Geschichte und Geschichten rund um die Markgrafenfamilie an der Aller Teil2

Dänische Königin sorgte für ihre Brüder

von Marita Bullmann

1706 kam die Familie des Markgrafen Christian Heinrich von Brandenburg-Kulmbach von Franken nach Weferlingen. Ihr war nur ein kurzes Familienglück an der Aller beschieden. Der Bürgerverein sorgt dafür, dass die Geschichte nicht vergessen wird.

Im vergangenen Jahr war die Markgrafenfamilie aus Weferlingen wieder bei verschiedenen Festen im Einsatz. Zum 300. Geburtstag des Markgrafen Friedrich Christian von Kulmbach-Bayreuth am 17. Juli 2008 hatte der Bürgerverein diese Familie zu neuem Leben erweckt. Mitglieder des Bürgervereins Weferlingen schlüpfen seitdem ab und zu in die Rollen der einzelnen Familienmitglieder. Für alle Personen aus der damaligen Markgrafendynastie fehlt es leider an Akteuren. Wer bereit wäre, sich der historischen Gruppe anzuschließen, ist willkommen.

Am bekanntesten in Weferlingen ist selbstverständlich der Markgraf Friedrich Christian von Kulmbach-Bayreuth (1708 – 1769), den Lutz-Otto Westphal darstellt. Er hatte sich das Mausoleum an der St.-Lamberti-Kirche erbauen lassen und die wieder aktive Markgräflich Kulmbach-Bayreuthsche Stiftung begründet, die sozialen Zwecken gewidmet ist. Friedrich Christian war der jüngste Sohn von Christian Heinrich und Sophia Christiana von Brandenburg-Kulmbach, die 1706 das Weferlinger Schloss bezogen hatten.

Obwohl zwischen dem ältesten und jüngsten Kind von Christian Heinrich und Sophia Christiana von Brandenburg-Kulmbach 20 Jahre lagen und sie nicht gemeinsam groß geworden sind, hielt die Familie zusammen. Von den insgesamt 14 Kindern starben sieben bereits im Kindesalter.

Die Familie hatte stets mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen. Dazu kam, dass der Vater im Alter von 45 Jahren noch vor der Geburt seines jüngsten Sohnes 1708 in Weferlingen starb.

Die ältesten Söhne Georg Friedrich Karl (1688 – 1735) und Albrecht Wolfgang (1689 -1734) wurden gemeinsam erzogen. 1695 übernahm zunächst ein kurfürstlich-brandenburgische Geheimrat die Erziehung der beiden Prinzen, finanziell sorgte der brandenburgische Kurfürst Friedrich III. und spätere König Friedrich I. von Preußen dafür. Er war der Pate von Georg Friedrich Karl.

Als ihr Vater Christian Heinrich 1708 Vater in Weferlingen starb, kehrten sie zurück. Georg Friedrich Karl blieb zunächst als Familienoberhaupt in Weferlingen, zog dann aber mit seinen fünf Kindern, die alle in Weferlingen geboren wurden, nach Franken. Seine Ehe wurde geschieden.

Albrecht Wolfgang trat erst in preußische und später in kaiserlich-habsburgische Kriegsdienste. Im polnischen Erbfolgekrieg fiel er als kaiserlicher General-Feldmarschallleutnant 1734 in der Schlacht bei Parma. Albrecht Wolfgang wird kaum in Weferlingen gewesen sein. In der heutigen Markgrafenfamilie wird Albrecht Wolfgang von Brandenburg-Bayreuth von Christian Germer aus Grasleben verkörpert.

Die ältesten Töchter Sophia Magdalena (1700 – 1770) und Sophia Carolina (1707 – 1764) wurden bei der sächsischen Kurfürstin und späteren polnischen Königin Christiane Eberhardine (1671 – 1727), der Ehefrau von August dem Starken, erzogen. Christiane Eberhardine war die Cousine ihres Vaters Christian Heinrich.

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Lutz-Otto Westphal (Mitte) verkörpert den Markgrafen Friedrich Christian von Kulmbach-Bayreuth, Christian Germer (l.) fungiert als sein Bruder Albrecht Wolfgang. Heiko Kloß stellt ihren Neffen, den Markgraf Friedrich von Kulmbach-Bayreuth, dar.

Sophia Magdalena hat bei ihrer Großtante Christiane Eberhardina auf Schloss Pretzsch den dänischen Kronprinzen Christian VI. (1699 – 1746) kennengelernt. Er soll Ende Juli 1721 als Gast des sächsischen Fürstenhauses auf Schloss Pretzsch eingetroffen sein. Mit ihm und Sophia Magdalena muss es Liebe auf den ersten Blick gewesen sein, denn geheiratet wurde bereits am 7. August 1721 ebenfalls auf Schloss Pretzsch. Die Ehe soll glücklich gewesen sein, wenn auch die Königin wohl nicht übermäßig beliebt war, denn sie war streng gläubig und hat den Einfluss einer deutschen Minderheit in Dänemark verkörpert.

