Das war der Weihnachtsmarkt der Vereine 2017 in Weferlingen

Am Samstag den 02.12. und am Sonntag den 03.12.2017, pünktlich und traditionell zum 1. Advent, fand der Weferlinger Weihnachtsmarkt am Bürgerhaus statt. Leider hatte im Vorfeld Petrus kein Einsehen mit den Veranstaltern. So musste, trotz der Planung im Burggelände, der Weihnachtsmarkt an seinem „alten Standort“ aufgebaut werden. Der Burghof war einfach zu durchnässt, so dass auch der Karusselbetreiber den Aufbau dort nicht realisieren konnte. Viele fleissige Hände hatten in der Vorbereitungsphase mit angepackt. So wurden Lichterketten und Sterne repariert, allerlei schmückendes Werk angefertigt und natürlich die Weihnachtsbäume aufgestellt. Am Freitag begann der Aufbau des Weihnachtsmarktes und am Samstag wurde er vollendet. Dafür einen ganz großen Dank an ALLE, die sich in diese Aktionen eingereiht haben.IMG_6150 IMG_6151 IMG_6152 IMG_6153 IMG_6154-1 IMG_6155 IMG_6156

Pünktlich um 17.00 Uhr setzte sich der Fackelzug vom NP-Parkplatz aus in Bewegung. Dieser wurde durch die FFW abgesichert. Der Weihnachtsmann begleitete die Kinder und ihre Eltern bis zum Festplatz und verteilte schon seine ersten Geschenke. Auf dem Weihnachtsmarkt erwarteten die Besucher deftige Köstlichkeiten, Waffeln, Punsch und natürlich- Glühwein. Bei recht frostigen Temperaturen wurden die heissen Getränke auch sehr gern angenommen. IMG-20171204-WA0011IMG_6158IMG-20171204-WA0013 IMG-20171204-WA0007IMG-20171204-WA0009 IMG-20171204-WA0008

Für besondere Stimmung sorgten die oberen Fenster der Burg, die von Melanie Katke gestaltet wurden. Durch die Beleuchtung aus dem Burginnern waren die Adventskerzen übergroß präsent.IMG-20171204-WA0001 IMG-20171204-WA0003

Im Wünschezelt konnten die Kinder unter Heike Grebes Anleitung basteln und natürlich ihre Weihnachtswünsche abgeben.IMG-20171204-WA0000IMG-20171204-WA0012 IMG-20171204-WA0014

Am Sonntag Morgen wurden die Weferlinger mit einer weissen Pracht überrascht, passend zum zweiten Tag des Weihnachtsmarkts.IMG_6168IMG_6164IMG_6162 IMG_6163

Heike Bernstorff führte am Nachmittag Kamishibai – Japanisches Erzähltheater vor. An Hand von Bildkarten, die in einem Holzrahmen stecken, wird eine Geschichte erzählt. Beim Weihnachtmarkt in Weferlingen wurde das Märchen von Frau Holle erzählt, passend zum Wetter an diesem winterlichen Sonntag.IMG_6171IMG-20171204-WA0017 IMG-20171204-WA0018 IMG-20171204-WA0019IMG-20171204-WA0015

In der Bibliothek und Tourist- Information fand ein Bücherflohmarkt statt. Viele große und kleine Besucher stöberten in den ausgesonderten Büchern.IMG_6173Im Bürgerhaus gab es Kaffee und Kuchen und natürlich war auch der Weihnachtsmann wieder da, der sich Gedichte und Lieder der Kinder anhörte IMG-20171204-WA0005Alles in Allem war der Weihnachtsmarkt eine sehr gelungene Veranstaltung und wenn sich im nächsten Jahr noch mehr Helfer und Standbetreiber finden, dann können die Aufgaben auf noch mehrere Schultern verteilt werden.

In diesem Sinne ein besinnliches Weihnachtsfest und einen Guten Rutsch in das Neue Jahr.

Das erste Feuerwehrauto der Freiwilligen Feuerwehr Weferlingen?

