssaison wird auch die Ausstellung, die dem Weferlinger Maler Max Peiffer Watenphul in der evangelischen Kirche gewidmet ist, wieder zur selben Zeit wie das Heimat- und Apothekenmuseum geöffnet sein.

1071 Euro für Sanierung des Mausoleums- Bürgerverein Weferlingen bedankt sich bei allen Akteuren und Spendern

Zuversichtlich ist der Bürgerverein Weferlingen ins neue Jahr gestartet. Am Jahresende gingen zwei größere Spenden für die Sanierung des Mausoleums des Markgrafen Friedrich Christian von Kulmbach-Bayreuth auf dem Vereinskonto ein. 571 Euro ergab die Spendensammlung beim lebendigen Adventskalender.

Zum zweiten Mal hatte die evangelische Kirchgemeinde in Weferlingen Gastgeber gesucht, die zu abendlichen Treffen in der Weihnachtszeit einladen. Vom 1. Dezember bis zum Weihnachtsfest waren so verschiedene Weferlinger Familien, aber auch Vereine und Geschäfte jeweils am Abend in Aktion. An wechselnden Orten wurden gemeinsam Weihnachtslieder gesungen. Dazu hatte die Kirchgemeinde extra kleine Liedhefte vorbereitet. Bei Glühwein, Tee und Gebäck war Zeit zum Erzählen. Von einem zum anderen wurden eine Laterne und ein Nikolausstiefel weitergegeben. Der Stiefel diente dabei als Sammelbüchse. Insgesamt 571 Euro hatten die Gäste des lebendigen Adventskalenders gespendet.

Diese Summe übergab der Gemeindekirchenrat an Heike Bernstorff, die Schatzmeisterin des Bürgervereins, für die Sanierung des Mausoleums. Der Gemeindekirchenrat hatte vor einigen Jahren einen Vertrag mit dem Bürgerverein geschlossen, in dem sich der Verein verpflichtet, „sich nach Kräften um die Instandsetzung und Erhaltung des Mausoleums zu bemühen.“ Die Kirchgemeinde sah sich nicht in der Lage, die enormen Lasten zu tragen, die für die Sanierung des Mausoleums nötig sind.

Der Markgraf überbrachte die besten Wünsche zum 85 Geburtstag von Frau Bergk

Der Markgraf überbrachte die besten Wünsche des Bürgervereins zum 85 Geburtstag von Frau Bergk

Eine weitere Spende über 500 Euro konnte die Schatzmeisterin des Vereins am Jahresende verbuchen. Rosemarie Bergk, das älteste Mitglied des Bürgervereins, beging vor wenigen Wochen ihren 85. Geburtstag. Als sie ihren Ehrentag feierte, bat sie ihre Gäste um eine Spende für den Erhalt des Mausoleums. Und die Gratulanten griffen kräftig in die Tasche, so dass eine beträchtliche Summe zusammenkam.

Ein großes Dankeschön richtet der Vereinsvorsitzende Heiko Kloß an alle Akteure und Spender. „Wir freuen uns über die Anteilnahme und das große Interesse an unserem Vorhaben und sehen das als Bestätigung unserer Arbeit und als Verpflichtung für 2017, so weiter zu machen“, bekräftigt Heiko Kloß.

Das Mausoleum an der St.-Lamberti-Kirche wurde 1766 bis 1768 erbaut. Der Markgraf Friedrich Christian von Kulmbach-Bayreuth, der sich diese Grabstätte in Verbundenheit zu seinem Geburtsort Weferlingen erbauen ließ, starb am 20. Januar 1769 in Bayreuth, er wurde jedoch in der Familiengrabstätte in Himmelkron in Franken begraben. Der Weferlinger Bürgerverein strebt an, das Mausoleum bis zum 250. Todestag des Markgrafen im Jahr 2019 zu sanieren.