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Sophie Magdalene von Brandenburg-Kulmbach (* 28. November 1700 in Schönberg bei Lauf; † 27. Mai 1770 auf Schloss Christiansborg in Kopenhagen) war eine hohenzollernsche Prinzessin und von 1730 bis 1746 Königin von Dänemark.

Ihre Brüder hat die Königin mit Apanagen und dänischen Militärämtern versorgt. Ihren jüngsten Bruder Friedrich Christian machte sie zum Generalleutnant der dänischen Armee, bevor er 1763 doch noch die Herrschaft in Brandenburg-Bayreuth-Kulmbach übernahm. Ihr Bruder Friedrich Ernst (1703 – 1762) wurde im Alter von 21 Jahren Oberstleutnant und erhielt das Kommando über ein jütländisches Regiment. 1732 ernannte ihn sein Schwager, der dänische König, zum Statthalter in den Herzogtümern Schleswig und Holstein. Friedrich Ernst hatte 1731 die Prinzessin Christiane Sophie von Braunschweig-Bevern geheiratet. Ihre Schwester Elisabeth Christine ehelichte den preußischen Kronprinzen, den späteren König Friedrich den Großen. Auf viele dieser historischen Fakten wurde in einer Ausstellung über die „Culmbach-Weferlinger Hohenzollern und den Bayreuther Markgraftenthron“ 2008 in Kulmbach verwiesen.

In weiteren Folgen wird über die Markgrafenfamilie und ihre Geschichte, ihre Verbindung zu Weferlingen berichtet.

Quelle: Volksstimme

 

Es ist geschafft – das Mausoleum in Weferlingen erstrahlt in neuem Glanz!

Nach langer Zeit und vielen bürokratischen Hürden konnten am 21. Mai 2019  die Sanierungsarbeiten am Mausoleum des Markgrafen Friedrich Christian von Kulmbach – Bayreuth beginnen.

Unter aktiver Mitwirkung des Landesamtes für Denkmalpflege Halle und des Planungsbüro`s Seidl & Heinecke Haldensleben wurden die Arbeiten von den Werkstätten für Denkmalpflege Quedlinburg, der Bauhütte Naumburg und der Fa. Herdzin (Gerüstbau) fachgerecht ausgeführt.

Dank der guten Zusammenarbeit mit dem Gemeindekirchenrat konnten die Sanierungsarbeiten an der Südseite der St. Lamberti Kirchen ebenfalls erfolgen.IMG_20191128_104604011

Der feierliche Festakt zur Fertigstellung des Mausoleum`s wird im Frühjahr stattfinden.

Auf diesem Wege möchten wir uns bei allen Beteiligten Firmen für die gute Zusammenarbeit bedanken und ein besonders großes Dankeschön geht an alle Spender, ohne Ihre Unterstützung wäre die Realisierung dieses Vorhabens nicht möglich gewesen.

 

Heike Bernstorff

Bürgerverein Weferlingen e.V./ Vorstand

 

Geschichte und Geschichten rund um die Markgrafenfamilie an der Aller Teil1

Drei Weferlinger herrschten in Bayreuth

Von Marita Bullmann

Das Leben der Markgrafenfamilie von Kulmbach-Bayreuth in Weferlingen ist eng mit dem Bau der St.-Lamberti-Kirche verbunden. Der älteste Sohn der Familie legte 1713 den Grundstein.

Die Gerüste sind längst abgebaut, die Hüllen am Mausoleum des Markgrafen Friedrich Christian von Kulmbach-Bayreuth gefallen. Nur ein paar Restarbeiten stehen nach der umfangreichen Sanierung, die dank Förderung aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) zur Verbesserung der Präsentation und nachhaltigen Nutzung des kulturellen Erbes im Land Sachsen-Anhalt möglich wurden, noch aus.

Als sich Friedrich Christian (1708 – 1769) das Mausoleum erbauen ließ, war auch die Kirche ein neuer Bau, allerdings teilweise mit Steinen der alten Kirche erbaut. Um den Kirchenneubau hatte sich sein ältester Bruder Georg Friedrich Karl (1688 – 1735) verdient gemacht, schrieb D. Heinrich Nebelsieck in einem Beitrag im Heimatkalender für das Allertal 1923. Georg Friedrich Karl hatte im Frühjahr 1708 nach dem Tod seines Vaters das Amt in Weferlingen übernommen. Wegen großer Baufälligkeit des alten Gotteshauses sei ein Neubau erforderlich gewesen.

