Wir sind traurig über den plötzlichen Tod unseres Turmwächters Harald Märtens

Plötzlich und viel zu früh ist unser langjähriges Mitglied Harald Märtens verstorben. Harald war im Verein eine aktive Stütze bei unseren Veranstaltungen. Bei der Präsentation unserer Vereinsarbeit an diversen Ständen,als Mediengestalter, als Fahrer unserer Kirschkönigin bei Umzügen und als Turmwächter des Grauen Harm. Wir sind tieftraurig und möchten unser tiefes Mitgefühl seiner Familie aussprechen. Zum Gedenken an ihn leuchtet eine Fackel bei Nacht auf dem Burgturm.

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Harald Märtens, Celina Eichelman und Gerd Müller bei der Präsentation des Vereins auf einer Tourismusbörse (von Rechts)

Die Mitglieder und der Vorstand des Bürgervereins Weferlingen

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Stand des Bürgervereins bei der Aller- Ohre- Elbe- Sarreradtour in Süplingen

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Harald Märtens überreicht einer Besucherin des Burgturms den neuen, von ihm entworfenen, Flyer über die Burg

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Markgrafenfest in Weferlingen, Kirschkönigin Celina und Kirschprinzessin Joline werden von Harald Märtens chauffiert.

Am 16. August 2020 wird die neue Ausstellung über die Markgrafenfamilie und das restaurierte Mausoleum eröffnet

-Im Bild sehen Sie das Markgräfliche Schloss in Erlangen, welches ab 1700 erbaut wurde-

Die Markgrafen von Kulmbach Bayreuth Brandenburg und ihr Mausoleum in Weferlingen- unter diesem Thema startet der Bürgerverein seine neue Ausstellung im Heimat- und Apothekenmuseum. Dargestellt wird die Geschichte der Markgrafenfamilie damals- in Wort und Bild. Viele Objekte der Ausstellung stammen aus dem bisher noch nicht veröffentlichten Fundus des Museums. Bezugnehmend auf die Restaurierung des Mausoleums 2019 finden sich viele Materialien aus der historischen Bauphase. In einer Präsentation können Sie den zeitlichen Ablauf der Restaurierung in Bildern erleben. Ebenfalls ist der Burgturm geöffnet, Kaffee und Kuchen werden gereicht.Wappen_Brandenburg_Ansbach_Kulmbach_Bayreuth

Wir möchten darauf hinweisen, dass die Öffnung nur unter Einhaltung der hygenischen Bestimmungen, sowie nach geltenden Abnstandsregeln erfolgt.

Der Bürgerverein freut sich auf Ihren Besuch!

Bildquelle: Wikipedia

Der Bürgerverein und Weferlingen haben eine neue Kirschkönigin

Astrid Becker heißt die neue Kirschkönigin für Weferlingen. Sie hat das Amt der Repräsentantin des Bürgervereins Weferlingen von Judy Nordt übernommen,die demnächst eine Ausbildung beim LK Börde als Rettungsanitäter beginnt. Da bleibt nicht mehr viel Zeit um das Amt der Kirschkönigin auszuüben. Letztmals zog sie am Sonntag zur Amtsübergabe ihr Kirschköniginnenkleid an. Die Tradition des Kirschbaumpflanzens ist mit Judy jetzt zum fünften Mal wiederholt worden. An den Allerwiesen steht jetzt „Schneiders Knorpelkirsche“ für Judys Amtszeit vom 2017-2020. Judy überreichte die Schärpe der Kirschkönigin an Astrid, so wurde symbolisch die Amtsübergabe vollzogen und Judy`s Amtszeit ist beendet.IMG_0569neu