Am 18. November fand in den Räumlichkeiten der Freiwilligen Feuerwehr Weferlingen die Kinderweihnachtsfeier statt. Viele Leckereien wurden gebacken und Kaffee, Kuchen und Naschereien standen auf den Tischen. Die Kinder vergnügten sich bei Spielen und Plätzchenbacken. Diesen Anlass nutzte der Bürgerverein, um die Kameraden der FFW zu überraschen. Durch einen Zufall fand ein alter Fahrzeugbrief seinen Weg in das Heimat- und Apothekenmuseum. Es war der Fahrzeugbrief eines Feuerwehrfahrzeugs, welches 1938 von der FFW als Gebrauchtwagen für stattliche 250 Reichsmark erworben wurde. Heute müsste man drei Nullen anhängen und den Preis in Euro  setzen. Der Museumsleiter Gerd Müller recherchierte im Internet und fand dort den Opel P4 als Leiterwagen. Dieser war laut Brief Baujahr 1927 und hatte 16PS. Mit einem Foto und dem Originalbrief wurde ein Bilderrahmen bestückt und so der FFW übergeben. Der Wehrleiter Stefan Walther war sehr erfreut über dieses historische Dokument und platzierte es gleich im Versammlungsraum neben ebenfalls historischen, aber wesentlich jüngeren Fahrzeugmodellen. Eine Kopie des Briefs ist zum Blättern für die technisch interessierten Feuerwehrkameraden extra angehängt worden. Ob es sich hierbei um das erste Motorfahrzeug der FFW handelt kann man leider nicht sagen. Vielleicht finden sich ja durch diesen Artikel noch Personen, die noch Kenntnisse über den alten Fahrzeugbestand der FFW haben.

Stefan Walther und Gerd Müller bei der Bildübergabe (v.l)

Stefan Walther und Gerd Müller bei der Bildübergabe (v.r.)

Nora Glattzel siegt beim Entenrennen

Weferlinger Bürgerfest zum Tag des offenen Denkmals (Volksstimme Haldensleben vom 13.09.2017)
Gerade mal zwei Jahre jung und schon Pokalgewinnerin: Nora Glattzel aus Grasleben konnte ihr Glück noch gar nicht fassen, als sie den Wanderpokal und den Pokal für den Sieg beim Entenrennen 2017 in Empfang nahm. Dafür freute sich ihre Mutti umso mehr.DSC09796

147 Plasteenten waren am Sonntagnachmittag an der Amtsfahrtbrücke in das Wasser der Aller gesetzt worden, um bis zur Steinweg-Brücke zu schwimmen, und das möglichst als schnellste Ente. Die Ente mit der Nummer 400 bescherte Nora das Glück und den Sieg.

Platz 2 und damit ein Geschenk von Heike Peters ging an Zwerg Strauß, Platz 3 holte sich Alex Jensch, der damit absolut nicht gerechnet hatte und deshalb zwischenzeitlich schon nach Hause gegangen war. Zum Glück war seine Mutter Gabi noch auf dem Festgelände und konnte sein Geschenk entgegen nehmen.

Wie einer nur Erster sein kann, so kann auch nur einer Letzter sein. In diesem Jahr war das die Ente mit der Nummer 593. Sie gehört Annuk Malicke, die von Moderator Klausi alias Klaus Banse ebenfalls eine Gratulation erhielt.
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Zum Tag des offenen Denkmals, der in diesem Jahr unter dem Motto „Macht und Pracht“ ausgerichtet worden war, hatte sich der Ortskern von Weferlingen in eine einzige Festmeile verwandelt. Händler, Vereine und Bürger hatten ihre Höfe und Tore für ein buntes Programm geöffnet.
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Da gab es historische Handwerkskunst zu bestaunen, Flohmärkte zu besuchen, die so manches Schnäppchen bereit hielten, vielfältige gastronomische Angebote, Musik und das lustige Kinderschminken.
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Im Rahmenprogramm sorgten die Tanzgruppen des MTV einmal mehr für Unterhaltung und Schwung. Mit ihren Tänzen direkt an der Allerbrücke zogen sie kurzzeitig das Besucherinteresse auf diesen Fleck. Gleich nebenan lenkten die zwei- und vierrädrigen Oldtimer bei Klaus Kanitz das Interesse auf sich.
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„Wir sind zufrieden mit der Resonanz“, freute sich Bernd Hoffmann vom Bürgerverein Weferlingen über die Gäste zum Fest. Auf dem Gutshof, wo der Verein seine Stände aufgebaut, das Museum und bei bestem Fernsichtwetter den Grauen Harm geöffnet hatte, gab es ein Kommen und Gehen. Die Band „Just for Fun“ aus Wolfsburg spielte eine Mischung aus Rockmusik und Schlager und sorgte damit für gediegene Unterhaltung.