Den Grundstein für die St.-Lamberti-Kirche legte Georg Friedrich Karl in Gegenwart seines Bruders Albrecht Wolfgang am 29. März 1713, so der Chronist. „Die Einweihung fand am 23. Juni 1720 statt“, berichtete Nebelsieck in der Chronik „Aus der Geschichte des ehemaligen Amtes Weferlingen“. Das Innere sei damals allerdings noch nicht fertig ausgebaut gewesen. „Die Weferlinger brachten anerkennenswerte Opfer für den Bau, besonders aber förderte ihn der Markgraf von Bayreuth mit rühmenswertem Eifer. Auf seine Fürbitte hin gingen auch Beiträge von anderen fürstlichen Personen ein“, schrieb Nebelsieck. Er habe auch beim Anfahren der im Riesen gebrochenen Steine mit seinen Gespannen geholfen. Vollendet sei der Bau erst 1728 gewesen.

Georg Friedrich Karl vermählte sich 1709 mit der Prinzessin Dorothea von Holstein und lebte mit ihr in Weferlingen. Ihre fünf Kinder sind hier geboren, und zwar Sophia Christiane Luise 1710, Friedrich 1711, Wilhelm Ernst 1712, Sophia Charlotte Albertine 1713 und Sophia Wilhelmina 1714. Die Ehe wurde einige Jahre später geschieden. Die Familie lebte bis 1716 teilweise noch in Weferlingen, zog dann aber zurück nach Franken.

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Heiko Kloß, der Vorsitzende des Bürgervereins, verkörpert mit seiner Frau Nicole und Tochter Alexa den Markgrafen Friedrich mit seiner Frau Wilhelmine und Tochter Elisabeth Friederike Sophie.

1726 übernahm Georg Friedrich Karl die Herrschaft im fränkischen Kulmbach-Bayreuth, denn er hatte das an Brandenburg abgetretene Erbrecht in langjährigem Prozess zurück bekommen. Während seiner Regierungszeit in Franken hat er sich bemüht, die Schulden abzubauen, die seine Vorgänger hinterlassen haben. Sein Sohn Friedrich (1711 – 1763) übernahm 1735 die Regierung in Kulmbach-Bayreuth. Er hatte 1731 die brandenburgische Königstochter Sophie Wilhelmine, die Lieblingsschwester von Friedrich II. geheiratet. Friedrich und Wilhelmine haben Bayreuth viel Glanz verliehen, haben dabei auch weit über ihre finanziellen Möglichkeiten gelebt. Wilhelmine ließ unter anderem ein Opernhaus erbauen und ein Naturtheater schaffen. Künstler und Gelehrte lebten in Bayreth.

Der Markgraf Friedrich starb 1763. Nach ihm musste Friedrich Christian die Herrschaft übernehmen, obwohl er nie Markgraf werden wollte und auch schon in höherem Alter war. Während seiner Regentschaft ließ er sich das Mausoleum in seinem Geburtsort Weferlingen erbauen und begründete die Markgräflich Kulmbach-Bayreuthsche Stiftung. Friedrich Christian starb 1769, wurde aber nicht in Weferlingen, sondern in der Familiengrabstätte Himmelkron in Franken beigesetzt.

Der Bürgerverein Weferlingen hatte sich nicht nur seit Jahren um die Sanierung des Mausoleums bemüht, sondern hatte es sich auch zur Aufgabe gemacht, die markgräfliche Familie wieder aufleben zu lassen. Die Rolle des ältesten Bruders Georg Friedrich Karl hatte der langjährige Vereinsvorsitzende Gerald Wolters übernommen, diese Rolle ist seit einigen Jahren aber unbesetzt. Wer diesen Part übernehmen möchte, ist willkommen. Seinen Sohn Friedrich von Kulmbach-Bayreuth und seine Frau Wilhelmine verkörpern der jetzige Vereinsvorsitzende Heiko Kloß und seine Frau Nicole. Ihre Tochter Alexa ist manchmal als Friedrichs und Wilhelmines Tochter Elisabeth Friederike Sophie dabei.

Quelle: Volksstimme

Ergebnisse des 3. Turmtreppenlaufs

 

Der 3. Turmtreppenlauf in Weferlingen ist Geschichte. Die Ergebnisse in der Kategorie in der Altersklasse bis 14 Jahre sind sensationell.

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Der Gewinner, Taro Peine ist noch keine 10 Jahre alt und flitzte in 49 Sekunden auf die oberste Plattform. Damit stellte in der Kinderkategorie einen neuen Rekord auf. Der Vorjahressieger, Leonhard Grebe lief in 50 Sekunden und unterlag mit einer Sekunde Rückstand. Er verbesserte seine Vorjahresleistung um 12 Sekunden. Lena Hartmann und Xander Wels belegten mit einer identischen Zeit von 55 Sekunden gemeinsam den dritten Platz. Insgesamt gingen 11 Kinder an den Start.DSC_0035be

Ersmals starteten Männer und Frauen in zwei Gruppen. Bei den Frauen gab es leider nur zwei Anmeldungen, die Handballfrauen hatten an diesem Nachmittag ein Spiel. Somit gingen zwei Läuferinnen an den Start. Christin Hamann lief in 53,95 Sekunden die 149 Stufen hinauf. Sie nahm bereits zum dritten Mal am Lauf Teil. Die zweite Läuferin, Melanie Fellecke, absolvierte den Lauf in 1Minute und 13 Sekunden. Die junge Mutti, die erst vor 9 Wochen ihr zweites Kind bekommen hat, erkämpfte sich den zweiten Platz in einer durchaus guten Zeit.be