Astrid Becker kam mehr durch Zufall als durch eine Wahl zum Amt der Kirschkönigin. Über ihren Lebenspartner, ein Weferlinger, kam die Braunschweigerin nach Weferlingen. Beide sind engagiert im Bürgerverein und nach dem Denkmaltag im September 2019 kam einigen Vorstandsmitgliedern der Gedanke, “ fragen kostet nichts“. Und Astrid stimmte zu, so wurde aus einer Idee die Realität. Wir wünschen Astrid eine schöne Amtszeit in Weferlingen und hoffen, dass sie so schnell wie möglich ihre Amtsgeschäfte aufnehmen kann. Zur Zeit ist der Bürgerverein in der Planung der nächsten Veranstaltungen. Da wäre der Turmtreppenlauf und der Denkmaltag im September. Offiziell ist dieser Tag bundesweit abgesagt, aber der Verein plant eine kleine Veranstaltung, bei der evtl. der Turmtreppenlauf auch stattfindet. Das hängt aber von der Genehmigung der Stadt ab. Wir werden Sie rechtzeitig über den Stand der Dinge informieren. Bleiben Sie uns gewogen, wir freuen uns immer auf Ihren Besuch.

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Quelle: Auszüge aus der Volksstimme

Orgelandacht anlässlich der Kirchweihe vor 300 Jahren und zur Restaurierung des Mausoleums- zwei Gute Gründe um Bilanz zu ziehen

Es sollte ein großes Fest werden. Doch wegen der Corona-Pandemie konnte die Kirchengemeinde Weferlingen lediglich zu einer Orgelandacht einladen, um an die Weihe der Kirche vor 300 Jahren zu erinnern und die Sanierung des Mausoleums zu würdigen.

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Christine Sobczyk (l.) und Pfarrerin Karen Simon- Malue begrüßten die Besucher in der Kirche zu diesem doppelten festlichen Anlass

„Eigentlich wollten wir heute ein großes Fest feiern“, wandte sich Christine Sobczyk, die Vorsitzende des Gemeindekirchenrats des Kirchengemeindeverbands Weferlingen, an die Frauen und Männer, die am Sonnabend in die St.-Lamberti-Kirche gekommen waren. Eigentlich sei aber die Kirche vor 300 Jahren noch gar nicht ganz fertig gewesen, dennoch wurde sie geweiht. Und eigentlich wollte der Markgraf Friedrich Christian von Kulmbach-Bayreuth in dem Mausoleum, das er sich an der Südseite der Kirche erbauen ließ, beigesetzt werden, doch sein Sarg steht in der Familiengrabstätte im fränkischen Himmelkron. Es gab viele solche „Eigentlichs“ in der Begrüßung der Gäste am frühen Abend. Eigentlich sollte an diesem Sonnabend in der Kirche auch Theater gespielt werden. Doch Corona hatte das geplante Fest zunichte gemacht.

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Kantor Johannes Kirchberg lud musikalisch zum Träumen ein

Stattdessen wurde mit einer Orgelandacht an die Weihe der Kirche vor 300 Jahren erinnert, an deren Bau die Markgrafenfamilie maßgeblichen Anteil hatte. Und gleichzeitig wurde die Sanierung des Mausoleums gewürdigt, wofür Christine Sobczyk dem Bürgerverein großen Dank aussprach. Kantor Johannes Kirchberg hatte für diesen Anlass Stücke von Komponisten ausgewählt, die vor drei Jahrhunderten gelebt haben. Er spielte das Concerto in G und in D von Christoph Wolfgang Druckenmüller und einen Choral mit 9 Variationen von Johann Gottfried Walther. „Wer wohl vor 300 Jahren bei der Weihe der Kirche dabei war? Wie es wohl gewesen ist? Da können wir uns heute nur hineinträumen“, sagte Christine Sobczyk. Und das Orgelspiel von Johannes Kirchberg verleitete tatsächlich zum Träumen.

Pfarrerin Karen Simon-Malue zitierte aus Anlass der Kirchweih eine Interpretation des Psalms 84 aus der Lutherbibel. Darin heißt es, dass die Menschen im Tempel, in Gott ein Zuhause finden: „Du schenkst mit vollen Händen, was dem Leben Sinn gibt.“ Sie wünschte der Kirche, dass sie auch in den nächsten 300 Jahren den Menschen Halt und ein Zuhause gebe.