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Der Eismann hatte in seinem Wagen alle Hände voll zu tun, um die leckeren Erfrischungen zu zapfen.
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Heiko Kloß, Vorsitzender des Bürgervereins, berichtete von einer zu Herzen gehenden Aktion. Ein älterer Weferlinger, der nicht mehr so gut zu Fuß ist, äußerte den Wunsch, dass er gern noch einmal auf den Aussichtsturm steigen würde. Da ihm das jedoch nicht möglich war, organisierten der Bürgerverein und die Freiwillige Feuerwehr Weferlingen einen Tragestuhl und sechs starke Männer, die den Auf- und Abstieg des Herren absicherten, der angesichts dieses Bemühens sichtlich ergriffen die Aussicht vom 30-Meter-Turm genießen konnte.

Geöffnet hatte an diesem Sonntag auch die Lambertikirche. Mit einem kleinen Buffet wurden die Gäste von der Kirchengemeinde begrüßt. Im Inneren hatte Bernd Neumann 26 seiner abstrakten Kunstwerke ausgestellt, die vorrangig farbenprächtig im unterschiedlich durch die Fenster scheinenden Sonnenlicht schimmerten. „Das letzte, gleich hier am Eingang, habe ich gestern Abend um 22 Uhr fertiggestellt“, erzählte der Künstler aus Siestedt, der mittlerweile in Haldensleben zu Hause ist. Es stand auf einer Staffelei, weil es sozusagen noch fertig trocknen musste.

„Die Bilder passen so gut zu unserer Kirche, gerade zu unserem bunten Fenster“, schwärmte Kirchenälteste Christine Sobczyk über die treffende Korrespondenz zwischen Kunst und Kirche.DSC_0133

Kirschkönigin Judy Nordt und der Markgraf Friedrich Christian von Kulmbach-Bayreuth alias Lutz-Otto Westphal besuchten mit ihrer jungen Kammerzofe so viele Stände und Angebote wie möglich, um sich persönlich bei alle jenen zu bedanken, die zum Gelingen des Festes beigetragen hatten.neu

1. Turmtreppenlauf auf den Grauen Hermann

Siegerehrung des Laufes der Erwachsenen beim 1. Weferlinger Turmtreppenlauf: Holger Papajewski (Mitte) siegt vor Rebecca Trog und Werner Thieme. Sieben Läufer blieben unter einer Minute Laufzeit. Foto: Carina Bosse

Siegerehrung des Laufes der Erwachsenen beim 1. Weferlinger Turmtreppenlauf: Holger Papajewski (Mitte) siegt vor Rebecca Trog und Werner Thieme. Sieben Läufer blieben unter einer Minute Laufzeit. Foto: Carina Bosse

Holger Papajewski hat vorgelegt. Er gewann den 1. Weferlinger Turmtreppenlauf in 45,17 Sekunden.

Von Carina Bosse (Volksstimme vom 26.08.2017)

Weferlingen l Gerade einmal 45,17 Sekunden hatte Holger Papajewski gebraucht, um die 138 Stufen und 11 Treppenpodeste bis zur Aussichtsplattform des Grauen Harm zu bezwingen. Damit sicherte er sich den 1. Platz beim 1. Weferlinger Turmtreppenlauf des Bürgervereins. Extra für den Lauf trainiert habe er nicht, versicherte der sportliche 45-Jährige.

Das bislang für Weferlingen einmalige Laufereignis wurde zu einem vollen Erfolg, zumal bis eine Woche vorher nur sehr wenige Anmeldungen bei den Organisatoren eingegangen waren. Doch am Ende gingen 19 Läufer über 15 Jahre an den Start. Eine angemeldete Läuferin war erkrankt und konnte nicht teilnehmen.

Mehr Frauen als Männer

Die Frauen waren durchaus mutiger in den Wettkampf gegangen, denn sie waren eindeutig in der Mehrzahl. 13 Frauen und sechs Männer beteiligten sich an der Turmtreppenlauf-Premiere. Dazu gesellten sich noch drei Mädchen, die in der Altersklasse unter 15 Jahren an den Start gingen.