Das Duell der Männer um den ersten Platz hätte spannender nicht sein können. Der Vorjahresdritte, Szolt Orozlan, startete als erster und lief in einer Traumzeit von 46,65 Sekunden die 149 Stufen nach oben. Holger Papajewski, der Sieger von 2017 und 2018, startete als zweiter. Er schaffte den Hattrick und siegte mit 46,27 Sekunden. Viel knapper hätte die Entscheidung kaum ausfallen können.ber

Bedanken wollen wir uns als Veranstalter bei der freiwilligen Feuerwehr Weferlingen. Die Kameraden sicherten im Turm die Podeste und sorgten für die notwendige Aufsicht beim Lauf.DSC_0056be

Weiterhin bedanken wir uns beim Autohaus Heinicke, speziell beim Geschäftsführer Dietmar Steffens, der durch sein Sponsoring über VW -DasWeltAuto- die Siegerprämien finanzierte.DSC_0061be

Wer einmal selbst die Stufen im Sprint oder auch nur ganz gemütlich erklimmen möchte, der ist herzlich zu unseren Öffnungszeiten eingeladen. Natürlich kann man auch im nächsten Jahr für einen neuen Rekord sorgen und sich am 4. Turmtreppenlauf beteiligen.

Anmeldungen zum Turmtreppenlauf am 1. September sind noch möglich!

Der dritte Turmtreppenlauf findet am 01.09.2019 um 14.00 Uhr statt. Durch das Sponsoring des Autohauses Heinicke, Geschäftsführer Dietmar Steffens, ist es auch wieder möglich Preisgelder auszuloben. In diesem Jahr gibt es erstmals eine Trennung zwischen Männer und Frauen ab Altersklasse 15 Jahre. Damit ist die Chancengleichheit gewahrt. Anmeldungen nehmen wir bis zum 1. September 13.30 Uhr entgegen. Im Download stehen die Formulare im Wordformat oder PDF-Format zur Verfügung. Das ausgefüllte Formular einfach mit bringen, oder den unterschriebenen Antrag als Scan an turmtreppenlauf [at] buergerverein-weferlingen . de . Für das leibliche Wohl ist mit Grillwürstchen und Kaffee/ Kuchen gesorgt. Wir freuen uns auf Eure/ Ihre Teilnahme. Der Bürgerverein Weferlingen.e.V.

149 Stufen führen zum "Gipfel" des Aussichtsturms

149 Stufen führen zum „Gipfel“ des Aussichtsturms

Wie kamen die Franken nach Weferlingen?

Das Mausoleum an der evangelischen Kirche in Weferlingen ist seit einigen Monaten verhüllt. Dank des Engagements des Bürgervereins wird es mit EU-Fördermitteln saniert. Das barocke Denkmal ist Zeitzeuge für eine Episode in der Weferlinger Geschichte.

 Das Mausoleum des Markgrafen Friedrich Christian von Kulmbach-Bayreuth ist in seiner Art einzigartig für den Norden Deutschlands, dabei erinnert es nur an zehn Jahre Weferlinger Geschichte. Von 1706 bis 1716 lebte die Familie des Markgrafen Christian Heinrich von Brandenburg-Kulmbach im beschaulichen Weferlingen.

Doch wie ist die Familie aus Franken überhaupt nach Weferlingen gekommen? Christian Heinrich von Brandenburg-Kulmbach, 1661 in Bayreuth geboren, hatte 1687 die Gräfin Sophia Christiana von Wolfstein geheiratet, eine ausgesprochene Liebesheirat, nicht standesgemäß. Christian Heinrich konnte seinen Kindern keine standesgemäße Ausbildung sichern. Deshalb wandte er sich 1703 an den preußischen König Friedrich I. Dieser hatte ein Auge auf das fränkische Stammland der Hohenzollern geworfen. Er wollte auch über das Fürstentum Brandenburg-Bayreuth herrschen. Im Wege standen ihm dabei jedoch die Erbansprüche der Kulmbacher Linie, also von Christian Heinrich und seinen Söhnen.

Als nun Christian Heinrich den preußischen König um Hilfe bat, bot ihm dieser einen standesgemäßen Lebensunterhalt und die Tilgung seiner Schulden an, wenn er und seine Söhne auf seine Erbansprüche an den fränkischen Hohenzollerlanden verzichten würden, schrieb Kastellan Harald Stark aus Kulmbach. Nach monatelangen Verhandlungen wurde der Vertrag unterzeichnet. Der preußische König sicherte Christian Heinrich und jedem seiner männlichen Erben sowie seiner Gattin jährliche Apanagen zu. Sollte es dazu kommen, dass die beiden Fürstentümer an den preußischen König fielen, sollte Christian Heinrich Abfindungen erhalten. Als Residenz sollte dem Markgrafen das Amt Wolmirstedt dienen. Dessen Einkünfte sollten die versprochenen Apanagen sichern, so berichtete der Weferlinger Chronist Nebelsieck.Dieses Schloss war jedoch in schlechtem Zustand.