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Bernd Hoffmann berichtete über die Arbeiten am Mausoleum

Bernd Hoffmann widmete sich ganz und gar der Gegenwart. Er gab einen Einblick in die Mühen des Bürgervereins, der sich 2011 das Ziel gesetzt hatte, das 1768 fertiggestellte Mausoleum vor dem Verfall zu bewahren, denn er hat die Bautätigkeit im vergangenen Jahr begleitet.

Besonderen Dank richtete Bernd Hoffmann an Gerald Wolters, ohne den der Verein das Projekt nicht angepackt hätte. Er sei über Jahre der „aktive Unruhepol“ gewesen. Nach vielen Vorarbeiten konnte der Bürgerverein 2017 den Antrag auf Förderung für die Sanierung des Mausoleums in der Lokalen Aktionsgruppe Flechtinger Höhenzug stellen. Zu diesem Zeitpunkt verfügte der Verein dank vieler Aktionen und Sponsoren über die Eigenmittel, die für das Vorhaben nötig waren. Im Februar 2019 erhielt der Bürgerverein die Zusage von der Investitionsbank Magdeburg über eine Förderung von etwa 270000 Euro aus dem europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Mit einer Eigenfinanzierung von 30000 Euro stand damit eine Summe von 300000 Euro zu Buche. Der Landkreis Börde sicherte zudem noch eine Förderung von maximal 30000 Euro zu.

Bernd Hoffmann dankte allen an diesem Vorhaben beteiligten Partnern von den Sponsoren über die Baufirmen bis zum Landesamt für Denkmalpflege, der Kirchengemeinde und dem Kirchenamt Magdeburg, denn ohne Zwischenfinanzierung wäre das Objekt nicht realisierbar gewesen. Eindringlich schilderte Bernd Hoffmann den maroden Zustand des Mausoleums. Das Dach war kaputt, es habe durchgeregnet, einige Balken waren verfault, auf dem Boden lag jede Menge Müll. Das Bauwerk war mit Metallteilen geankert, die nicht mehr hielten, berichtete er. „Wir konnten das Mausoleum vor dem Verfall retten, aber wir sind noch nicht fertig“, erklärte er. Als nächste Aufgaben zählte er die Verglasung, die Restaurierung der Gitter, den Innenanstrich, Elektroarbeiten und die Sanierung der Figur auf, die in Einzelteilen im Mausoleum liegt. „Auch dabei brauchen wir Ihre Hilfe“, wandte er sich an die Zuhörer.

Zugleich blickte Bernd Hoffmann noch weiter zurück als 300 Jahre. Vor dem Bau der St.-Lamberti-Kirche habe gleich daneben eine kleinere Kirche gestanden, die unter anderem die Grabeskirche der Familie von Friedrich II. von Hessen-Homburg war, der Landgraf von Hessen-Homburg lebte mit seiner Familie 1662 bis 1701 in Weferlingen. Bekannt wurde er als der Landgraf mit dem silbernen Bein, da er eine Beinprothese trug. Mit Heinrich von Kleists Drama „Prinz Friedrich von Homburg“ hat er allerdings nicht viel gemein.

Der Bürgerverein, der 2008 wieder gegründet wurde und in dem Jahr den 300. Geburtstag von Friedrich Christian von Kulmbach-Bayreuth mit einem großen Fest feierte, hat die Markgrafenfamilie wieder aufleben lassen. Jetzt will er sich auch mit der Geschichte des „Prinzen von Homburg“ beschäftigen und dieses Stück Weferlinger Geschichte aufarbeiten. Dafür bat Bernd Hoffmann auch um Unterstützung.

Quelle: Volksstimme HDL/ Lokalseite

Orgelandacht würdigt Kirchenjubiläum und Sanierung des Mausoleums

Weferlingen. Mit einer Orgelandacht soll am nächsten Sonnabend, 4. Juli, um 17.30 Uhr an die Einweihung der St.-Lamberti-Kirche vor 300 Jahren erinnert werden. Gleichzeitig soll damit die Sanierung des Mausoleums des Markgrafen Friedrich Christian von Kulmbach-Bayreuth gewürdigt werden. Eine kleine Andacht für zwei große Ereignisse.