Weferlingen (aro)  Quelle: Volksstimme – Lokalteil Haldensleben

Wird dieser Schlüssel bald seine Funktion wieder erfüllen?

Dann könnten die Besucher das Mausoleum auch wieder von innen betrachten.

Innenansicht mit dem Wappen der Kulbach- Bayreiter

Innenansicht mit dem Wappen der Kulbach- Bayreiter

Der Bürgerverein Weferlingen bemüht sich seit Jahren darum, das Mausoleum zu sanieren. Dafür werden jetzt Fördermittel beantragt.

Volksstimme vom 15.07.2016 von Anett Roisch

Der Vorstand des Bürgervereins Weferlingen hat mit Dr. Berthold Heinecke die nächsten Schritte besprochen. Der Bürgerverein hatte vor einigen Jahren einen Vertrag mit der Kirchgemeinde Weferlingen über die Nutzung, Instandsetzung und Erhaltung des Mausoleums des Markgrafen Friedrich Christian von Kulmbach-Bayreuth geschlossen. Da die Kirchgemeinde nicht in der Lage ist, das barocke Baudenkmal zu sanieren, hat sich der Bürgerverein dazu bekannt. Seither bemüht sich der Verein, seinem Ziel näher zu kommen. Ob es gelingt, das Mausoleum bis zum 250. Todestag des Markgrafen im Jahr 2019 in Grundzügen zu sanieren, hängt vor allem davon ab, ob die nötigen Mittel dafür beschafft werden können. Erste dringende Sicherungsarbeiten hat der Bürgerverein bereits auf eigene Rechnung ausführen lassen.

Dr. Berthold Heinecke (v.l.), Pfarrer Thomas Vesterling, Christine Sobczyk, Gerd Müller, Heiko Kloß und Burkhard Kleinecke sind bei der Beratung am Mausoleum in Weferlingen. Die Arbeiten sollen zeitlich eingetaktet werden können, um sich nicht gegenseitig zu behindern.

Dr. Berthold Heinecke (v.l.), Pfarrer Thomas Vesterling, Christine Sobczyk, Gerd Müller, Heiko Kloß und Burkhard Kleinecke sind bei der Beratung am Mausoleum in Weferlingen. Die Arbeiten sollen zeitlich eingetaktet werden können, um sich nicht gegenseitig zu behindern.

Dr. Berthold Heinecke, Fachmann für denkmalgeschützte Objekte, wird den Bürgerverein in seinem Vorhaben unterstützen. Bei einem Treffen vor Ort waren neben Vertretern des Bürgervereins auch Pfarrer Thomas Vesterling und Christine Sobczyk vom Gemeindekirchenrat zugegen, um nötige Arbeiten abzustimmen. Die Kirchenmauern sind bereits zum größten Teil neu verfugt, der Teil direkt über dem Mausoleum wurde jedoch bisher ausgespart. Gemeindekirchenrat und Bürgerverein wollten abstimmen, wie die Arbeiten zeitlich eingetaktet werden können, um sich nicht gegenseitig zu behindern. Eventuell ein Gerüst gemeinsam zu nutzen, um kostengünstiger zu arbeiten, wird allerdings wahrscheinlich nicht gelingen. Die Rüstung müsse für beide Vorhaben anders aufgebaut werden, erklärte Dr. Heinecke, der auch die Bauvorhaben der Kirchgemeinde betreut. Die Kirchgemeinde werde sich daher jetzt schnellstmöglich um die Verfugung der Kirchenmauer über dem Mausoleumdach bemühen, schlussfolgerte der Pfarrer. Der Bürgerverein indes konzentriert sich jetzt darauf, Anträge auf Förderung des Vorhabens zu stellen, steckte Vereinsvorsitzender Heiko Kloß die nächsten Schritte ab. Dabei müssen Fristen eingehalten werden. Um Unterstützung soll bei der Deutschen Stiftung Denkmalschutz gebeten werden, ebenso bei Lotto-Toto. Außerdem setzt der Bürgerverein, der auch Mitglied in der Lokalen Aktionsgruppe Flechtinger Höhenzug ist, darauf, auch Förderung aus dem neuen Leader-Programm zu bekommen. Die nächste bauliche Etappe ist die Erneuerung des Dachs des Mausoleums. Dabei muss allerdings auch der Übergang zum Sandstein im oberen Bereich des Bauwerks mit angefasst werden, stellte Dr. Heinecke fest.