Hinter Holger Papajewski, der als einziger unter 50 Sekunden geblieben war, erkämpfte sich Rebecca Trog mit 51,59 Sekunden Platz 2. Ihre Teamkolleginnen Mona und Cindy Jakisch blieben ebenfalls unter einer Minute. Damit kamen die Zwillinge auf den 6. und 7. Platz. Die Weferlinger Handballerinnen waren mit einer Gruppe vertreten und saßen nach dem Lauf noch gemütlich zusammen.

Den 3. Platz belegte Werner Thieme mit 52,40 Sekunden. Vierter wurde Detlef Witschel mit 57,87 Sekunden. Den 5. Platz holte sich Christin Hamann mit 58,23 Sekunden.

Die Weferlingerin gehört zu einer Laufgruppe von sechs Frauen, die bis zu dreimal in der Woche gemeinsam rund um Weferlingen unterwegs ist. Christin Hamann hatte kurz vor diesem Wettbewerb den 3. Platz beim Elm-Lappwald-Triathlon in der Altersklasse 45 erkämpft. Die Weferlingerin schwamm 600 Meter in 14 Minuten, bewältigte mit dem Fahrrad 21 Kilometer in 42 Minuten und lief 5 Kilometer in 25 Minuten. „Insgesamt war ich eine Stunde und 21 Minuten unterwegs“, versichert sie mit einem Lachen.

„Mädels“ laufen und schnattern

Die „Mädels“, wie sie ihre Gruppe nennt, waren übrigens mit grünen Trikots vom 14. Potsdamer Schlosslauf am Start. Auch beim Wolfsburger Halbmarathon sind sie schon gelaufen. Am schönsten aber sind die regelmäßigen Läufe zu Hause: „Wir laufen und schnattern dabei!“

„Keine Spur von altem Eisen“, meinte Gerd Müller vom Bürgerverein, als er die Pokale und Urkunden überreichte. Es sei beachtlich, dass so viele Läufer unter einer Minute geblieben seien. Insgesamt sei es eine gelungene Premiere gewesen. Beim nächsten Turmtreppenlauf werden sicher noch mehr Läufer an den Start gehen. Dann sollten aber die Starter besser Handschuhe tragen, zog er eine Schlussfolgerung. Am Sonntag war mit Jens Richter nämlich ein Läufer bei der Ankunft auf der oberen Plattform gestürzt und hatte sich die Handflächen aufgeschrammt. Trotzdem wurde er, „abgekämpft, aber glücklich“ mit einer Zeit von 1:03,36 Minuten noch 9.

Darüber hinaus aber gab es glücklicherweise keine Blessuren. Auf allen Podesten standen Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Weferlingen, um im Notfall sofort helfen zu können.

Läufer mit weichen Knien

Etliche Läufer berichteten nach der Rückkehr vom Turm von weichen Knien, die zum Ende des Aufstiegs auftraten und den Lauf gefühlt in die Länge zogen. Doch alle erreichten das Ziel, wo Gerd Müller die Zeit stoppte. Enkel Erik übrigens gab am Eingang zum Turm laut und deutlich das Startsignal „Auf die Plätze, fertig los!“

Während schon zum Wettkampf die Zuschauer das gastronomische Angebot des Vereins von Kaffee, Kuchen, Grillwürsten und kalten Getränken annahmen, konnten nach dem Wettbewerb auch die Sportler eine Stärkung gut vertragen. Die Tische und Bänke waren meist belegt, Erfahrungen wurden ausgetauscht.

Eine Übungseinheit legten dann noch die Feuerwehrleute oben drauf. Sie erklommen mit ihrer schweren Atemschutztechnik den Grauen Harm, natürlich außerhalb einer Wettkampf-Zeitwertung.

Vielen Dank an die Sponsoren der Veranstaltung, daurch konnten die Pokale und Preisgelder ausgelobt werden.

Über die Ausstellung“Weferlingen vor 100 Jahren“ informieren wir später.