Burganlage vor 1925

Burganlage/ Altes Schloss im baulichen Zustand um 1900

Erst 1705 fiel schließlich die Entscheidung, ins Schloss Weferlingen zu ziehen. Dieses Schloss war infolge der baulichen Fürsorge des Landgrafen von Hessen-Homburg in ziemlich gutem Zustand, schrieb Nebelsieck. „Es enthielt schöne fürstliche Gemächer, und der ganze große Bau mit dem alten Burgturm (,Grauer Hermann‘), der Zugbrücke, den doppelten, von der damals noch klaren Aller gespeisten, von zahlreichen Fischen belebten Wassergräben machte einen recht stattlichen Eindruck. Ein großer Garten mit 2 Lusthäusern, fruchtbaren Obstbäumen und grünen Rasenflächen, dazu der Blick auf den nahen Wald, den schönen Riesen, und auf grüne, von der plätschernden, hellen Aller durchflossene Wiesen erfreuten Auge und Herz“, so zitierte Nebelsieck aus dem Bericht eines Magdeburger Beamten.

Erst am 17. September 1706 konnte der Markgraf mit seiner Familie in Weferlingen einziehen. Im März 1707 wurde Tochter Sophia Carolina geboren. Die Geburt seines jüngsten Sohnes Christian Friedrich im Juli 1708 erlebte er allerdings nicht mehr, denn er starb bereits im Frühjahr 1708. Seine Witwe ließ sich danach das neue Schloss erbauen und zog dort ein. Sein ältester Sohn Georg Friedrich Karl, 1688 geboren, trat seine Nachfolge in Weferlingen an. Er heiratete 1709 Dorothea von Holstein-Beck. Ihre fünf Kinder wurden hier geboren.

1715 strebte Georg Friedrich Karl gemeinsam mit seinem Bruder Albrecht Wolfgang, geboren 1689, die beide nach dem Tod des Vaters nach Weferlingen gekommen waren, die Aufhebung des Vertrages mit dem König an. Inzwischen regierte König Friedrich Wilhelm I. in Preußen. Da eine gütliche Einigung misslang, reichte Georg Friedrich Carl eine Klage an den Reichshofrat ein. Daraufhin entzog der König den Brüdern das Wohnrecht in Weferlingen und sämtliche Einkünfte.

1716 zog die Familie komplett aus dem Schloss in Weferlingen aus. Die verwitwete Markgräfin blieb mit den jüngeren Kindern im Neuen Schloss in Weferlingen wohnen.

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Diese Postkarte aus dem Verlag von Friedrich Rath zeigt das Mausoleum an der St.-Lamberti-Kirche vor etwa 100 Jahren. Für die Kinder aus dem Ort war das damals sicher ein bedeutsamer Ort.

Wegen der Aufhebung des Vertrages begann ein langer Prozess. Dabei erhielten die Brüder viel Unterstützung von fränkischer Seite. Erst im Dezember 1722 kam es zu einem Vergleich. Bereits 1726 trat Georg Friedrich Karl nun als Markgraf von Kulmbach-Bayreuth die Herrschaft über die fränkischen Fürstentümer an. Nach seinem Tod trat sein 1711 in Weferlingen geborener Sohn Friedrich die Nachfolge an. Als der 1763 starb, musste sein 1708 in Weferlingen geborener Onkel Friedrich Christian die Herrschaft übernehmen. Er starb 1769. Ein Jahr vorher war das Mausoleum an der evangelischen Kirche in Weferlingen, das er sich erbauen ließ, fertig geworden. Sein Sarg steht jedoch in der Familienbegräbnisstätte im fränkischen Himmelkron.

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Der Weferlinger Lutz-Otto Westphal verkörpert heute den Markgrafen Friedrich Christian von Kulmbach-Bayreuth. Seit 2008 „lebt“ die Markgrafenfamilie wieder in Weferlingen.

Im 250. Todesjahr von Friedrich Christian kann nun endlich das Mausoleum saniert werden dank Förderung aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) zur Verbesserung der Präsentation und nachhaltigen Nutzung des kulturellen Erbes im Land Sachsen-Anhalt im Rahmen von CLLD. Das Mausoleum erinnert an eine bewegte Zeit. Der Bürgerverein hatte den 300. Geburtstag des Markgrafen im Jahr 2008 zum Anlass genommen, die Familie wieder erstehen lassen. In weiteren Folgen wird über die Familie und ihre Geschichte berichtet.