Doch eigentlich sollten in dieser Woche Vorbereitungen für ein großes Fest laufen. Und beide Gründe für dieses Fest liegen drei Jahrhunderte zurück. 1713 wurde der Grundstein für eine neue evangelische Kirche in Weferlingen gelegt. Die Familie der Markgrafen von Brandenburg-Kulmbach, die 1706 nach Weferlingen gekommen war, hatte daran großen Anteil. Nach sieben Jahren Bauzeit wurde die Kirche geweiht. Fertiggestellt war sie damit jedoch noch nicht, dafür sollten noch mehrere Jahre ins Land gehen.

Das Mausoleum, das sich der 1708 in Weferlingen geborene Markgraf Friedrich Christian an der Südseite der Kirche erbauen ließ, entstand von 1766 bis 1768. Nach seinem ältesten Bruder Georg Friedrich Karl und seinem Neffen Friedrich regierte Friedrich Christian vom 6. Mai 1763 bis zu seinem Tod am 20. Januar 1769 in Kulmbach-Bayreuth. In dieser Zeit beauftragte er den Halberstädter Baumeister und Bildhauer Bartoli, das Grabmal zu bauen. Hier wollte er zur ewigen Ruhe gebettet werden. Doch seine Familie respektierte diesen Wunsch nicht und ließ seinen Sarg in die Familiengrabstätte im fränkischen Himmelkron bringen. Seine Verbundenheit zu seinem Geburtsort, in dem er nur wenige Jahre seiner Kindheit verbringen durfte, dokumentiert auch die Stiftung, die er 1756/57 für Weferlingen und Döhren ins Leben rief und die noch heute existiert.Collage

Da das Mausoleum außerordentlich sanierungsbedürftig war, hatte sich der Bürgerverein Weferlingen vor mehreren Jahren das Ziel gestellt, das barocke Denkmal restaurieren zu lassen. Im vergangenen Jahr konnte die Sanierung dank Förderung aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) zur Verbesserung der Präsentation und nachhaltigen Nutzung des kulturellen Erbes im Land Sachsen-Anhalt im Rahmen von CLLD in Angriff genommen werden.

Da das geplante Fest in diesem Jahr nicht stattfinden kann, soll es im nächsten Jahr nachgeholt werden. In der Andacht am Sonnabend um 17.30 Uhr wird die ordinierte Gemeindepädagogin Karen Simon-Malue kurz an den Anlass erinnern. Und Kantor Johannes Kirchberg wird dazu ein kleines Konzert an der Orgel geben.

Quelle: Volksstimme Haldensleben

Von Bayreuth über Weferlingen nach Carolinensiel

Neue Folge der Serie: Geschichte und Geschichten rund um die Markgrafenfamilie an der Aller

Ein Stadtteil der ostfriesischen Kreisstadt Wittmund ist nach einer in Weferlingen geborenen preußischen Prinzessin aus dem Hause Brandenburg-Kulmbach benannt, bei Aurich gibt es einen Park, der den Namen einer andereren Weferlinger Prinzessin trägt. Die markgräfliche Familie aus Franken hinterließ überall Spuren.

Vor 300 Jahren wurde die evangelische Kirche in Weferlingen eingeweiht. Fertig war sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht, doch sie konnte genutzt werden. Viele Mitglieder der markgräflichen Familie, die von 1706 bis 1716 hier lebte, trugen mit Sorge dafür, dass der Bau des Gotteshauses vorankam. Ein paar Jahrzehnte später wurde auch das Mausoleum des Markgrafen Friedrich Christian von Kulmbach-Bayreuth an der Südseite gebaut, das im vergangenen Jahr saniert wurde. Zwei Gründe, in diesem Jahr ein Fest zu feiern. Das hatten sich jedenfalls die Kirchengemeinde und der Bürgerverein für den 4. Juli vorgenommen.