Bewohner im Grauen Hermann- Turmfalken ziehen ihre Jungen auf

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Drei junge Turmfalken warten auf ihre Fütterung

Die Bewohner des Grauen Hermanns in Weferlingen sind ein Pärchen Turmfalken mit ihren drei Jungen. Lange wird es nicht mehr dauern und die Jungen werden ausfliegen. Es ist sehr schwierig die Fütterung zu beobachten, aber nach 2 Stunden haben die Elterntiere sich dann doch getraut, unter meiner Beobachtung, ihre Jungen zu füttern. In den Bildern kann man sehen, wie der Anflug des Elterntiers erfolgt.

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Ein Elterntier sitz oberhalb vom Nest

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Das andere Elterntier sitzt oben auf dem Turm

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Elterntier im Anflug

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Kurz vor der Landung

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Ziel erreicht

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Die Jungen werden gefüttert

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Der Falke hat das Futter abgelegt und beobachtet das Fressen der Jungen

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Weiteres Futter wird abgelegt

.....und neues Futter holen

…..und neues Futter holen

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…wir sind noch nicht satt…

Der Bürgerverein Weferlingen bereitet eine neue Sonderausstellung vor. „Weferlingen vor 100 Jahren“ wird am 20. August eröffnet.

Gleich drei größere Veranstaltungen hat der Bürgerverein Weferlingen für die nächsten Monate vorzubereiten. Viel Kleinarbeit steckt dahinter, und immer wieder die Frage: Wer hilft mit, wer ist beim Auf- und Abbau dabei, wer betreut einen Stand beim Fest, wer backt einen Kuchen, wer kann auch mal außer der Reihe aushelfen, wenn Not am Mann ist? Zwar hat der Verein mehr als 50 Mitglieder, doch nicht alle stehen für solche Einsätze zur Verfügung. Deshalb setzt der Verein auch darauf, weitere Mitstreiter für den Heimatort zu gewinnen.

Zumindest für den nächsten Höhepunkt, den 1. Weferlinger Turmtreppenlauf, ist gesichert, dass auch dank Unterstützung von der Freiwilligen Feuerwehr genug Helfer da sein werden. Jetzt wartet der Bürgerverein noch auf Anmeldungen für diesen sportlichen Höhepunkt. Der erste Läufer, der sich dafür angemeldet hat, ist übrigens kein Weferlinger. Bis 17. August können sich Interessenten anmelden, sie können das entsprechende Formular entweder von der Internetseite des Bürgervereins runterladen oder in der Bibliothek und Tourist-Information holen.

Schau im Heimat- und Apothekenmuseum

Der Turmtreppenlauf soll verbunden werden mit der offiziellen Eröffnung einer neuen Sonderausstellung im Heimat- und Apothekenmuseum. „Weferlingen vor 100 Jahren“ wollen der ehrenamtliche Museumsleiter Gerd Müller und Bernd Hoffmann die neue Ausstellung nennen. Dazu haben sie historische Postkarten und alte Fotografien vergrößert und zusammengestellt. „Straßenzüge von der Magdeburger Straße bis zur Braunschweiger Straße sind in alten Ansichten zu sehen“, kündigt Gerd Müller an. Die Postkarten und Fotos stammen zum größten Teil aus dem Archivbestand im Museum. Wenige Exemplare wurden aus der Postkartensammlung von Horst Hartmann ergänzt. In den Vitrinen sind Anzeigen aus Zeitungen aus jener Zeit zu sehen wie auch Dokumente von Vereinen und Institutionen.bernd&gerd

„Wir haben richtige Schätze im Archiv“, erzählt Bernd Hoffmann, der den Dachboden des Gebäudes mit großem Engagement mit ausgebaut hat und sich auch um die Sichtung der Akten, Dokumente und weiterer Materialien kümmert. Nach dem Ausbau wurden auch zusätzliche Regale aufgestellt. Erst jetzt ist es möglich, die Schätze umfassend zu sichten und aufzuarbeiten. Dabei entstand im Verein die Idee, verstärkt Sonderausstellungen zur Weferlinger Geschichte vorzubereiten. „Wir können mit dem Material noch Ausstellungen zu den früheren Weferlinger Geschäften und Gaststätten machen. Besonders vom Gasthaus ,Zur Linde‘ haben wir sehr viel Material“, berichtet Gerd Müller. „Auch zu den Weferlinger Mühlen gibt es Dokumente und Fotos“, ergänzt Bernd Hoffmann. Und er zählt weitere hochinteressante Dokumente auf, die aufbereitet werden können – zu Hochwassersituationen in Weferlingen, zur Aussiedlung in den 1950er Jahren zum Beispiel. Und damit ist noch nicht Schluss.