Quelle: Volksstimme Haldensleben/ Lokalteil

Sommertour mit dem Helmstedter Landrat Gerhard Radeck an der ehemaligen Grenze unterwegs

In Weferlingen stellten sich viele Radler zu einem Erinnerungsfoto auf. Bernd Hoffmann (Mitte mit rotem Shirt), Heike Berndorff (links daneben) und Gerd Müller (dahinter) vom Bürgerverein haben den Helmstedter Landrat Gerhard Radeck (mit gelbem Trikot) und seinen Haldensleben Kollege Martin Stichnoth (links daneben) sowie alle Radfahrer begrüßt.

Radfahrer aus dem Landkreis Helmstedt sahen sich am Sonntag das Heimat- und Apothekenmuseum in Weferlingen an. Sie waren auf einer Sommertour mit dem Helmstedter Landrat Gerhard Radeck an der ehemaligen Grenze unterwegs.

Rund 40 Radler aus dem Nachbarkreis Helmstedt machten am Sonntagvormittag in Weferlingen Station. Mitglieder des Bürgervereins begrüßten die Frauen und Männer. Heike Bernsdorff, Gerd Müller, Bernd Hoffmann und Bruno Schmidt berichteten von der Weferlinger Geschichte und Gegenwart, führten durch das Museum und bemühten sich, alle Fragen der Gäste zu beantworten. Auch Martin Stichnoth, Landrat aus dem Landkreis Börde, hieß die Nachbarn in Weferlingen willkommen. Die Radler waren nämlich gemeinsam mit dem Helmstedter Landrat Gerhard Radeck unterwegs.

Gerhard Radeck, der im Landkreis Helmstedt 2016 zum Landrat gewählt wurde, hatte zum dritten Mal zu einer Sommertour eingeladen. Im ersten Jahr war er mit Interessenten in zwei Etappen von Marienborn nach Räbke und von Königslutter nach Lucklum gewandert. 2018 startete die erste Radtour. Sie führte zu den verschwundenen Dörfern in den Landkreisen Helmstedt und Börde rund um den Lappwaldsee. Wegen des Kohleabbaus mussten hier Dörfer aufgegeben werden. In diesem Jahr zum 30. Jahrestag der Grenzöffnung war das Motto, das grüne Band zu erleben. Von Helmstedt aus führte die Radtour über Weferlingen und Walbeck zum Brunnental und dann zur Gedenkstätte Deutsche Teilung in Marienborn.

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Mit großem Interesse sehen sich Gäste die Sonderausstellung zum 30. Jahrestag der Grenzöffnung zwischen Weferlingen und Grasleben an.

In Weferlingen interessierten sich die Radfahrer für die Burganlage, einige bestiegen auch den „Grauen Harm“, den Aussichtsturm. Großes Interesse fand das Heimat- und Apothekenmuseum, vor allem die Ausstellung zur Öffnung der Grenze zwischen Weferlingen und Grasleben vor 30 Jahren. Da wurden nicht nur bei Birgit Struck aus Grasleben viele Erinnerungen wach. Auch für Anne Metzing, die erst seit kurzer Zeit in Rottorf am Klei wohnt, war diese knapp 40 Kilometer lange Radtour an der ehemaligen Grenze interessant.

Der Kreistag habe ihn aufgefordert, kulturelle Zusammenarbeit und Zusammenschluss mit Nachbarn anzuschieben, erzählte Gerhard Radeck. Vielleicht könne man auch mal hierüber schauen, scherzte er. Ein Zusammenschluss über Landesgrenzen hinweg würde wohl nicht zustande kommen, eine Zusammenarbeit im Tourismus über Kreis- und Landesgrenze hinweg aber wird sogar angestrebt, bekräftigte auch sein Amtskollege Martin Stichnoth. Es sei nötig, mehr aufeinander zuzugehen, stellte Stichnoth fest. Er sei vor wenigen Monaten mit dem Ministerpräsidenten im Gymnasium in Weferlingen gewesen, da hätten die Schüler auch nach mehr Buslinien nach Niedersachsen gefragt. Man müsse mehr Zuständigkeitsgrenzen abbauen, erklärte er. Man lebe in einer Region, in der sich Freundschaften und Beziehungen entwickeln. Ganz wichtig sei es ihm jetzt, das Tourismuskonzept im Kreistag weiterzubringen. Es wäre das i-Tüpfelchen, wenn zwei Landkreise was gemeinsam machen.

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Der ehrenamtliche Museumschef Gerd Müller (l.) erzählt mit dem Helmstedter Landrat Gerhard Radeck über die Burganlage.

Thomas Kempernolte vom Team Elm-Freizeit verwies auf die Erarbeitung eines Radwegenetzes, das beide Landkreise umfasst und am 5. September in Schöningen vorgestellt werden soll. Eine Strecke davon legten die Radler am Sonntag nach dem Zwischenstopp in Weferlingen noch zurück. In Walbeck war eine Mittagspause an der Badestelle geplant. Und den Abschluss des Tages bildete eine Führung in der Gedenkstätte Deutsche Teilung in Marienborn.