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Vor einem Jahr beim Markgrafenfest in Weferlingen in Aktion: Antje Almus-Walther (v.l.) als Sophia Karolina von Brandenburg-Kulmbach, Christian Germer als Albrecht Wolfgang von Brandenburg-Kulmbach, Heike Bernstorff als Albertine Juliane von Wolfstein, Heiko Kloß als Friedrich von Kulmbach-Bayreuth, Maja und Chris Walther als Kinder der markgräflichen Familie, Lutz Otto Westphal als Friedrich Christian von Kulmbach-Bayreuth und die Weferlinger Kirschkönigin Judy Nordt.

Angesichts der Corona-Pandemie kann daraus leider nichts werden, doch zumindest mit einer Andacht soll an die Einweihung der Kirche 1720 erinnert werden. Das Fest wird auf das nächste Jahr verschoben. Und damit auch eine ideenreiche Theateraufführung. Antje Almus-Walther hat dazu das Stück über das Leben des Markgrafen Friedrich Christian, das Petra Schiemann 2008 zum 300. Geburtstag des Markgrafen geschrieben hatte, neu bearbeitet. Damals haben Kinder das Stück gespielt. Jetzt sind Erwachsene die Akteure. Doch es sind auch Kinder dabei, sogar die Chöre der Grundschule und des Gymnasiums wirken mit, freut sich die Initiatorin. Antje Almus-Walther führt Regie und führt als Moderatorin durch das Stück.

Mit der Markgrafenfamilie ist sie gut vertraut, denn seit sechs Jahren spielt sie Sophia Karolina von Brandenburg-Kulmbach. Der Bürgerverein hatte zum 300. Geburtstag von Friedrich Christian die Familie wiederbelebt. Seitdem ist sie bei Festen in Weferlingen und der Umgebung dabei. Antje Almus-Walther hat die Rolle der in Weferlingen geborenen preußischen Prinzessin Sophia Karolina (1707 – 1764) übernommen. Sophia Karolina kam hier zur Welt – nur ein Jahr nachdem die Familie von Franken nach Weferlingen gezogen war. Ihr Vater starb ein Jahr später kurz vor der Geburt von Friedrich Christian (1708 -1769).

Sophia Karolina lebte nach dem Tod des Vaters erst mit ihrer Mutter, ihrer Tante und einigen ihrer Geschwister noch im Neuen Schloss, das als Witwensitz für ihre Mutter erbaut wurde. Später wurde sie wie ihre ältere Schwester Sophia Magdalena, die den dänische Kronprinzen heiratete, bei ihrer Tante, der Kurfürstin Christiane Eberhardine von Sachsen, in Pretzsch erzogen. Die Kurfürstin hat hier die Hochzeit mit dem 17 Jahre älteren verwitweten Fürsten Georg Albrecht von Ostfriesland vermittelt. Der Fürst suchte, nur ein halbes Jahr nach dem Tod seiner ersten Frau, mit dieser Hochzeit eine Verbindung mit mächtigen und einflussreichen Familien zu sichern. So wurde er nicht nur mit August, dem Starken, dem Kurfürsten von Sachsen und König von Polen, sondern auch mit Christian VI., dem Kronprinzen und späteren König von Dänemark, verwandt.

Sophia Karolina, die bei ihrer Heirat noch keine 17 Jahre alt war, soll wegen ihresliebenswürdigen Charakters und ihrer Frömmigkeit sehr beliebt gewesen sein. Sie schrieb auch geistliche Gedichte, die sogar in Büchern veröffentlicht wurden. Ihre kinderlose Ehe lief dennoch nicht sehr gut. In den letzten Ehejahren verschlechterte sich der Gesundheitszustand des Fürsten zunehmend. Er starb 1734.