Weitere Ausstellungen folgen

„Im nächsten Jahr werden wir davon weitere Sonderausstellungen gestalten“, kündigt Museumsleiter Gerd Müller an, der sich auch sehr um die technische Seite der jetzt konzipierten Bilderschau kümmert, das heißt Vergrößerungen und Beschriftungen. Der Vereinsvorstand hat die Erfahrung gemacht, dass die Weferlinger Geschichte immer Besucher anzieht. Viele geschichtsinteressierte Weferlinger kennen die Dauerausstellung. Wegen einer neuen Ausstellung aber kommen sie dann doch auch mal wieder. „Weißt du noch?“ oder „Kennst du den da auf dem Foto?“ wird es dann sicher wieder heißen.

„Zweimal im Monat sitzen Vereinsmitglieder an einem Sonntagnachmittag im Museum und öffnen auch den Aussichtsturm. Natürlich möchten wir, dass dann auch Besucher das Angebot annehmen“, sagt der Vereinsvorsitzende Heiko Kloß und lädt ein, doch einfach mal reinzuschauen. Museum und Turm werden ausschließlich ehrenamtlich betreut. Außerhalb dieser Öffnungszeiten an jedem ersten und dritten Sonntag im Monat jeweils von 14 bis 16 Uhr werden auch Besichtigungen ermöglicht, zum Beispiel für Klassentreffen und Familienfeiern.

Unter Tage bei der ESCO, Werk Braunschweig-Lüneburg in Grasleben

Am Freitag den 30.Juni 2017 hatte eine Gruppe des Bürgervereins Weferlingen die einmalige Gelegenheit tief in den Salzschacht einzufahren. Durch unser Vereinsmitglied Dietmar Keil wurde eine Seilfahrt für 10 Vereinsmitglieder organisiert. Pünktlich um 14.00 Uhr wurden wir vom Reviersteiger Mario Böker am Eingang des Werkes in Emfpang genommen. Nach einer sehr ausführlichen Einführung in die Salzproduktion sind wir dann auf ca. 490m Tiefe in den Schacht eingefahren. Unter angekommen hatte man erstmal einen Eindruck von der Größe der Schächte. Bei Hallenhöhen von fast 50m und Längen von 100m blieb einem schon der Atem weg. So gigantische unterirdische räumliche Ausmaße sind fast nicht vorstellbar. Kilometerlage Wegstrecken, die mit Jeeps und anderen Fahrzeugen befahrbar sind, Großraumtechnik mit Kapazitäten bis 20 Tonnen Ladevolumen und Präzisionmaschinen wie computergesteuerte Bohrwagen, all das hat mit früherer Bergmannsarbeit nichts mehr zu tun. Wir konnten diese Maschinen alle in Aktion erleben und Mario Böker erklärte jedes Detail. Nach ca. 4 Stunden sind wir dann mit einer Geschwindigkeit von 40 km/h wieder dem Lichte entgegen gestrebt. Der Fahrstuhl braucht eine knappe Minute um die Bergleute, oder auch das Salz, an die Oberfläche zu bringen.
Oben angekommen haben wir uns erstmal unserer Schutzkleidung und der Retter (überlebenswichtiges Atemgerät) entledigt. Danach sind wir von Herrn Böker in die Betstube des Schachtes geführt worden und haben unsere Eindrücke nochmals Revue passieren lassen.

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Gerd Müller überreicht Mario Böker ein Bild von ca. 1900 aus der Entstehungzeit der Kaliwerke Braunschweig- Lüneburg. Dieses stammt aus dem Fundus des Heimat- und Apothekenmuseums in Weferlingen.

Zum Dank für die Führung überreichten wir ein Bild von der Frühzeit des Schachtes um ca. 1900. Mario Böker war sehr erfreut darüber, denn dieses Foto war in der Betstube noch nicht vorhanden. Der Bürgerverein Weferlingen möchte sich hiermit noch einmal recht herzlich bei Mario Böker und seinen Mitarbeitern für diese unheimlich spannende Führung bedanken. Glück Auf!

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