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Beim Besuch der Radfahrergruppe aus dem Landkreis Helmstedt im Heimat- und Apothekenmuseum Weferlingen kamen auch Bruno Schmidt vom Bürgerverein Weferlingen (r.) und der Ortsheimatpfleger Gerhard Kaminski aus Emmerstedt ins Gespräch. Der Weferlinger Bruno Schmidt kennt sich mit der Weferlinger Geschichte gut aus. Der Gast aus Emmerstedt interessierte sich auch fürs Plattdeutsche. Auch da fand er in Bruno Schmidt einen guten Gesprächspartner.

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Gerhard Radeck, Landrat im Nachbarkreis Helmstedt, hatte bei seiner Sommertour entlang der einstigen innerdeutschen Grenze für die Weferlinger auch ein Gastgeschenk mitgebracht. Als die Radfahrer von Mitgliedern des Bürgervereins in Weferlingen begrüßt wurden, überreichte er Heike Bernstorff ein Buch. Heike Bernstorff war an diesem Tag in mehreren Funktionen dabei. Als Mitglied des Ortschaftrats Weferlingen vertrat sie Ortsbürgermeister Dirk Kuthe, der leider verhindert war. Als Vereinsmitglied, und zwar Schatzmeisterin des Bürgervereins, und Leiterin der Tourist-Information erzählte sie den Gästen einiges aus der Geschichte und Gegenwart von Weferlingen. Und als Bibliothekarin nahm sie das Geschenk des Helmstedter Landrats in Empfang. Gerhard Radeck hat das aktuelle Helmstedter Kreisbuch, den 25. und 26. Jahrgang, mit „Geschichte und Geschichten aus dem Landkreis Helmstedt“ mitgebracht. Das können Interessenten jetzt natürlich in der Bibliothek ausleihen.

Quelle: Volksstimme Haldensleben, Lokalteil Oebisfelde/ Weferlingen

Prinz Albrecht Wolfgang von Brandenburg-Bayreuth spielt eine „Doppelrolle“

Die Familie des Markgrafen Friedrich Christian von Kulmbach-Bayreuth, der 1708 in Weferlingen geboren wurde, zieht bei verschiedenen Festen die Blicke auf sich. Zum 300. Geburtstag des Markgrafen am 17. Juli 2008 hatte der Bürgerverein diese Familie zu neuem Leben erweckt. Seitdem ist die so wiedererstandene Adelsfamilie, die eigentlich aus Franken stammt, in der Region unterwegs. In den vergangenen zwei Monaten war die Gruppe beim Markgrafenfest in Weferlingen und beim Drömlingsfest in Kunrau im Einsatz.Markgraf Friedrich Christian von Kulmbach-Bayreuth, den Lutz-Otto Westphal darstellt, und sein Neffe Markgraf Friedrich von Kulmbach-Bayreuth, der von Heiko Kloß verkörpert wird, waren dabei auch in Gesellschaft von Prinz Albrecht Wolfgang von Brandenburg-Bayreuth, dem Christian Germer Gestalt verleiht.

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Christian Germer als Prinz Albrecht Wolfgang von Brandenburg-Bayreuth

Prinz Albrecht Wolfgang, der zweitälteste Bruder von Friedrich Christian, ist in der Weferlinger Region weniger bekannt. Er wurde 1689 in Franken geboren und fiel als General-Feldmarschallleutnant 1734 in der Schlacht bei Parma. Sein Sarg steht wie der von Friedrich Christian in der Fürstengruft der Stiftskirche in Himmelkron in Franken. Albrecht Wolfgang von Brandenburg-Bayreuth wird in der heutigen Markgrafenfamilie von Christian Germer verkörpert. Der Grasleber in seiner blauen Uniform steht für den kaiserlichen General, der gemeinsam mit seinem älteren Bruder Georg Friedrich Karl aufgewachsen war und an der Universität in Utrecht studiert hatte.

Christian Germer, der geschichtlich sehr interessiert ist, hat sich aber nicht nur dem Weferlinger Bürgerverein, sondern auch der Generalfeldmarschall Graf Neidhardt von Gneisenau-Gesellschaft Sommerschenburg angeschlossen. Dieser eingetragene Verein betreut das Mausoleum und Museum in Sommerschenburg, das jeden ersten Sonntag im Monat von 14 bis 17 Uhr geöffnet ist. Und im September richtet der Verein ein Gedenkbiwak mit Schwarzpulver, Musketen und Dorfgefecht, mit Konzert, Vortrag und Festzelt aus. Anlass für das Fest ist der200. Todestag von Generalfeldmarschall Fürst Blücher von Wahlstatt, der eng mitGneisenau befreundet war. Das Biwak findet vom 13. bis 15. September auf dem Sportplatz in Sommerschenburg statt, erzählt Christian Germer. Dazu werden auch Gäste aus anderen Ländern erwartet. Für diese Zeitepoche kann Germer zwar die Uniform genauso tragen wie zur Markgrafenzeit, allerdings gilt das nicht für den Hut. Im 19. Jahrhundert trugen die Herren Zweispitz, zuvor war es der Dreispitz!