Sophia Karolina überlebte ihren Ehemann um 30 Jahre. Sie lebte zunächst auf Schloss Berum, zog dann aber zu ihrer Schwester Sophia Magdalena, der dänischen Königin, und ist im Dom zu Roskilde bestattet. In Ostfriesland ist die Erinnerung an sie noch lebendig. 1729/30 hatte der Fürst den Sielhafen Carolinensiel, heute ein Stadtteil von Wittmund, gegründet. Seine Frau war die Namensgeberin.

Auch das Wilhelminenholz bei Aurich hat seinen Namen von einer in Weferlingen geborenen preußischen Prinzessin. Sophia Karolina hatte nämlich die Hochzeit ihres Stiefsohnes Karl Edzard mit ihrer Nichte Sophia Wilhelmina (1714 – 1749) vermittelt. Sophia Wilhelmina war die älteste Tochter von Georg Friedrich Karl, dem Regenten in Kulmbach-Bayreuth. Ihr Mann starb an ihrem zehnten Hochzeitstag, sie fünf Jahre später. Sophia Wilhelmina hatte das Wilhelminenholz zu einem im Kern als Barockparterre angelegten Park umgestalten lassen. Das Leben beider Frauen gehört zur Aktion „Frauenleben in Ostfriesland“.

Unterhaltsam soll die geplante Theateraufführung nun im nächsten Jahr einen Einblick in das Leben vor 300 Jahren geben. Mittelpunkt wird das Geschehen in Weferlingen sein. Antje Almus-Walther ist dann mit ihren Kindern mitten drin. Für die Zwillinge Chris und Maja ist das nichts Neues. Sie sind auch seit Jahren bei der Markgrafenfamilie in historischen Kostümen mit dabei. Chris wird in einer kurzen Szene den Markgrafen als Kind spielen. 2008 hatte der große Bruder Erik diese Rolle übernommen. Familienvater Stephan Walther zieht übrigens die Kleidung des einfaches Volkes der fürstlichen Kleidung vor, ist aber dabei, wenn es darum geht, das geschichtliche Erbe zu pflegen.

In weiteren Folgen wird über die Markgrafenfamilie und ihre Geschichte, ihre Verbindung zu Weferlingen berichtet.

Quelle: Volksstimme HDL

Immense Kosten werden durch Graffitis an Weferlingens Fassaden verursacht- helfen Sie den Tätern das Handwerk zu legen

Liebe Einwohner von Weferlingen. Ich muss ehrlich eingestehen- mir blutet das Herz- als gebürtiger Weferlinger die zunehmende Verunstaltung von Gebäuden, Brücken, Verteilerkästen, Torwegen und unseres Amtsgartens zu sehen. Einige Jugendliche haben  sich wohl in den Corona- Zeiten auf die „Verziehrung“ von öffentlichen Einrichtungen festgelegt. Das ist kein Spaß mehr, das ist Sachbeschädigung. Nur unter immens hohen Kosten lassen sich diese wieder beseitigen. Die Schätzungen im gesamten Ortsteil liegen bei ca. 70000€. Das sind Gelder, die uns woanders fehlen, denn zusätzlich wird es hierfür keine Mittel geben. Teilweise gehen dadurch Jahrhunderte alte Fassaden zu Bruch. Im Bereich der Burganlage, die mit Millionen von Euro aufwändig saniert wurde, werden Wände beschmiert mit hirnlosen Parolen. Der Höhepunkt am Wochenende war der Aufbruch des Tonnengewölbes, der alte Eiskeller, eines der ältesten Baudenkmäler Weferlingens. Hier lagert der Bürgerverein zur Zeit Holzmaterialien, die zum Ausbau eines Kaltausstellungsraumes verwendet werden sollen. Die Materialien wurden beschädigt, durcheinandergeschmissen und die Gewölbedecke mit Farbe besprüht. Der Putz in dem Gewölbe ist unter diesen Umständen nicht mehr zu retten. Die Beseitigung der Schäden wird im mittleren bis oberen 4 stelligen Bereich liegen. Ganz zu schweigen vom historischen Schaden. 20200504_115334 20200504_115422 20200504_115430 20200504_115439 20200504_115450 20200504_115502 20200504_115509 20200504_115517 20200504_115527 20200504_115543