„Das Mausoleum ist aus geschichtlichen, kulturell-künstlerischen und städtebaulichen Gründen als Baudenkmal … ins nachrichtliche Denkmalverzeichnis eingetragen. Die Eintragung besteht in Sachgesamtheit mit der Kirche“, hatte das Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt dem Bürgerverein vor zwei Jahren mitgeteilt. Weiter heißt es, das Mausoleum des Markgrafen sei ein komplexes Kulturdenkmal von hohem Rang, das in seiner Bedeutung nicht durch die Sachgesamtheit mit der Kirche geschmälert werde. Ihm komme überregionale Bedeutung zu. An der Erhaltung und Instandsetzung des Bauwerks bestehe damit ein erhöhtes öffentliches Interesse. Auf diese Einschätzung setzt der Bürgerverein beim Antrag auf Förderung. Zum Landesamt für Denkmalpflege soll erneut Kontakt aufgenommen werden, um Unterstützung für die Anträge zu erhalten.

Am Tag des offenen Denkmals, dem 11. September, wird der Bürgerverein mit einem Aktionstag erneut auf das Vorhaben aufmerksam machen. Im Heimat- und Apothekenmuseum wird eine neue Sonderausstellung von Weferlinger Hobbykünstlern eröffnet. Der Aussichtsturm kann bestiegen werden und vieles mehr.

Die Spendensammlung geht weiter. Zum Denkmaltag wird der Bürgerverein auch wieder den neuen Weferlinger Kalender präsentieren. Die Erlöse des jeweiligen Jahreskalenders werden wie viele andere Einnahmen von Aktionen für die Sanierung des Mausoleums angespart. Wer den Verein unterstützen möchte, kann Geldspenden bei der Volksbank Helmstedt, IBAN: DE94271900820798139200, BIC: GENODEF1HMS, Kennwort: Mausoleum überweisen.

Arbeiten am Fundament des Mausoleums haben begonnen!

Am 14. April 2016 begann die maurermäßige Instandsetzung des Sandsteinsockels unseres Mausoleums. Besonders große Schäden sind an den Postamenten, auf denen die Säulen ruhen, zu erkennen.

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Ein Mitarbeiter der Baugesellschaft Athanasiadis aus Wolfsburg legt das alte Postament frei. Auf der rechten Seite ist der Sockel schon saniert.

Um ein Abrutschen der Säulen zu vermeiden, was die weitere Restaurierung für unseren Verein unmöglich machen würde, haben wir uns entschlossen, diese Arbeiten fachgerecht durchzuführen zu lassen. Damit wird unser Mausoleum wieder auf soliden Füßen stehen. Die Baugesellschaft Athanasiadis aus Wolfsburg wurde mit den Arbeiten beauftragt.

Dachausbau im Heimat und Apothekenmuseum

 

Im Februar 2013 begann der Bürgerverein mit dem Innenausbau des Dachbodens im Heimat- und Apothekenmuseum mit dem Ziel, ein Archiv für das Museum einzurichten. Es werden zwei Räume entstehen. Wir haben dieses Projekt deshalb in zwei Bauabschnitte aufgeteilt. D2
Bauabschnitt 1 ist zum Jahresende 2013 abgeschlossen und kann bezogen werden. Die am Dachausbau beteiligten Mitglieder des Bürgervereins haben insgesamt 178 Arbeitsstunden geleistet. Das gesamte Projekt soll 2015 zum Abschluss geführt werden.
Volkst.bild

Pressebericht

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