Quelle: Marita Bullmann, Volksstimme Lokalteil Oebisfelde- Weferlingen

Vereine und weitere Akteure bereiten den nächsten Höhepunkt im Flecken Weferlingen vor

Das Miteinander der Vereine und der Zusammenhalt im Flecken Weferlingen wachsen. Viele Veranstaltungen wie der Tag des offenen Denkmals, das Markgrafenfest, der Weihnachtsmarkt und das Maibaumaufstellen sind Beleg dafür.

2009 wurde der Tag des offenen Denkmals in Weferlingen zum ersten Mal als Aktionstag mit vielen Angeboten im historischen Ortskern organisiert. Viele Höhepunkte ziehen seitdem alljährlich viele, viele Gäste aus Weferlingen und Umgebung an. Dazu gehört zum Beispiel das Oldtimertreffen, das mit den Jahren beträchtlich gewachsen ist. Auch das Entenrennen, bei dem zahlreiche gelbe Plaste-Enten in der Aller von einer Brücke bis zur nächsten schwimmen, ist eine große Attraktion. Zahlreiche Gäste beobachten das „Wettrennen“, ganz egal, ob sie selbst eine Ente ausgesetzt haben oder nur Zuschauer sind. Und die Tanzgruppen des MTV haben bisher auch in jedem Jahr am Tag des offenen Denkmals getanzt.

Der Denkmaltag lebt in Weferlingen aber nicht nur von solchen größeren Aktionen, sondern ebenso von ganz vielen kleinen. Da gibt es zahlreiche Angebote für Kinder wie für Erwachsene.

Gegenwärtig laufen in Weferlingen wieder die Vorbereitungen auf den Tag des offenen Denkmals. Bei einem Treffen von Vertretern von Vereinen und weiteren Mitgestaltern wurde unlängst Bilanz gezogen über Veranstaltungen im Flecken Weferlingen und gleichzeitig wurde beraten, was noch besser gemacht werden könnte. Festgestellt wurde dabei, dass das Miteinander und der Zusammenhalt im Ort wächst. Das gelungene Markgrafenfest am 1. Juni hat das gerade erst wieder belegt.

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Auch beim jüngsten Markgrafenfest Anfang Juni zog ein Entenrennen im Wasser der Aller viele kleine und große Zuschauer an. Die Kinderfeuerwehr feierte ihr 5 jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass ließen die Kinder die Enten ins Wasser. Die Feuerwehrleute Christopher Weiß und Ronny Fellecke sammelten am Ziel die Enten ein.

Jetzt geht es um den nächsten Termin. Vereine und weitere Akteure wollen am 8. September, dem Tag des offenen Denkmals, wieder gemeinsam einen Tag mit vielen Höhepunkten präsentieren. Dabei solle es auch einige neue Dinge geben. Die Organisatoren wollen in diesem Jahr zum Beispiel eine Kindermeile aufbauen, wo die Angebote für die jüngsten Gäste gebündelt werden. Am Haus der Generationen und Vereine sollen dann Anziehungspunkte vom Bastelstand bis zur gemeindeeigenen großen Hüpfburg konzentriert werden. Die Freiwillige Feuerwehr ist dabei. Mitglieder des Weferlinger Anglervereins wollen wie unlängst beim Markgrafenfest einladen, die Angel auch ohne Wasser auszuwerfen und ein Ziel anzuvisieren. Der Förderverein der Grundschule will eine Tombola vorbereiten.

Der Bürgerverein wird das Heimat- und Apothekenmuseum öffnen und hier wie an den regulären Öffnungstagen auch Kaffee und Kuchen anbieten. Kaffee trinken können die Gäste aber auch an anderen Stellen im Ort. Die evangelische Kirchgemeinde bietet wieder Kirchturmführungen an. Und es gibt viele andere Angebote.

Nicht nur am Tag des offenen Denkmals ziehen Vereine und weitere Akteure im Flecken Weferlingen an einem Strang. Ein weiteres Beispiel ist der traditionelle Weihnachtsmarkt jeweils am ersten Adventswochenende, in diesem Jahr am 30. November und 1. Dezember. Sehr gut besucht ist dabei jeweils der Sonnabend mit dem Fackelumzug und anschließendem Markt am Haus der Generationen und Vereine. Der Sonntag hat in der Regel weniger Besucher. Die Organisatoren wollen es daher in diesem Jahr am Sonntag mit einer früheren Öffnung des Marktes versuchen. Der Weihnachtsmarkt soll bereits um 11 Uhr beginnen, der Weihnachtsmann soll sich dann bereits um 15 Uhr einstellen und nicht erst um 16 Uhr.

Im nächsten Jahr könnte es im Frühjahr neben dem Aufstellen des Maibaums auch einen Tanz in den Mai geben, wurde besprochen. Der 1. Mai fällt 2020 auf einen Freitag.

Quelle: M. Bullmann, Volksstimme Haldensleben- Lokalteil