Ich rufe Sie alle dazu auf, halten Sie die Augen offen, schauen Sie nicht weg, bieten sie die Stirn denjenigen, die unser schönes Dorf kaputt machen wollen. 20200504_115928 20200504_115937 20200504_115951 20200504_120139 20200504_120147 20200504_120306 20200504_120635 20200504_120726 20200504_120732 20200504_120816 20200504_120821 20200504_120841

Im Namen des Bürgervereins habe ich heute bei der Polizei Anzeige, wegen Einbruchs und Sachbeschädigung am Tonnengewölbe, gemacht. Sprüche brauchen wir nicht, sondern Courage der Menschen.

Die Bilder zeigen nur die Umgebung der Burgruine, die Sporthalle und zahlreichen Verteilerkästen sind hier noch nicht dabei!

In diesem Sinne, bleiben Sie gesund!

G. Müller

Leiter Heimat- und Apothekenmuseum

Absage aller Veranstaltungen bis Mai

Aufgrund der aktuellen Lage in Deutschland und der Welt, muss der Bürgerverein seine geplanten Veranstaltungen bis Mai absagen. Wir werden Sie informieren, sobald Öffnungen des Museums und des Burgturms wieder stattfinden. Wir bitten um Ihr Verständnis, bleiben bzw. werden Sie gesund!

Ihr Bürgerverein Weferlingen e.V.

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Blutspende in Weferlingen am 4. März 2020- Ziel 100 Spenden

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Blutspender in Weferlingen (Quelle Volksstimme HDL)

Der Bürgerverein Weferlingen startet in eine neue Runde und appelliert an alle gesunden Erwachsenen ab einem Alter von 18 Jahren, Blut spenden zu gehen. Beim nächsten Blutspendetermin im Flecken am 4. März von 15 bis 20 Uhr sollen 100 Spenden abgezapft werden können. Ende 2019 wurde dieses Ziel leider verfehlt.

85 Frauen und Männer spendeten im Dezember in Weferlingen Blut. Der Bürgerverein hatte mit Aufrufen und Handzetteln um Unterstützung der Weferlinger Interessengemeinschaft Blutspende und des DRK-Blutspendedienstes gebeten. Erreicht wurde das Ziel nicht. Einige Spendewillige wurden wieder nach Hause geschickt, weil sie aus gesundheitlichen oder anderen Gründen nicht spenden durften. Eine Ärztin hat mit jedem, der spenden wollte, gesprochen und die näheren Umstände abgeklärt. Positiv erwies sich, dass sieben Erstspender kamen.

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….und nach der Spende gibt es ein lecker Schnittchen (Quelle Volksstimme HDL)

Da in Weferlingen bei Spendeterminen in früheren Jahren immer weit mehr als 100 Frauen und Männer zur Blutspende kamen, soll an diese Zeiten angeknüpft werden. Der Bürgerverein stiftet auch wieder kleine Preise, unter anderem zwei Tassen mit Weferlinger Motiv, die der Verein im vergangenen Jahr erstmals herstellen ließ. In diesem Jahr wird es wieder eine neue Tasse geben. Sie ist am Internationalen Museumstag im Mai erhältlich.

300 Jahre St. Lambertikirche Weferlingen und Mausoleumeinweihung nach Restaurierung- Die Veranstaltung wird 2021 nachgeholt!!!!

Die Veranstaltung wird 2021 nachgeholt!!!!

Kirchengemeinde und Bürgerverein in Weferlingen bereiten gemeinsam ein Fest zum 300. Geburtstag der St.-Lamberti-Kirche und zur Sanierung des Mausoleums vor. Gefeiert werden soll am 4. Juli.

Zwei große Ereignisse stehen in diesem Jahr im Flecken Weferlingen an. Zum 300. Geburtstag der Kirche und zur Sanierung des Mausoleums wollen der Bürgerverein und die Kirchengemeinde am 4. Juli gemeinsam ein Fest veranstalten. Der Vorstand des Bürgervereins hat jetzt mit Christine Sobczyk, der Vorsitzenden des Gemeindekirchenrats, die Vorbereitung konkreter besprochen.

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Mausoleum des Margrafen Friedrich Christian von Kulmbach- Bayreuth vor der Restaurierung 2016

Das Fest wird vor dem sanierten Mausoleum des Markgrafen Friedrich Christian von Kulmbach-Bayreuth beginnen mit Worten zur Geschichte der Kirche und zur Restaurierung des Baudenkmals. Der Grundstein für die Kirche wurde am 29. März 1713 gelegt, die Einweihung fand am 23. Juni 1720 statt. Das Innere war aber damals noch nicht fertig ausgebaut, berichtete der Chronist Heinrich Nebelsieck. Er schrieb: „Die Weferlinger brachten anerkennenswerte Opfer für den Bau, besonders aber förderte ihn der Markgraf von Bayreuth mit rühmenswertem Eifer. Auf seine Fürbitte gingen auch Beiträge von anderen fürstlichen Personen ein.“ Während Georg Friedrich Karl von Kulmbach-Bayreuth sich sehr für den Kirchenneubau einsetzte, ließ sich sein jüngster Bruder Friedrich Christian von Kulmbach-Bayreuth ein paar Jahrzehnte später das Mausoleum an der Südseite der Kirche erbauen. Und dieses Mausoleum konnte der Bürgerverein im vergangenen Jahr dank Förderung von EU und Landkreis im wesentlichen sanieren lassen.

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Das Mausoleum nach der Restaurierung im Oktober 2019

Nach dem offiziellen Teil an dem Tag, der beiden Höhepunkten gewidmet ist, können sich die Gäste mit einem herzhaften Imbiss stärken. Kaffee und Kuchen wird es ebenfalls geben. Für die Kinder wird die Hüpfburg aufgeblasen, und viele andere Spiele werden für die kleinen Festgäste vorbereitet.

Um 14 Uhr lädt das Laienspiel-Team, das vor zwei Jahren „Der Froschkönig streikt“ gespielt hat, zu einer Theateraufführung in die Kirche ein. Zu sehen sein wird das Stück „Markgraf wider Willen“, in dem es um das Leben des Markgrafen Friedrich Christian von Kulmbach-Bayreuth geht. Petra Schiemann hatte dieses Stück 2008 zum 300. Geburtstag des Markgrafen geschrieben. In dem Jahr wurde es beim großen Jubiläumsfest in der Burganlage aufgeführt. Leider ist Petra Schiemann vor ein paar Jahren gestorben. Mit dem Stück soll auch an die engagierte Lehrerin erinnert werden. Jetzt wird das Stück in Regie von Antje Almus-Walther gezeigt, die auch die Theateraufführung vor zwei Jahren ins Leben gerufen hatte. Sie hat das Stück von Petra Schiemann für eine weitere Vorstellung etwas bearbeitet. Kinder und Erwachsene haben das märchenhafte Stück vor zwei Jahren gemeinsam gespielt. So wird es auch jetzt wieder sein.

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Zum Markgrafenfest 2008 hat Petra Schiemann (Bildmitte) ein Stück zur Historie geschrieben. Markgraf wider Willen. Dieses führten die Kinder der Grundschule, mit Unterstützung der Eltern, auf.

Kirchengemeinde und Bürgerverein wollen zum 4. Juli auch einen Malwettbewerb ausschreiben. Dazu laden sie Kinder aus der Kindertagesstätte und der Grundschule ein. „Mein Lieblingsplatz in Weferlingen“ soll Thema des Wettbewerbs sein. Die Bilder werden zum Fest ausgestellt. Und die schönsten Motive könnten für den Weferlinger Kalender 2021 ausgewählt werden, schlug Sascha Broß vom Bürgerverein vor.